Ein großer Riss in einer Wand, der eine Frau auf einem Fahrrad zum Vorschein bringt.

Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf – Ja, war geil!

Dilemma: Lücke im Lebenslauf. Sei es ein Sabbatical, Elternzeit oder Arbeitslosigkeit: Beim Bewerbungsgespräch wird man oft mit den Brüchen in der eigenen Vita konfrontiert. Sie haben da eine Lücke im Lebenslauf. „Ja, ich weiß. Bist neidisch?“ – ist eine eher suboptimale Antwort darauf. Doch ist dieses „schwarze Loch“ in deiner Biografie tatsächlich ein unentschuldbarer Fauxpas? Wir zeigen dir 4  Tipps, wie du am besten damit umgehst.

Ab wann man von einer Lücke spricht, kann man nicht so eindeutig definieren. Als Faustregel kannst du dir merken: eine Unterbrechung, die länger als zwei Monate dauert und nicht erklärt wird. Unser Tipp: Mehr Mut zur Lücke! Wichtig ist, dass du keine Angst vor einer Lücke hast und offen mit dieser umgehst. Denn es macht einen Unterschied, ob der Jobeinstieg einfach länger gedauert hat, als geplant – oder ob man seit einem Jahr auf der faulen Haut liegt und nichts macht.

4 Tipps, um mit der Lücke im Lebenslauf umzugehen

#1 Mut zur Lücke

Zuviel Zickzack, zu wenig Zielstrebigkeit? Sieh deinen Bruch im Lebenslauf nicht als etwas Negatives oder als etwas, das dir den Karriereweg verbaut. Lücken sind ok, denn sie sagen eher wenig über die Persönlichkeit eines Bewerbers aus. Wer souverän und transparent damit umgeht, muss also nichts kaschieren. Es wird keine Schande, Schande, Schande à la Game of Thrones darauf folgen. Ecken und Kanten in der beruflichen Laufbahn können durchaus Durchhaltevermögen bedeuten. Der Beweis: Du hast trotz Höhen und Tiefen nicht aufgegeben. Wenn du versuchst diese Karriereknicks krampfhaft zu vertuschen, verlierst du an Glaubwürdigkeit und Authentizität. Bleib dir selbst treu – das wird auch dein potenzieller Arbeitgeber zu schätzen wissen.

#2 Sei offen und ehrlich

„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ – soll heißen: Lass dich für einen lückenlosen Lebenslauf nicht zu Lügen hinreißen. Gehe proaktiv mit Karriereknicks um. Allein diese Einstellung hilft dir, als glaubwürdig wahrgenommen zu werden. Das spiegelt ein selbstbewusstes Auftreten wieder. Ehrlich währt bekanntlich am längsten. Das gilt auch bei dem Bruch in der Vita. Sag die Wahrheit, formuliere deine Beweggründe optimal und handle taktisch klug. Deine Lücke im Lebenslauf einfach kurzerhand „kreativ“ zu schließen, kann echt nach hinten losgehen. Ach, dann lass ich einfach die Monatsangaben weg und gebe nur noch Jahreszahlen an? Ein Personaler weiß sofort, dass du dieses Format gewählt hast, um Lücken bewusst zu verbergen. Just don’t do it.

#3 Keine Vernebelungstaktik

Schweigen ist Gold? Nicht in diesem Fall. Verheimlichungen bezüglich deiner beruflichen Laufbahn, werden schneller entlarvt als geglaubt. Also Schluss mit halbherzigen Vertuschungsversuchen – Tipp Nummero 3: Fülle deine Lücken mit sinnvollen Fakten. Zeig, was du aus dieser Zeit mitgenommen hast und was du gelernt hast. Vielleicht hast du ja auf Reisen deine Englischkenntnisse aufgebessert oder die Computer deiner Bekannten repariert und dich so mit den neuesten Computerprogrammen vertraut gemacht. Es gilt: Stelle deine Erfahrung in den Vordergrund.

#4 Gekonnt verpackt

Jänner 2017 bis Mai 2017: arbeitslos. Auch wenns stimmt, wertet diese Formulierung den Lebenslauf nicht unbedingt auf. Was auch immer  der Grund für der Knacks in der Stromlinie war, interpretiere sie positiv und formuliere die Wahrheit richtig. Denn es gilt: Es kommt drauf an, wie man es sagt. So wird aus dem passiven „arbeitslos“ schnell ein aktives  „arbeitssuchend“ oder eine „berufliche Neuorientierung“. Du warst nicht einfach nur krank, sondern eine Krankheit hat dir unmissverständlich klargemacht, dass es Zeit für eine berufliche Veränderung ist. Hört sich gleich viel besser an, oder? Doch oft ist es auch zu viel des Guten: Eine Reise nach dem Studium ist manchmal einfach eine Reise nach dem Studium. Nicht mehr und nicht weniger.

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