Person, die am Boden kriecht.

Das 1×1 der Kündigung: Wie kündige ich richtig?

Keine Aufstiegsmöglichkeiten, nervige Kollegen und ein unausstehlicher Vorgesetzter – das sind nur einige Gründe, die zu einer Kündigung bewegen. Du schiebst auch schon länger Frust in deinem Job und hast absolut keinen Bock mehr auf die Arbeit? Dann wird es Zeit zu neuen Ufern aufzubrechen, soll heißen: das Arbeitsverhältnis beenden. Die Reißleine ziehen. Ganz einfach: Kündigen. Nenne es, wie du willst. Wir zeigen dir, wie du deine Kündigung gut über die Bühne bringst, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen. So geht Kündigen.

5 Tipps, wie du deine Kündigung professionell durchziehst

Die innerliche Kündigung ist längst vollzogen und in deinem Kopf-Kino spielen sich dramatische Kündigungsszenen ab – „Ich kündige“, gefolgt von einem lauter Türknall! Ein unkluger Schachzug. Ein souveräner Abgang ist auf lange Sicht vorteilhaft für deine berufliche Laufbahn und die Fähigkeit, Karrierenetzwerke aufzubauen. Damit bei dem wichtigen Vorhaben nichts schief geht, zeigen wir dir, wie du dich vom alten Job mit Größe und Anstand verabschiedest und was du lieber vermeiden solltest. Hier gibt’s 5 Tipps, wie du die Kündigung in aller Herzlichkeit vollziehst.

#1 Gute Vorbereitung ist die halbe Miete

Nach einem Streit mit dem Vorgesetzten oder einer hitzigen Debatte mit dem Kollegen: Kündigung als Schnellschuss-Reaktion? Keine gute Idee. Hast du dir deine Entscheidung lange genug durch den Kopf gehen lassen? Dann geht’s ans Eingemachte. Denn auch das Kündigungsgespräch gehört vorbereitet, um einen ordentlichen Abgang zu ermöglichen. Mach dich schlau: Lies dir deinen Arbeitsvertrag nochmal durch. Welche Punkte musst du berücksichtigen? Bis wann musst du eine schriftliche Kündigung einreichen? Wie sieht es mit den Kündigungsfristen aus?

#2 Perfektes Timing

Wann du das Handtuch wirfst, bleibt einzig und allein dir überlassen. Wenn du es aber auf eine „Einvernehmliche Auflösung“ anlegst, solltest du auch den Zeitpunkt des Gesprächs gut wählen. Auf keinen Fall sollte es zwischen Tür und Angel passieren. Die freien 10 Minuten zwischen Mittagessen und dem Jahresplanung-Meeting sind nicht der optimale Zeitpunkt, um die Bombe platzen zu lassen. Du vertschüsst dich kurz vor Abgabe eines Projektes? Diese Einstellung kann einen bitteren Nachgeschmack hinterlassen und spricht sich in der Regel auch in der Branche herum.

#3 Lass den Ärger hinter dir

Dem Chef nochmal die Meinung geigen? Die Beleidigungen stecken nämlich wie ein Kloß im Hals… Wir raten dir davon ab, das Arbeitsverhältnis mit viel Drama zu beenden. Böses Blut hilft dir weder persönlich noch beruflich weiter. Wer im Affekt oder gar mit großer Wut kündigt, hinterlässt negative Assoziationen. Deshalb unser Tipp: Emotional abschließen. Das schont deine Nerven,  erspart dir eine Menge Ärger und du behältst deinen guten Ruf. Lege dir vorher Formulierungen zurecht und erläutere die Gründe deiner Kündigung, ohne dabei in Vorwürfe abzugleiten. Denk dran: Der Ton macht die Musik.

 

#4 Goodbye sagen

Wenn sich die Wege scheiden, ist’s an der Zeit sich richtig zu verabschieden. Soweit es möglich ist, solltest du deiner Firma und den Kollegen nicht im Zorn den Rücken kehren – allein aus eigenem Interesse. Denn eins steht fest: Man sieht sich immer zwei Mal im Leben. Vielleicht begegnet dir dein jetziger Kollege ja im nächsten Job als Kooperationspartner? You never know. Also lass nicht den Flurfunk für dich sprechen, sondern weihe deine Kollegen zeitnah ein. Wie du’s machst, bleibst dir selbst überlassen: Persönlich oder schriftlich. Wenn große Reden nicht dein Ding sind, dann schick eben eine Rundmail raus.

5# Der letzte Eindruck entscheidet

Im Guten gehen, so lautet die Devise. Hilf dabei das Feld für deine Nachfolge so gut wie möglich vorzubereiten: offene Baustellen aufarbeiten, wichtige Unterlagen richtig ablegen oder Checklisten schreiben. So steht einer reibungslosen Übergabe nichts im Weg.  Mit einem souveränen Abgang bleibst du nämlich positiv in Erinnerung. Diese Arbeitshaltung wird sich mit Sicherheit auch in deinem Arbeitszeugnis widerspiegeln.

 

Fhlst du dich im Job fehl am Platz? Verrate es uns auf kununu.com

6 Dinge, die du vor der Kündigung bedenken solltest

Should I stay or should I go? – vor dieser Frage stehen wir alle früher oder später im Laufe unseres Berufslebens. Und die Antwort darauf ist gar nicht so einfach. Denn auch wenn der Job aus Überzeugung gekündigt wird, kommen nicht selten hinterher Zweifel auf. Und was gibt es Schlimmeres, als sich im Nachhinein zu fragen – Hätte ich ein paar Dinge vielleicht doch anders machen sollen? Damit die Unzufriedenheit nachher nicht größer ist als zuvor: Hier sind 6 Dinge, die du vor einer Kündigung bedenken solltest.

#1 Löse Konflikte

In jedem Unternehmen entstehen hier und da Konflikte im Team. Doch egal ob mit Kollegen oder gar Vorgesetzten, man sollte zumindest immer versuchen diese zu klären. Vor allem bevor ein Arbeitsverhältnis beendet wird. Oft sind es Kleinigkeiten, die das Arbeitsverhältnis belasten. Also such das Gespräch! Denn eine klärende Aussprache schafft die besten Voraussetzungen für einen „sauberen“ Abschluss.

#2 Kenne die Ursachen

Es gibt viele Gründe für eine Kündigung. Umso wichtiger ist es deshalb, sich im Klaren zu sein, wieso man ein Arbeitsverhältnis beenden möchte. Woran ist es gescheitert? Meist ist es eine große Unzufriedenheit, die im Laufe der Zeit aus vielen kleinen Dingen entsteht. Deswegen ist es wichtig sich ganz ehrlich die Frage zu stellen: Machen mich eine Kündigung und ein neuer Job wirklich glücklicher? Nur wer genau weiß, wo die Probleme liegen, kann diese auch in Zukunft ändern und so den richtigen Arbeitgeber für sich finden.

#3 Sprich deine Wünsche aus

Es ist ärgerlich, wenn man einen Job in dem Bewusstsein hinter sich lässt, dass man viele der kleinen Probleme einfach hätte ansprechen und angehen müssen, anstatt darauf zu warten, dass sich alles von alleine ändert. Habe ich wirklich deutlich eingefordert, was mir wichtig ist? Zum Beispiel regelmäßig im Home Office zu arbeiten, Stunden zu reduzieren oder aufzustocken? Habe ich ganz klar gesagt, dass ich aufsteigen möchte oder eine Gehaltserhöhung verdiene? Oder denke ich nur, dass das allen klar sein sollte? Unser Tipp: Versuche Wünsche immer direkt auszusprechen! Denn viele bereuen nach ihrer Kündigung, diese Möglichkeit nicht genutzt zu haben.

#4 Verschwende nicht deine Zeit

Oft fällt einem erst zu spät auf, wie viel Spielraum man eigentlich gehabt hätte, mehr aus der eigenen Position zu machen. Gab es spannende Projekte oder interessante Kunden, die mir neue Möglichkeiten eröffnet oder meine schon vorhandenen Aufgaben gut ergänzt hätten? Doch statt dieses Sprungbrett zu nutzen, hast du deine Zeit frustriert und gelangweilt abgegessen und so Chancen vergeudet? Um diesen Fehler zu vermeiden, stell dir vor der Kündigung einige Fragen zu deiner aktuellen Situation und wie du diese verbessern könntest – ohne gleich davon zu laufen.

#5 Wähle den richtigen Zeitpunkt

Manchmal geht man zu früh, und manchmal hat man den Schritt endlich gewagt und bereut nur mehr, dass man das nicht schon viel früher gemacht hat. Das Leben ist definitiv zu kurz für einen Job, der dich unglücklich macht! Hast du dir deine Entscheidung lange genug durch den Kopf gehen lassen? Dann wird es Zeit, sich selbst mehr Vertrauen entgegen zu bringen und den Schritt zu wagen. Doch bewahre dich selbst auch davor impulsiv und überstürzt eine Entscheidung zu treffen. Eine Kündigung sollte weder zu kurzfristig und unüberlegt, noch nach zu langer Zeit der Unzufriedenheit erfolgen.

#6 Prüfe das neue Jobangebot genau

Wer mit der Aussicht auf ein neues Jobangebot den alten Arbeitsplatz hinter sich lässt, sollte sich trotzdem gut mit der potenziellen neuen Stelle auseinandersetzten. Denn auch hier stellt sich die Frage: Ist das wirklich, was ich will? Ist das eine Position oder ein Unternehmen, mit dem ich den nächsten Schritt in die richtige Richtung mache? Oder ist die Kündigung nur Mittel zum Zweck, um den Absprung machen zu können? Beides kann natürlich ein Argument für einen neuen Job sein, nur sollte man sich ehrlich damit auseinandersetzen, um hinterher nicht unglücklicher zu sein als zuvor.

Dein Job ist eine Sackgasse?

Hier geht’s zu den lustigsten Kündigungen

Kündigungsschreiben: Worauf kommt es an?

Wenn du dich dazu entschlossen hast, dein Arbeitsverhältnis zu beenden, gilt es ein paar formale Vorgaben zu beachten. Denn um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, ist es wichtig alles richtig zu machen. Sonst könnte die Kündigung unwirksam sein und sogar vom Arbeitgeber angefochten werden. Wir zeigen dir deshalb, worauf es bei einem Kündigungsschreiben ankommt.

Halte dich an diese Regeln

Regel Nummer eins: Sprich zu allererst mit deinem Chef, bevor du deine Kündigung verfasst. So vermeidest du, dass dein Arbeitgeber sich von einer plötzlichen Kündigung überrumpelt fühlt. Auch wenn das Ende des Arbeitsverhältnisses somit mündlich kommuniziert wurde, muss eine Kündigung immer schriftlich erfolgen. Erst durch das schriftliche Einreichen und deine Unterschrift, ist die Kündigung wirksam. Besonders wichtig ist bei einer Kündigung das Einhalten der Fristen. Einen Überblick der wichtigsten Fristen in Deutschland, Österreich und der Schweiz findest du gleich im Anschluss.

Bestehe auf ein Arbeitszeugnis

In deinem Kündigungsschreiben kannst du auch auf ein Arbeitszeugnis bestehen. Dein Arbeitgeber ist dazu verpflichtet nur Formulierungen zu verwenden, die auch berufsfördernd sind. Falls du dennoch Zweifel hast, zeigen wir dir hier wie du die Phrasen in deinem Dienstzeugnis entschlüsselst. Deshalb empfiehlt es sich auch bis zu deinem letzten Arbeitstag noch engagiert zu sein. Du wirst sehen, deine Mühe wird sich in deinem Zeugnis widerspiegeln.

 

Ein Muster für ein Kündigungsschreiben von bewerbung.com findest du hier:

Andere Länder, andere Regeln: Kenne deine Kündigungsfristen als Arbeitnehmer

Mehr Kohle, mehr Selbstbestimmung, mehr Weiterbildungsmöglichkeiten: nur drei Gründe, um einen neuen Job zu suchen. Also direkt kündigen? Halt, nicht so schnell. Von heute auf morgen alles hinschmeißen, geht nicht. Denn jeder Fehler bei der Kündigung kann dich viel Geld kosten. Und da kommt das leidige Thema Kündigungsfristen ins Spiel. Wie sieht es genau damit aus? Welche Termine musst du genau einhalten? Wir verraten dir, worauf es ankommt, wenn du dich selbst vom Arbeitgeber verabschiedest. Stichwort: Arbeitnehmerkündigung.

Kündigungsfristen in Österreich

Kündigen kannst du als Arbeitnehmer nur ein unbefristetes Dienstverhältnis. Hast du ein befristetes Dienstverhältnis, kannst du nur dann kündigen, wenn du dies mit deinem Arbeitgeber so vereinbart hast. Die jeweiligen Fristen und Termine ergeben sich in Österreich für Angestellte aus dem Angestelltengesetz (AngG) und für Arbeiter, die unter die Gewerbeordnung(GewO) fallen, aus dieser. Doch was bedeutet das genau? Wir bringen Licht ins Dunkel.

Wenn du als Angestellter kündigst

Die Goldene Regel: Die Kündigungsfrist für dich als Angestellter in Österreich beträgt normalerweise 1 Monat. Ausnahmen gelten dann, wenn dein Dienstvertrag oder Kollektivvertrag eine andere Regelung vorsieht. Üblich ist etwa, dass Führungskräfte Kündigungsfristen von 3 oder 6 Monaten einhalten müssen. Deine Kündigungsfrist als Arbeitnehmer darf vom Arbeitgeber auf maximal 6 Monate verlängert werden – allerdings nur dann, wenn sich dadurch gleichzeitig die Kündigungsfrist durch den Arbeitgeber verlängert. Während einer vereinbarten Probezeit (Dauer: maximal 1 Monat, bei Lehrlingen 3 Monate) kannst du dein Dienstverhältnis jederzeit ohne Kündigungsfrist auflösen.[1]

Kündigen kann man, sofern nicht anders vereinbart, jeweils mit Monatsletzten. Allerdings ist eine vertragliche Vereinbarung für den 15. des Monats auch zulässig. Du kannst auch früher tschüss sagen, allerdings jeweils für den Monatsletzten. Beispiel: Du hast 1 Monat Kündigungsfrist und möchtest mit 30.04. dein Dienstverhältnis beenden. Kündigen musst du dann spätestens am 31.03. Du kannst aber auch schon am 25.3. den 30.04. als Kündigungstermin bekannt geben.

Wenn du als Arbeiter kündigst

Die Kündigungsfrist für dich als Arbeiter (sofern du der Gewerbeordnung unterliegst), in der Regel 14 Tage. Das heißt, du hast 2 Wochen Zeit, dir deine Entscheidung durch den Kopf gehen zu lassen. Aber Achtung: Die 14-tägige Kündigungsfrist kann im Kollektivvertrag, in einer Betriebsvereinbarung oder im Einzelvertrag auch zu deinen Ungunsten geändert werden. Wichtig ist: Die Kündigungsfirst muss für dich als Arbeitnehmer gleich sein wie für den Arbeitgeber. Lass dich also nicht für blöd verkaufen.

Negative Folgen bei Nichtbeachtung der Kündigungsfristen

Wenn du dich nicht an die Kündigungsfristen hältst und dem Unternehmen frühzeitig den Rücken kehrst, kann dies negative Folgen haben. Du kannst beispielsweise deinen Anspruch auf Sonderzahlungen oder Urlaubsersatzleistungen für das laufende Jahr verlieren. Achtung: Wenn du als Arbeitnehmer kündigst, hast du 4 Wochen lang keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Ausnahmen gibt es dann, wenn „berücksichtigungswürdige Gründe“ vorliegen. Viele Vorgesetzte finden nämlich: Reisende soll man nicht aufhalten. Sie sind oft bereit das Arbeitsverhältnis einvernehmlich zu lösen. Dann hast du sofort nach Beendigung des Dienstverhältnisses Anspruch auf Arbeitslosengeld. Nähere Informationen erhältst du bei der Arbeiterkammer.

Kündigungsfristen in Deutschland

Hire & Fire? Zum Glück nicht in Deutschland. Hier können Arbeiter und Angestellte jeweils zum 15. oder zum Monatsletzten unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 4 Wochen kündigen, außer dein Vertrag sieht andere Regelungen vor. [2]  Dir bleibt also genug Zeit, deine Sachen zusammenzupacken und dich auf die anstehende Veränderung vorbereiten.

Anspruch auf Arbeitslosengeld? Dieser besteht grundsätzlich nur dann, wenn du unfreiwillig arbeitslos geworden bist. Andernfalls ist eine Sperrzeit von bis zu 12 Wochen möglich. Kündigst du also freiwillig, kommt es zu einer Sperrzeitprüfung,  die nachprüfen soll, ob ein wichtiger Grund für deine Kündigung vorliegt. Arztatteste über jobbedingte gesundheitliche oder psychische Beschwerden können dafür ebenso gelten wie der Umzug zum Ehepartner in eine andere Stadt. Kürzere Fristen sind nur bei Aushilfskräften (max. 3 Monate Beschäftigungsdauer) und bei Unternehmen mit höchstens 20 Mitarbeitern zulässig. Beim Kündigen in der Probezeit gelten andere Kündigungsfristen. Nach Ablauf der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von 4 Wochen, außer dies wurde im Dienstvertrag anders vereinbart.[3] 

Kündigungsfristen in der Schweiz

Gute Nachricht vorab: Die Kündigungsfristen sind in der Schweiz für Arbeitnehmer und Arbeitgeber einheitlich geregelt. Im ersten Jahr beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist 1 Monat, bis zum 9. Jahr der Beschäftigung 2 Monate und danach 3 Monate. [4] Beispiel erforderlich? Ein Arbeitnehmer im 3. Dienstjahr möchte mit 30.6. das Unternehmen verlassen. Da die Kündigungsfrist vertraglich nicht anders geregelt wurde, gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 2 Monaten. Der Arbeitnehmer muss also spätestens am 30.4. seine Kündigung bekanntgeben. Erreicht seine Kündigung per Post den Arbeitgeber erst am 1.5., so kann er erst mit 31.7. aus dem Unternehmen ausscheiden. A-u-t-s-c-h. Die Gehirnzellen aktivieren und eine kleine mathematische Vorberechnung können dir hier Zeit und Nerven ersparen.

Wie immer: Ausnahmen gelten dann, wenn die Kündigungsfristen im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) anders geregelt wurden. Auch beim Kündigen in der Probezeit gelten andere Regelungen. In dieser Zeit müssen 7 Tage Kündigungsfrist eingehalten werden. Montag, Dienstag, Mittwoch …. – gekündigt werden darf an jedem beliebigen Tag. [5] Kündigen kann man jeweils zum Monatsende, ausser dies wurde vertraglich anders vereinbart. Sofern alle weiteren Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, hat ein Arbeitnehmer in der Schweiz (anders als etwa in Österreich oder Deutschland) dann ohne Sperrzeit Anspruch auf Arbeitslosengeld, wenn er freiwillig kündigt. Lediglich Taggeldkürzungen sind bei selbst verschuldeter Arbeitslosigkeit möglich.

Kündigung per Brieftaube?

Prinzipiell steht es dir offen, wie du kündigst: Sowohl mündlich als auch schriftlich ist möglich. Aber unser Tipp: Schwarz auf Weiß ist besser – aus Beweisgründen. Fax, E-Mail oder eine Whatsapp-Nachricht genügen nicht. Überbringst du dein Kündigungsschreiben persönlich, beginnt die Frist ab sofort zu laufen. Tick, Tack, Tick, Tack … Wenn du dich für eine Kündigung per Post entscheidest, solltest du die Zeit mitberücksichtigen, bis der Brief seinen Empfänger erreicht hat. Um auf Nummer sicher zu gehen, kannst du deine Kündigung per Einschreiben verschicken. Die Kündigungsfrist beginnt erst dann zu laufen, wenn die Kündigung beim Arbeitgeber eingelangt ist.

Infografik Kündigungsfristen 2018

*Ausnahmen gelten dann, wenn die Kündigungsfristen im Kollektivvertrag oder Gesamtarbeitsvertrag anders geregelt wurden.

 

Plötzlich ohne Job: Warum eine Kündigung auch positive Seiten hat

Kündigung, und nun? Egal, ob die Reißleine eigenhändig gezogen wurde oder einen der Arbeitgeber vor die Tür gesetzt hat, sieh es positiv. Jetzt ist es ohnehin zu spät, an der Entscheidung zu rütteln. Tu dir einen Gefallen und verzichte auf die anstrengende Achterbahnfahrt der Gefühle. Wir zeigen dir 5 positive Dinge an einer Kündigung.

#1 Was du schon immer machen wolltest

Zwischen Kündigung und beruflichem Neustart liegt meist eine verdiente Schaffenspause. Verschwende die wertvolle Zeit bloß nicht damit, deinem alten Job nachzutrauern. Blick nach vorne: Du machst jetzt genau das, was du all die Male, in denen du tagträumerisch im Büro gesessen hast, machen wolltest. Hau’ die Abfindung für deine Traumreise auf den Kopf, schlafe jeden Tag aus oder verbringe endlich mehr Zeit mit der Familie. Nutze die Zeit und entrümple dein Leben von Altlasten, die sich über die Jahre angehäuft haben. Ganz egal, aber mach!

#2 Der perfekte neue Arbeitgeber

Falls du nach deiner Kündigung noch keinen neuen Job in Aussicht hast, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, neue Prioritäten zu setzten. Was sind „Must-haves“ deines zukünftigen Arbeitgebers? Was die größten Störfaktoren? Du bist jetzt eine Erfahrung reicher und weißt, was dir ein Arbeitgeber bieten muss, damit du dich wohlfühlst – auch was das Gehalt angeht. Mit einer solchen Liste im Gepäck ist die beruflicher Neuorientierung zwar immer noch kein Kinderspiel, effizienter aber allemal.

#3 Lerne aus deinen Fehlern

Die Frage, warum es letztendlich zur Kündigung gekommen ist, kann nicht immer eindeutig beantwortet werden. Meist ist es eine Kombination von Faktoren, die den Ausschlag gibt. Verabschiede dich von unnötigen Gedankenspielen à la „was wäre, wenn …?“, sondern überlege, was du als Angestellter in Zukunft anders machen möchtest. Wie schaffst du eine bessere Work-Life-Balance? Wann solltest du besser den Mund aufmachen? Wie möchtest du von deinen Kollegen gesehen werden? So weißt du, worauf es bei deinem nächsten Karriereschritt zu achten gilt. Und vielleicht findest du ganz nebenbei ein paar Dinge, für die du dich selbst kicken würdest.

#4 Lebenslauf 2.0

Du willst dich beruflich neu orientieren oder hast Schwierigkeiten mit den Anforderungen deines Traumjobs? Dann wird es Zeit deinen Lebenslauf gehörig aufzupolieren. Nimm an Weiterbildungen und Kursen teil, die dir beim Sprung auf die nächste Sprosse der Karriereleiter hilfreich sind. So zeigst du Engagement und verleihst deinem Lebenslauf das gewisse Etwas, das die anderen Bewerber aussticht. Außerdem erfährst du, ob du überhaupt geeignet bist. Sieh es positiv: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

#5 Traumstart

Wer sich nicht kopfüber ins nächste Berufsabenteurer stürzt und vor dem Jobantritt noch etwas Zeit hat, kann seinen Neustart in Ruhe planen. Neues Business-Outfit, frischer Haarschnitt – alles kein Problem und ganz ohne Stress. Häufig haben neue Mitarbeiter auch die Möglichkeit, die zukünftigen Kollegen bei einem Team-Event kennenzulernen. Falls das nicht der Fall ist, kannst du selbst anbieten, vorab schon mal vorbeizuschauen. Mit einem Kuchen im Gepäck ist das Eis auf jeden Fall gebrochen. Also, mach den Weg frei für deinen Traumstart.

Quellen:

[1] help.gv.at
[2][3]hk24.de
[4][5] gaav.de

Fehlende dir Freiheiten im Job?

Abgang mit Stil: Die lustigsten Kündigungen

Innerlich hast du bereits mit deinem Job abgeschlossen? Und deinen Abgang hast du auch schon genauesten geplant – zumindest in deiner Vorstellung? Dann ist es Zeit zu gehen. Endlich raus, den Schreibtisch räumen, den Kollegen und Vorgesetzten noch ein letztes Mal verstohlen zu lächeln, in dem Wissen nie wieder einen Fuß in diesen Saftladen zu setzen. Lehn dich zurück und lerne von den Besten, denn hier folgt eine Auswahl an besonders – nenn wir es – kreativen Kündigungen. (Warnung: Nachahmung auf eigene Gefahr!)

 

Dieser Barista hat die Nase voll und hat sich für seinen Abgang etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Er singt seine Kündigung – gemeinsam mit einem Barbershop-Quintett.

 

 

Wer seinen Abgang auch musikalisch verkünden, aber nicht singen möchte: Wie wär’s mit einer Playlist?

Auch dieser Hotelangestellte hatte genug von miesen Arbeitsbedingungen und teilte seinem Chef mit Pauken und Trompeten seine Kündigung mit – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

 

„Scheiß drauf, ich bin weg!“, dachte sich diese Damen und verkündete ihre Botschaft mit einem Kuchen. Das kann einem der Chef doch gar nicht übel nehmen, oder?

 

Und hier ein Zusammenschnitt der besten Kündigungsvideos aus dem Netz:

 

Wo brennt's bei deinem Arbeitgeber? Verrate es uns auf kununu.com