Viele Bewerber in Anzügen sitzen nebeneinander und quatschen

Bewerbungstrends 2018: Wie bewerbe ich mich richtig?

Wer für den Jobmarkt attraktiv sein will, muss mit den Trends gehen. Wie war das nochmal mit dem Anschreiben? Was gehört in den Lebenslauf? Und gibts das ganze auch in schön? Klar. Wir zeigen Euch, worauf es neben den herkömmlichen Bewerbungsregeln außerdem noch ankommt. Hebt Euch von der Masse ab. So geht Bewerben.

Die meisten Bewerbungen landen im Papierkorb

Wird eine attraktive Stelle ausgeschrieben, landen unzählige Bewerbungen bei einem Unternehmen. Der Personalverantwortliche hat in den meisten Fällen weder die Zeit noch die Möglichkeit, alle der eingehenden Bewerbungen genauer unter die Lupe zu nehmen. Um durch dieses „Sieb der ersten Vorauswahl“ zu gelangen solltet Ihr nicht irgendwie, sondern positiv aufzufallen. Sieh Dir die Stellenanzeige genau durch und versuche alle Schnittstellen zwischen Dir und dem Arbeitgeber herauszulesen. Begründe schon im ersten Satz des Anschreibens kurz und präzise, warum gerade Du für genau diese Stelle geeignet bist. Oder anders formuliert: wecke die Neugier beim Leser. Wie Du das machst?

 

  • verwende keine Floskeln und Phrasen. Die machen nicht neugierig, sondern wirken einschläfernd. Und: Damit hebst Du Dich garantiert nicht von der Masse ab.
  • Geh nicht auf Selbstverständliches ein wie zum Beispiel, wo Du auf die Stelle aufmerksam geworden bist und dass sie dich interessiert.
  • Rechtschreibfehler sind ein richtiger Abturner. „Hiehrmit bewerbe ich mich …“ – sagen wir doch, furchtbar.

So machst Du es richtig:

  • Wenn es schon Kontakt (Telefonat, Messen, etc.) mit dem Unternehmen oder dem Ansprechpartner gab, stell den Bezug her. Wenn Du den Namen weißt, sprich den Recruiter direkt an.
  • Begründe warum Du für die Stelle in Frage kommst. Untermaure Deine Argumente mit bisherigen Berufserfahrungen, Skills oder was dich sonst für diese Stelle interessant machen könnte. Keine Phrasen erlaubt.
  • Stelle Dich kurz vor und unterstreiche Dein Interesse und Deine Fähigkeiten.
  • Verwende maximal eine A4-Seite für das Anschreiben
  • Per Mail: wähle einen passenden Betreff. Dabei kannst Du schon den ersten Schritt machen, um Dich von der Konkurrenz abzuheben. Also, be creative.
  • Benenne alle angehängten Dokumente korrekt und mit Deinem Namen. Das erleichtert den Recruitern die Arbeit.
  • Verwende eine eingescannte Unterschrift in der Grußformel.

 

Banner: Wie lief Deine letzte Bewerbung?

No-Go: dasselbe Bewerbungsschreiben an alle

Bewerbungs-Regel #1: Schick niemals ein und dieselbe Bewerbung an mehrere Unternehmen, für die Du Dich ernsthaft interessierst. Kein Arbeitgeber möchte alles wissen, was Du je in Deinem Leben gemacht hast oder was Du kannst. Seine Zeit ist begrenzt. Deswegen: Filtere die für die Stelle relevanten Informationen heraus und hebe genau diese Attribute hervor. Aus der Bewerbung soll schließlich hervorgehen, warum gerade Du „wie angegossen“ für diese Position passt.

Lebenslauf: professionell & individuell

In erster Linie sollte Deine Bewerbung professionell gestaltet sein. Da „professionell“ alleine jedoch meistens nicht reicht, ist es wichtig, sich durch eine individuelle Note von der Konkurrenz abzuheben. Dabei liegt es an Dir herauszufinden, was in der Branche oder beim Arbeitgeber machbar ist.

Individuell bedeutet, dass Deine Bewerbung Deinem Wesen entspricht. Das geht farblich, grafisch und bei der Wortwahl. Umschreibe Deine besonderen Stärken nicht mit 08/15-Floskeln. Vielmehr gilt es, die eigenen Stärken durch die Bewerbung auszudrücken. Heißt im Klartext: Es ist sehr einfach, „Genauigkeit“ oder „Kreativität“ als positive Eigenschaft anzugeben. Wenn in der Bewerbung dann aber Fehler in der Rechtschreibung auffallen oder das Design von der erstbesten Website runtergeladen wurde, beweist das nur, dass Du den Mund gerne zu voll nimmst. Wie bei diesen Beispielen gilt: „Express yourself!“

Checkliste: Hast Du alles beachtet?

  • Achte auf eine klare und übersichtliche Form
  • Ansprechendes Layout
  • Aussagekräftiges und professionelles Foto
  • Die wichtigsten Fakten kurz, prägnant und knackig vermitteln
  • Begründe bereits im 1. Satz präzise, warum gerade Du für die Stelle perfekt bist
  • Eigene Stärken aussagekräftig vermitteln
  • Auf Rechtschreibung und Grammatik achten – auch kleine Fehler oder Unachtsamkeiten sagen etwas über Dich und Deinen Arbeitsstil aus
  • Wertvollen Input von außen holen: Lass Deine Bewerbung von mehreren möglichst neutralen Personen durchlesen, bevor Du sie versendest.

Darauf achten Recruiter bei der Bewerbung

Wie viel Zeit nimmt sich ein Recruiter für meine Bewerbung? Was ist wichtiger: lückenloser Lebenslauf oder hervorstechendes Design? Fragen, mit denen sich jeder Bewerber schon mehr als einmal beschäftigt hat. Antworten liefert die Studie Recruiting Trends 2017.

Pluspunkte sammeln

  • Viel Zeit für den ersten Eindruck haben Bewerber nicht. Rund 40 % der Recruiter investieren nicht mehr als 5 Minuten für den ersten Bewerber-Check. Übersichtlichkeit und Struktur sind also der Schlüssel, um positiv aufzufallen. Eine einheitliche Struktur ist wahrscheinlich mit ein Grund, warum sich der Trend der Online-Bewerbung weiter fortsetzt: Über die Hälfte der Personaler bevorzugt eine Bewerbung über Online-Formulare oder Karrierewebsites. Knapp ein Fünftel nimmt mittlerweile One-Click-Bewerbungen an. Tendenz steigend.
  • Für 99 % der Recruiter ist der Lebenslauf das A und O einer Bewerbung. Dabei ist wichtig, möglichst rasch zu erkennen, ob ein Bewerber für die Position fachlich in Frage kommt. Unbedingt in den Lebenslauf rein müssen: Ausbildungen, Berufserfahrungen und – ganz wichtig – sonstige Qualifikationen, die Dich für die ausgeschriebene Stelle unverzichtbar machen. 87 % legen großen Wert auf eine gute Übersichtlichkeit und die Struktur eine Bewerbung. Gestalte den Kernteil Deiner Bewerbung also nach dem Prinzip: kompakt, klar und knackig. Zeugnisse und das Anschreiben haben für gut zwei Drittel einen hohen Stellenwert.
  • Es zeigt sich also einmal mehr: Wer bei der Bewerbung punkten will, sollte sich zuerst um die Pflicht und dann um die Kür kümmern. Ein ausgefallenes Design oder Arbeitsproben können Fauxpas wie fehlerhafte Rechtschreibung nicht ausmerzen.

K.-o.-Kriterien für Recruiter

  • Der häufigste und gleichzeitig peinlichste Fehler bei einer Bewerbung: fehlerhafte Rechtschreibung. Klar, niemand ist ein wandelnder Duden, dennoch werden Fehler hart bestraft. Bei 60 % der Personaler wandert eine fehlerhafte Bewerbung ohne Umwege im Papierkorb.
  • Personalverantwortliche sehen auf den ersten Blick, wo es Lücken im Lebenslauf gibt. Für knapp die Hälfte der Recruiter ist eine unbegründete Lücke sogar ein Knock-Out-Kriterium. Erkläre deshalb, was Du in Deiner Auszeit gemacht hast. Auch vor einem möglichen Bewerbungsgespräch solltest Du Dir eine passende Antwort dafür parat halten. Wir empfehlen trotzdem: #mutzurlücke
  • Wie wichtig die individuelle Note des Anschreibens ist, geht ebenfalls aus der Studie hervor. Ein Standardanschreiben bedeutet für 42 %, der falsche Ansprechpartner für 54% der Recruiter: Danke, das war’s. Nächster bitte.

Bewerber-Check im Netz

Der „Profil-Check“ in sozialen Medien ist für Personaler und Bewerber nichts Neues. Damit das digitale Katz-und-Maus-Spiel nicht böse für letzteren endet, sollten die Profile entsprechend gepflegt werden. Erste Anlaufstelle für Recruiter ist Google. 6 % geben an, jeden Bewerber zumindest einmal zu „googeln“. Auf Facebook informieren sich 3 %. Rund ein Zehntel dieser Checks führt zu einer Absage.

 

Verschiedene grafische Darstellungen auf schwarzer Tafel

Bewerbungstrends: Worauf es 2018 ankommt

Die aktive Suche nach dem passenden Kandidaten wird bei Unternehmen immer beliebter, um vakante Stellen zu besetzen. Dieser Trend setzt sich auch 2018 fort. Rund 41% Prozent der deutschen Unternehmen gaben an, dieses Jahr noch mehr in Recruiting-Maßnahmen zu investieren. [1]  Social Recruiting über Jobnetzwerke wie XING oder LinkedIn, aber auch über Facebook, ist vor allem bei der Suche nach Fachkräften bei Unternehmen total angesagt. Das heißt für Dich: Sorge dafür, Dich auch online ordentlich zu präsentieren und auf den richtigen Kanälen aktiv zu sein. Was genau die Bewerbungstrends 2018 für Dich bedeuten, weiß unser Gastautor Christian Scherer von richtiggutbewerben.de.

Schneller zum Job? Die One-Click-Bewerbung

Wenn wir dann schon bei sozialen Medien sind: Jobnetzwerke bieten hier einiges an Innovationen im Bereich Bewerbung. Gerade von Seiten des Bewerbers ist die One-Click-Bewerbung reizvoll. Dabei kannst Du mit nur einem Klick auf den entsprechenden Button Dein Profil, direkt in die Datenbank des Wunschunternehmens übertragen – ohne das soziale Netzwerk zu verlassen.

XING bietet beispielsweise auch einen „Kontaktieren Sie mich“-Button bei Stellenanzeigen in der eigenen Jobbörse an. Damit überlässt Du es direkt dem Unternehmen zu entscheiden, ob Du für Sie interessant bist. Spannend – und vor allem zeitsparend für Dich. Bevor Du allerdings den Unternehmen Dein digitales Ich präsentierst, sorge dafür, dass Dein Profil optimal gestaltet ist.

Mobile Recruiting und neue Kommunikationswege

Die meisten von uns nutzen ihr Smartphone oder Tablet, um nach Stellenanzeigen zu suchen oder auf Unternehmensseiten die neuesten freien Jobs zu finden. Dadurch entstehen auch neue Kommunikationswege: Du hast Fragen zur Stelle? Schick einfach kurz ´ne Nachricht über WhatsApp! Fürs Bewerbungsgespräch weit fahren und dann doch leer ausgehen? Nicht 2018. Das Jobinterview via Skype wird sich immer mehr durchsetzen, da sowohl Du als auch die Personalabteilung Zeit sparen. Sei also nicht schüchtern, wenn das Unternehmen Dir anbietet, neue Wege zu gehen: Die Recruiter sind vermutlich verdammt stolz, dass sie sich was Hippes ausgedacht haben. Gib dem Ganzen ruhig ne Chance.

Recruiting-Games – spielerisch kennenlernen

Viele Unternehmen integrieren Online-Spiele in ihr Bewerbungsverfahren. Deine Bewerbung hat den ersten Check durch die Personaler überstanden? Dann erhältst Du immer öfter einen Link zugeschickt, über den Du zu einem kleinen Recruiting-Game gelangst. Dort musst Du Aufgaben lösen und Fragen beantworten, die meistens von netten Comic-Figuren in Corporate-Farben gestellt werden.

Auch wenn es Dich vielleicht schockt: Du spielst in vielen Fällen gar nicht wirklich Spiele. Die sogenannten Recruiting-Games sind oftmals Tests, gespickt mit etwas Story-Telling, und sind nichts anderes als ein Online-Assessment-Center. Entweder sollen noch fehlende Fakten abgefragt werden oder aber Deine Problemlösungsfähigkeiten getestet werden. Gegenseitiges Kennenlernen steht dabei meist im Vordergrund – schließlich will das Unternehmen ganz genau wissen, was Du so alles kannst und mitbringst. Solche Spiele bieten dafür eine hervorragende Option. Gut möglich, dass Dir Recruiting-Games also noch öfters begegnen, wenn Du 2018 auf Jobsuche bist.

Kurzprofile auf dem Vormarsch

Zeit ist Geld. Und was haben Unternehmen selten zu viel? Richtig. Personaler wollen bei Bewerbungen auf einen Blick sehen, ob der Kandidat Potenzial hat, sich genauer mit ihm zu befassen. Immer mehr Bewerber stellen sich darauf ein und liefern neben dem üblichen Anschreiben und dem Lebenslauf noch ein zusätzliches Dokument mit. Alternativ kann es auch als Vorbote der eigentlichen Bewerbung versendet werden: Ein Kurzprofil auf maximal einer Seite soll als Appetizer dienen. Du kannst in einer Kurzfassung Deine wichtigsten Stationen und Fähigkeiten aufzeigen – quasi ein Kurzlebenslauf. Nicht lang schnacken, sondern aufs Wesentliche konzentriert. Kurzprofile werden aus diesem Grund definitiv trenden, also stell Dich darauf ein.

 

Finde Dein Perfect Match: Das steckt hinter dem Social-Media-Auftritt von Arbeitgebern

Soziale Medien liefern nicht nur Personalern Einblicke in Dein Leben – Du kannst den Spieß auch umdrehen. Neben Bewertungsplattformen werden Facebook, Instagram & Co immer beliebter, um einen ersten Eindruck von potenziellen Arbeitgebern zu erhalten. Das steckt hinter dem Social-Media-Auftritt der Arbeitgeber.

#superserious

Soziale Medien spielen eine zentrale Rolle bei der Außendarstellung von Unternehmen. Gerade Kanäle wie Instagram eignen sich perfekt dazu, einen Blick hinter die Kulissen zuzulassen. Eindrücke aus dem Arbeitsalltag oder Bilder von Events haben hier durchaus eine Daseinsberechtigung. Postings mit gestellten Anzugfotos und solchen, die ebenso in jedem x-beliebigen Imagefolder Platz hätten, schinden zwar mächtig Eindruck, haben aber keinen echten Mehrwert. Sie zeigen lediglich, was Du ohnehin schon über das Unternehmen wusstest: Hier ist wirklich alles superseriös – auch der Arbeitsalltag riecht verdächtig nach Großkonzern.

#messy

Das genaue Gegenteil des perfekt inszenierten Social Media-Profils ist die chaotische Variante. Hier tummeln sich Stellenausschreibungen in verschiedensten Designs neben Motivationssprüchen und verwackelten Bildern des letzten Firmenevents. Was aus diesem Durcheinander klar wird: Hier mangelt es an einer durchdachten Social Media-Strategie. Für Bewerber ist das jedenfalls ein wichtiger Hinweis. „Machen wir schon irgendwie“ ist schließlich nicht jedermanns Sache.

#promotion

Social Media ist zu einem der wichtigsten Marketingkanäle für Unternehmen geworden. Mit Werbung zugemüllte Kanäle sind keine Seltenheit mehr. Doch gerade im Wettbewerb um die richtigen Mitarbeiter sollte zumindest ein Kanal der Strategie des Mitarbeiter-Recruitings gerecht werden. Sind alle Kanäle simultan mit Werbung zugepflastert, weist das häufig darauf hin, dass Employer Branding eine eher untergeordnete Rolle im Unternehmen hat. Hier sind auf jeden Fall Fragen zur Rolle der Mitarbeiter und den Benefits angebracht. Als Antwort kommt dann hoffentlich mehr als ein billiger Werbeslogan.

#nobodyisperfect

Ist der Blick auf die Social Media-Kanäle fast schon zu schön um wahr zu sein, gibt es leider trotzdem eine schlechte Nachricht: #nobodyisperfect. Wird der Arbeitsalltag von allen Seiten als perfekt dargestellt, sind alle rund um die Uhr happy und glücklich, wirkt es nicht nur wenig authentisch – es ist es auch in der Regel nicht. Überstrapazierte Außendarstellung wird gerne verwendet, um von Schwächen abzulenken. Auch hier gilt: Vorsicht ist besser als Nachsehen.

Über den Experten Christian Scherer

Christian Scherer ist Experte für Bewerbungstrends und Marketing Manager des Startups richtiggutbewerben.de, einer Online-Plattform, über die Bewerber direkt und wie in einem Online-Shop die Erstellung von individuell und persönlich erstellten Bewerbungsunterlagen wie Anschreiben, Lebenslauf oder Kurzprofil buchen können.

[1] linkedin.com 


Bild auf Bild statt schwarz auf weiß- Pluspunkt Bewerbungsvideo

Bewerben bedeutet für dich stundenlang an einem Motivationsschreiben basteln? Eine Absage nach der anderen erhalten? Bevor du die Flinte ins Korn wirfst, probier‘s doch einmal mit einem Bewerbungsvideo. Damit schaffst du nämlich garantiert den Sprung ins Langzeitgedächtnis der Personaler. Denn nur rund 7% aller Jobsuchenden fügen Lebenslauf und Bewerbungsschreiben eine filmische Selbstpräsentation bei. Und das, obwohl sich rund 90% aller Recruiter über ein Bewerbungsvideo freuen würden.[1] Wir zeigen dir fünf Dinge, die du dabei berücksichtigen solltest.

#1 Hilf Inspector HR auf die Spur!

Genauso wie Kommissar Rex freut sich Inspector HR auf neue Fälle. Dass er dabei seine Schnüffelnase gerne in Personalakten steckt, ist nichts Neues. Mit deinen Stärken und Fähigkeiten als kleinem Leckerli, kannst du ihn gezielt durch dein Bewerbungsvideo führen. Überlege dir gut, was dich zum optimalen Verdächtigen macht und nutze die Möglichkeiten, die du durch einen Film hast. Zeig ihnen, warum du auch als junger Hüpfer wertvoll bist oder warum du der Super-Opi mit der Extraportion Berufserfahrung bist. Aber tritt auf jeden Fall authentisch auf! Wenn du dich verstellst, fällt es auf. Wenn du du bist, wirst du jedem Recruiting-Spezialisten sympathisch sein!

#2 Be unique!

Du glaubst ein 0815-Video, in dem du eine Lobrede auf dich selbst abhältst, ist genug? Ja, klar, träum schön weiter. Bewerbungsfloskeln aneinanderreihen und auf das Beste hoffen ist dabei eindeutig der falsche Weg. Ob du in deinem Video als Nachrichtenmoderatorin oder Konditormeisterin auftrittst, bleibt dir überlassen. Du solltest aber dennoch immer berücksichtigen, in welcher Branche du dich bewirbst. Als Rechtsanwältin wirst du wohl nicht ganz so viele Freiheiten genießen wie als kreativer Werbekopf. Falls du noch Inspiration suchst, schau doch mal hier vorbei!

#3 Ein guter Plan ist die wichtigste Requisite!

Um vor deinem Kameramann nicht als Chaos-Schauspieler dazustehen, bedarf es guter Vorbereitung. Denn wie Lucretius bereits immer sagte: „Von nichts kommt nichts“. Allzu lange sollte dein Drehbuch dennoch nicht werden, denn die oberste Regel dabei besagt: In der Kürze liegt die Würze! Als guten Richtwert kannst du circa 90 Sekunden Videolänge ins Auge fassen. Außerdem solltest du dir eine Location für deinen Dreh überlegen und darauf achten, dass im Hintergrund nichts ablenkt. Dabei wie eine Diva anziehen? Wirklich nicht. Leg dir ein Outfit zurecht, das du auch zu einem Vorstellungsgespräch anziehen könntest. Aber Achtung: Finger weg von karierten Teilen! Das verwirrt die Kamera und es entsteht ein unscharfes Bild.

#4 Pluspunkte sammeln mit Lächeln und Co

Wie Oma bereits immer sagte „Lachen ist die beste Medizin“, denn es senkt ganz einfach deinen Stress und verhilft dir zu ein paar mehr Glückshormonen, die dich entspannter und selbstbewusster wirken lassen. Dieser Trick hilft dir übrigens auch bei Gehaltsverhandlungen, aber so weit sind wir ja noch nicht im Bewerbungsprozess. Vorher solltest du dir noch einen Text für dein Video überlegen. Hast du nicht vorher genau im Kopf was du sagen möchtest, schlägt das Vergiss-mein-nicht zu und du beginnst zu stammeln. Einmal solltest du in diesem Punkt außerdem noch der Oma nacheifern: Mit Händen und Füßen reden. Trau dich ruhig zu gestikulieren, dadurch wirkst du natürlicher!

#5 It’s a match – Kreativität trifft Qualität

Schon klar, aus deinem Bewerbungsvideo wird kein Hollywood-Blockbuster werden. Deswegen mit einem Amateur-Video zufrieden geben? Nein. Um der Tinder-Liebelei zwischen dir und deinem Recruiter eine Chance zu geben, achte unbedingt auf Qualität. Ein schöner Vordergrund macht den Gesamteindruck gleich viel realistischer. Ausreichend Licht lässt dich plastischer und natürlicher wirken. Stehst du in der Mitte eines Raumes, nimmt man dich als kompetent und führungssicher war. Genug mit der Klugscheißerei? Zum Schluss noch ein kleiner Profi-Tipp: Wenn das Sonnenlicht sich in deinen Augen spiegelt, finden dich Zuseher viel sympathischer. Und wer kann schon einem sympathischen Superheld widerstehen, der bereit ist für das nächste Arbeitsabenteuer?[2]

Quellen:

[1]blog.whatchado.com

Wie du dich am besten auf ein Vorstellungsgespräch vorbereitest

Du hast bereits beim Motivationsschreiben dein Bestes gegeben, vielleicht sogar ein Bewerbungsvideo gedreht und jetzt ist die ersehnte Einladung zum Vorstellungsgespräch endlich da. Natürlich willst du nichts falsch machen, schließlich willst du den Job unbedingt haben. Der erste Schritt in die richtige Richtung? Beginnt bereits vor dem Vorstellungsgespräch. Informiere dich über das Unternehmen, bereite dich auf das Gespräch vor und überlege dir mögliche Fragen und Antworten. Auf was es sonst noch bei der Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch ankommt, erfährst du hier.

Fragen über Fragen

Von Fragen, bei denen man sich denkt „Stellt er die gerade wirklich?“ bis hin zu 08/15-Fragen, trifft man meistens alles in Vorstellungsgesprächen an. Dennoch kann man sich auf gewisse Lieblingsfragen unter den Personalern vorbereiten. Was sind deine Stärken, was sind deine Schwächen? Warum genau möchtest du in diesem Unternehmen arbeiten? Wie stellst du dir dein zukünftiges Aufgabenfeld vor? Fragen, die meistens etwas Grübeln voraussetzen. Deswegen solltest du dir auch im Vorhinein Gedanken darüber machen und dir authentische Antworten überlegen. Auf keinen Fall solltest du jedoch auf die Frage aller Fragen vergessen: „Haben Sie denn noch Fragen an uns?“. Überlege dir im Vorhinein ein paar Punkte, über die du gerne besser Bescheid wissen möchtest, wie beispielsweise diese sechs Fragen, die du am Ende deines Vorstellungsgespräches stellen kannst.

Lebenslauf studieren

„Was haben Sie denn im Sommer 2015 gemacht?“ – Tja, gute Frage, was denn? Alarmstufe: Rot. Wenn du erst mal selbst in deinen grauen Zellen tauchen musst, um dich zu erinnern, was du eigentlich schon alles in deinem Berufsleben gemacht hast, erweckt das mit Sicherheit keinen guten Eindruck bei deinem Gegenüber. Gehe vor deinem Gespräch deinen Lebenslauf ein paar Mal durch, versuche dir die Zeitspannen zu merken und drucke dir, falls du wirklich zu den Alzheimer-Kandidaten zählst, deinen Lebenslauf aus. Wenn du ihn zusammen mit den restlichen Unterlagen auf den Tisch legst, ist es nicht nur ein unauffälliger Spickzettel, sondern wirkt auch so, als ob du deine Bewerbungsunterlagen einfach sicherheitshalber noch mal ausgedruckt mitgebracht hättest. Übrigens: Falls du deinen Lebenslauf noch erstellen musst, findest du hier einige Inspiration dafür!

Sei ein Sparefroh

Ein Slogan, den uns der Bankberater stets einreden möchte, sollte auch dein Motto im Bewerbungsgespräch sein. Denn auch wenn es so wirkt, als wäre er in ewiger Plauderlaune, hat dein Interviewer höchstwahrscheinlich nach deinem Bewerbungsgespräch noch weitere Termine. Deswegen formuliere deine Antworten kurz und knackig, erwähne das Nötigste, aber erzähle dennoch nicht zu wenig. Überlege dir im Voraus, worauf du deinen Fokus bei deiner kleinen Selbstpräsentation legen möchtest. Dein letzter Job ist eigentlich irrelevant für die neue Stelle? Dann gewinne Zeit, indem du dich über deinen letzten Arbeitgeber eher kurz hältst und hole lieber bei deiner restlichen Berufserfahrung ordentlich aus.

Hole dir Insights auf kununu

Jeder zweite Bewerber informiert sich über sein potentielles neues Unternehmen auf der größten Arbeitgeberbewertungsplattform Europas. Wieso? Ganz einfach, keiner weiß es besser als die Mitarbeiter selbst! Unter den 780.000 bewerteten Unternehmen auf kununu.com ist mit ziemlicher Sicherheit auch dein zukünftiger Arbeitgeber dabei und jene Bewertungen können dir ein authentisches Bild liefern, wie es beim Big Boss wirklich zugeht. Plötzlich findest du Themen wie einen „Company Run“, „Schwierigkeiten mit dem Betriebsrat“ oder „Hitzefrei“ in den einzelnen Erfahrungsberichten? Na, das eignet sich doch schon als perfekte Frage, die du ihm Laufe des Bewerbungsprozesses stellen kannst. Obendrein zeigt sie deinem potentiellen Arbeitgeber, dass du dich im Vorhinein durchaus mit dem Unternehmen auseinander gesetzt hast und auch wirklich an dem Job interessiert bist.

Who is who?

Schon klar, vor einem Vorstellungsgespräch hat jeder ein aufgeregtes Kribbeln im Bauch. Doch was lässt uns so nervös werden? Mit Sicherheit ist es einerseits die Ungewissheit, dass du nicht genau weißt, was dich erwartet. Ein älterer Herr, ein junger HR-Star? Diese Fragezeichen in deinem Kopf kann man ganz einfach beseitigen – durch Recherche! Karrierenetzwerke wie XING bieten dir den idealen Raum zum ausgiebigen Schnüffeln: Einfach Name und Unternehmen deines Interviewers in die Suche eingeben und schon hast du neben einem Bild, auch den gesamten Lebenslauf deines Personalers vor dir. Weißt du was dich erwartet, legt sich die Nervosität etwas und du stehst nicht mehr mit einem „AHA-Erlebnis“ im Türrahmen deines Interviewraumes.

Plane dein Outfit

Klingt wie ein Ratschlag aus einem Modemagazin? Ist es aber nicht – oder zumindest nicht ausschließlich! Denn auch wenn sich dein Personaler noch so viel Mühe gibt, bleibt der erste Eindruck von einem Bewerber immer am besten im Gedächtnis. Selbstverständlich zählt dein Outfit auch dazu und verrät obendrein, ob du ein Cultural Fit im Unternehmen bist. Lässiges Start-Up oder Konzernriese? Blue-Jeans oder Anzug? Mache dir vorher ein Bild darüber, wie die Unternehmenskultur bei deinem Objekt der Begierde aussieht und lege dir ein dementsprechendes Outfit zurecht. Kommst du nämlich in High Heels zu einem Bewerbungsgespräch für eine Gärtner-Stelle, erklärt sich wohl von selbst, dass deine Chancen auf den neuen Job am absteigenden Ast sind. Du möchtest noch mehr über Cultural Fit und Co. erfahren? Dann schau doch mal hier vorbei!

 

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