Aus diesen 5 Gründen bist du unglücklich im Job

Dich kostet es jeden Tag unglaubliche Kraft morgens aufzustehen und dich an deinen Arbeitsplatz zu bugsieren? Wenn du dann da bist, starrst du Löcher in die Luft und weißt gar nicht so recht, wann du an diesem Ort das letzte Mal gerne warst. Warum genau, weißt du aber eigentlich auch nicht. Diese Gründe können die Ursachen sein, warum du in deinem Job unglücklich bist.

1. Warum, wieso, weshalb?

David Graeber, Professor der Anthropologie an der London School of Economics ist sich sicher: Insbesondere in Europa und Nordamerika verbringen unzählige Menschen ihr gesamtes Arbeitsleben damit, Aufgaben zu erledigen, die sie insgeheim selber für unnötig halten und dass dies langfristig eine orientierungslose Suche nach Moral und sich selbst auslöst. Auch in der XING Gehaltsstudie 2019 zeigt sich, dass Aufstiegschancen und hohe Bezahlungen längst nicht mehr reichen, um Arbeitnehmer langfristig an ein Unternehmen zu binden. Wir streben nach Berufen, die uns auch mental erfüllen und glücklich machen.

Daher ist einer der einflussreichsten Faktoren die Motivation, die wir bei unserer Täglichen Arbeit verspüren: Ganz egal ob wir diese aus der Unternehmensvision ziehen, dem Lob vom Chef oder durch unsere eigene Intention uns stetig selbst zu verbessern. Stellst du dir immer häufiger die Frage: „Was mache ich hier überhaupt?“ Dann hast du vielleicht schon längst innerlich gekündigt und es wird Zeit für einen Jobwechsel.

2. Die einsame Insel.

Auch wenn wir uns vielleicht nicht jeden Arbeitskollegen als neuen Best Buddy vorstellen können, Kollegenzusammenhalt ist ein wichtiger Bestandteil des Arbeitslebens. Immerhin verbringen wir in der Arbeit rund ein Viertel unseres Erwachsenenlebens – eine Menge Zeit, die alleine ganz schön öde sein kann und sich gemeinsam viel besser aushalten lässt. Tolle Kollegen steigern daher nicht nur unseren Spaß am Job, sondern auch Wohlbefinden und Produktivität profitieren davon.

Hast du das Gefühl, an deinem derzeitigen Arbeitsplatz nur für dich allein kämpfen zu müssen und vermisst den Rückhalt von Kollegen? Dann kann dies zu Isolation und Lustlosigkeit führen. Treibst du ganz einsam und weit abseits an der Längenwelle deiner Kollegen vorbei, wird dich das auf Dauer unglücklich machen.[1] Noch schlimmer wird’s, wenn auch die Chemie zu deinem Chef überhaupt nicht stimmt.


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3. Black Mirror.

43,5 Stunden – so viel arbeiten wir laut einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Vollzeitbeschäftigte pro Woche. Das sind fünf Stunden mehr als durchschnittlich vertraglich festgehalten und für viele Arbeitnehmer hört der Arbeitstag auch dann nicht auf, wenn sie endlich Zuhause sind. Vor allem die durchgehende Erreichbarkeit macht Feierabendplänen schnell einen Strich durch die Rechnung und ruckzuck kleben wir wieder an Bildschirmen, beantworten Mails und bleiben bis spät in die Nacht wach.

Schuld daran ist laut dem Psychologen Adam Alter, dass wir bei dem Medienkonsum neuer Technologien keine Endsignale empfangen. „Der Newsfeed läuft immer weiter, nichts hat ein Ende: Twitter, Facebook, Instagram, E-Mails, SMS, Nachrichten. Auch wenn man sich andere Quellen anguckt, geht es immer weiter und weiter.“, so Alter.[2] Befindest du dich also langfristig in einem Arbeitsverhältnis, dass von dir 100-prozentige Erreichbarkeit zu jeder Zeit erwartet, kann auch das sich sehr negativ auf deine Gesundheit auswirken.

4. Ich wär’ so gerne Millionär.

Auch wenn Geld im Job wirklich nicht alles ist: Am Ende des Tages verrichten wir trotzdem alle unsere Arbeit für eine angemessene Bezahlung, damit wir unseren Lebensstandard erhalten können. Auch deshalb ist das Gehalt meist der ausschlaggebende Faktor, der darüber entscheidet, inwieweit wir beispielsweise die schlimmen Kollegen oder die hohe Belastbarkeit des Jobs auch aushalten wollen. Problematisch hierbei ist besonders der Vergleich mit deinen Kollegen: Verdienst du in einer ähnlichen oder gleichen Position deutlich weniger, wirst du – ob du willst oder nicht – Neid und Selbstzweifel empfinden. Und auf Dauer alles andere als glücklich in deinem Job.

Übrigens: Deutsche Arbeitnehmer sind Studien zufolge mit einem Jahresgehalt von 60.000 Euro brutto am zufriedensten. Um in deine nächste Gehaltsverhandlung optimal zu starten, finde heraus wie viel du wert bist und mach auf gar keinen Fall diese Fehler.

5. Zu viel oder zu wenig?

Doch auch wenn all die oben genannten Faktoren in deinem Job positiv ausfallen, kannst du trotz netter Kollegen, tollen Vorgesetzten und fairer Bezahlung unglücklich sein. Nämlich dann, wenn du in deinem Aufgabenbereich über- oder unterfordert bist. Das Boreout-Syndrom beschreibt die totale Erschöpfung, die sich einschleicht, wenn man dauerhaft unterfordert ist: Bei der quantitativen Unterforderung fallen generell zu wenig Aufgaben an, bei der qualitativen Unterforderung kann der Mitarbeiter kaum Eigeninitiative ergreifen.

Versinkst du hingegen in an deinem Arbeitsplatz in Verantwortung, kann das zu emotionalem Stress führen und deinen Glücksspeicher leer räumen. Alles in allem gilt also: Die Mischung macht’s. Nicht jeder Arbeitgeber wird in all diesen Aspekten absolut punkten können. Trotzdem fühlst du dich in deinem Job ganz wohl, wenn sich einige Aufzählungen dieser Liste gegenseitig relativieren. Denkt nur immer daran, dass du selbst auch ein Stück weit Eigenverantwortung für dein Glück trägst. Du kannst entscheiden, wo du deine Motivation herbekommst, wie sehr du dich mit Kollegen anfreunden willst, ob du die ständige Erreichbarkeit mitmachst und für welches Gehalt du bereit bist, einen Job auszuüben. Und solltest du dich dein Job wirklich unglücklich macht, dann werde aktiv und verändere etwas an deiner Situation.

Quellen
[1] wiwo.de
[2] ted.com