Finger mit Gesichtern

„Es passt halt nicht“: Kündigen in der Probezeit

Versuch macht klug: Fast immer vereinbaren Unternehmen und Mitarbeiter eine Probezeit. Doch was tun, wenn das Brillenglas die rosarote Trübung verliert und Du schnell wieder das Weite suchen willst?

Klar ist: Ein jeder Neubeginn bringt Unsicherheiten mit sich. Das gilt auch für den Start bei einem neuen Arbeitgeber. Ob Mitarbeiter und Unternehmen zueinander passen, müssen beide ja erst noch herausfinden. Und darum folgt auf die Zusage nach dem Bewerbungsgespräch meist erst einmal eine Probezeit.

Jene Probezeit soll zeigen, ob man hält, was man im Bewerbungsgespräch angepriesen hat. Dieser Testlauf kann der Beginn einer langen Zusammenarbeit werden – oder aber ein schnelles Ende finden. Denn innerhalb der Probezeit kann das Dienstverhältnis von beiden Seiten aufgelöst werden.

Gute Gründe fürs Exen

Bloß nichts falsch machen? Extra Überstunden schieben, damit Dir ja nicht gekündigt wird? So eine Probezeit ist längst keine Zitterpartie nur für Arbeitnehmer mehr. Ganz im Gegenteil: Waren es früher oft die Unternehmen, die sich nach der Probezeit doch noch anders entschieden haben, sind es heute immer öfter die potentiellen neuen Mitarbeiter selbst, die noch in der Probezeit kündigen[1].

Für Arbeitgeber ist es bitter, wenn neue Mitarbeiter noch in der Probezeit wieder abspringen. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. In jedem Fall sind es Ursachen, die sich in den ersten Wochen am Arbeitsplatz zeigen. Ein mieses Betriebsklima offenbart sich beispielsweise erst in der Probezeit und schreckt viele neue Mitarbeiter früh ab. Aber auch, wenn die Chemie mit der vorgesetzten Führungskraft nicht stimmt, ist ein Abgang meist garantiert. Ein anderer häufiger Grund für das Abspringen der neuen Mitarbeiter ist die falsche Vorstellung vom Job – etwa wenn sich die zugeteilten Aufgabengebiete dann völlig von den Aussagen im Vorstellungsgespräch unterscheiden.

Richtig kündigen: So geht’s

Bereite Dich gut auf das Gespräch mit Deinem Chef vor. Überlege Dir vorher, wie Du Deinen Entschluss begründen möchtest. Lass Dich dabei nicht zu emotionalen Ausbrüchen verleiten. Böses Blut bringt Dich persönlich und beruflich auch nicht weiter. Willst Du für Transparenz sorgen, kannst Du hier Deinen Arbeitgeber schnell und anonym bewerten. Step 2: Weihe danach Deine neuen Kollegen ein – so können sie sich darauf einstellen, dass die neu besetzte Stelle wieder wegbricht. Nichts ist schlimmer als ein polnischer Abgang! Mit einer richtigen Verabschiedung beweist du Charakterstärke.

Befolgst Du diese Regeln, schonst Du Deine und die Nerven der anderen. Und ganz nebenbei bleibt Dein guter Ruf erhalten.

Andere Länder, andere Regeln

Deutschland, Österreich, Schweiz: Hier erfährst Du, was es bezüglich der Kündigungsfrist in der Probezeit zu beachten gilt.

Quelle: [1] heute.at