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Arbeitsrecht: Das ändert sich für Arbeitnehmer:innen 2026 in Deutschland

Ab 2026 stehen einige Änderungen im Arbeitsrecht an! Das Entgelttransparenzgesetz der EU sorgt für mehr Lohngleichheit, während über steuerfreie Überstunden diskutiert wird. Der 8-Stunden-Tag könnte flexibler werden, und auch Brückentage rücken in den Fokus.

Der Mindestlohn steigt auf 13,90 Euro, und die Minijob-Grenze wird angehoben. Für Rentner:innen wird der Zuverdienst attraktiver, aber auch die Beitragsbemessungsgrenzen steigen.

Wichtig: Mutterschutz gilt nun auch bei Fehlgeburten nach der 12. Woche. Schwerbehinderte müssen sich auf einen späteren Renteneintritt einstellen. Es tut sich also einiges – informiere dich, was dich betrifft!

Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD nimmt hinsichtlich ihrer Arbeit langsam Fahrt auf. Viele der Regelungen, die ab dem 1. Januar 2026 für Arbeitnehmer:innen in Deutschland gelten sollen, wurden jedoch noch von der vorherigen Ampel-Regierung beschlossen. Aber lies doch am besten selbst, welche Aspekte dich betreffen könnten!

Du wohnst in Österreich oder der Schweiz? Dann findest du die relevanten Informationen für dein Land hier:

Entgelttransparenzgesetz auf EU-Ebene kommt auch nach Deutschland

Die Europäische Union führt schrittweise einheitliche Standards für Lohntransparenz ein. Ab 7. Juni 2026 wird das beschlossene Entgelttransparenzgesetz auch in Deutschland voll wirksam.

Unternehmen müssen im Zuge dessen klarer kommunizieren, wie sich Gehälter zusammensetzen und welche Gehaltsbandbreite für bestimmte Positionen gilt. Gleichzeitig müssen Arbeitgeber nachweisen können, dass Männer und Frauen für gleichwertige Arbeit gleich vergütet werden. Wenn du bisher das Gefühl hattest, dass dein Gehalt im Branchenvergleich oder im Verhältnis zu Kolleg:innen nicht nachvollziehbar ist, bekommst du künftig bessere Einblicke und kannst dich in rechtlicher Hinsicht auf die EU-Richtlinie beziehen.

Wir von kununu haben uns Entgelttransparenz längst auf die Fahnen geschrieben und sorgen mit dem kununu Gehaltscheck für mehr Fairness am Arbeitsmarkt.

Brückentage: Das ändert sich 2026 bei deinen Urlaubstagen

Deutsche Arbeitnehmer:innen haben einen Urlaubsanspruch von 20 Tagen, bei den meisten sind es mehr. Was aber tun, wenn du 2026 größere Pläne hast und dir dein Anspruch partout nicht ausreicht? Glücklicherweise ändern sich im nächsten Jahr nicht nur solche Dinge wie die Höhe bestimmter Abgaben, sondern auch die Lage der potentiellen Brückentage. Und aus diesen kannst du mit unseren Tipps das Maximum an Urlaub herausholen. So geht’s!

  • Arbeitsalltag

Brückentage 2026: der kununu Urlaubsplaner für Deutschland

Deine Urlaubstage reichen einfach nicht aus? Dann baue deinen Urlaub mit Brückentagen aus und hole das meiste aus deinem Urlaubskonto raus. Wir zeigen dir, welche Tage 2026 wunderbar als Brückentage in Frage kommen.

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Feiertage in Deutschland 2026

Feiertage in Deutschland sind größtenteils nicht landesweit einheitlich geregelt sondern vom Bundesland abhängig. Wir zeigen dir alle Feiertage in Deutschland, welches Bundesland die meisten Feiertage hat und wie die Feiertage 2026 fallen.

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Feiertage im Saarland 2026

Welche gesetzlichen Feiertage gelten im Saarland – und wann lohnt es sich, Urlaub zu nehmen? Wir zeigen dir alle Feiertage 2026!

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Feiertage in Baden-Württemberg 2026

Welche Feiertage gelten in Baden-Württemberg? Und auf welches Datum fallen sie dieses Jahr? Wir haben einen Plan für dich.

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Feiertage in Bayern 2026: Alle Termine und Besonderheiten

Wie fallen die Feiertage in Bayern 2026? Wie viele Feiertage hat Bayern? Wir verraten es dir hier.

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Feiertage in Berlin 2026

Welche Feiertage Berlin 2026 bereithält, wann Ruhe geboten ist und wie du das Maximum aus deinen Urlaubstagen herausholst, erfährst du hier.

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Feiertage in Brandenburg 2026

Wie fallen die Feiertage in Brandenburg in 2026? Wie viele Feiertage hat Brandenburg? Wir verraten es dir hier.

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Feiertage in Bremen 2026

Zwar hat Bremen weniger Feiertage als andere Bundesländer, aber 2026 liegen einige davon sehr günstig. Vor allem rund um Neujahr, Ostern, Himmelfahrt und Weihnachten lohnt es sich, Urlaubstage geschickt zu platzieren.

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Feiertage in Hamburg 2026

Zwar hat Hamburg weniger Feiertage als andere Bundesländer, aber 2026 liegen einige davon sehr günstig. Vor allem rund um Neujahr, Ostern, Himmelfahrt und Weihnachten lohnt es sich, Urlaubstage geschickt zu platzieren.

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Feiertage in Hessen 2026

Wie fallen die Feiertage 2026 in Hessen? Gerade weil es recht wenige sind, solltest du sie genau auf dem Schirm haben.

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Feiertage in Mecklenburg-Vorpommern 2026

Wie fallen die Feiertage in MeckPomm 2026? Wie viele Feiertage gibt es? Wir verraten es dir hier.

Graphik Feiertage NRW
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Feiertage in NRW 2026

Alle Feiertage 2026 in Nordrhein-Westfalen im Überblick. Plus Brückentage!

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Feiertage in Niedersachsen 2026

Welche gesetzlichen Feiertage gelten in Niedersachsen – und wann lohnt es sich, Urlaub zu nehmen? Wir zeigen dir alle Feiertage 2026!

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Feiertage in Rheinland-Pfalz 2026

Welche Feiertage gelten in Rheinland-Pfalz – und wann lohnt sich ein Brückentag? Wir zeigen dir alle gesetzlichen Feiertage 2026.

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Feiertage in Sachsen 2026

Welche besonderen Feiertage gibt es in Sachsen – und wann lohnt es sich, Urlaub zu nehmen? Wir zeigen dir alle Feiertage 2026!

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Feiertage in Sachsen-Anhalt 2026

Welche besonderen Feiertage gibt es in Sachsen-Anhalt – und wann lohnt es sich, Urlaub zu nehmen? Wir zeigen dir alle Feiertage 2026!

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Feiertage in Schleswig-Holstein 2026

Welche besonderen Feiertage gibt es in Schleswig-Holstein – und wann lohnt es sich, Urlaub zu nehmen? Wir zeigen dir alle Feiertage 2026!

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Feiertage in Thüringen 2026

Welche besonderen Feiertage gibt es in Thüringen – und wann lohnt es sich, Urlaub zu nehmen? Wir zeigen dir alle Feiertage 2025–2026!

Mindestlohn steigt erneut – genauso wie der Grundfreibetrag

Seit der Corona-Krise steigen Mindestlohn und steuerliche Freibeträge jährlich – so auch 2026. Der Mindestlohn beträgt ab 1. Januar 2026 13,90 Euro. Das dürfte vor allem Beschäftigte in klassischen Niedriglohnbranchen entlasten. Parallel dazu erhöht sich der Grundfreibetrag in der Einkommensteuer von 12.096 Euro für Ledige (2025) auf 12.348 Euro im Jahr 2026. Verheiratete erhalten einen Grundfreibetrag von 24.696 Euro.

Arbeitnehmer:innen mit Kind profitieren 2026 zudem von einer Anhebung des Kinderfreibetrags auf 3.414 Euro. Bei verheirateten Arbeitnehmer:innen steigt der Freibetrag auf 6.828 Euro.

Anhebung der Minijob-Grenze

Minijobber:innen erhalten im Jahr 2026 in finanzieller Hinsicht gute Nachrichten. Die Verdienstgrenze für Minijobs wird angehoben und steigt von 556 Euro (2025) auf 603 Euro (2026). Das soll die flexiblen Beschäftigungsverhältnisse attraktiver machen und gleichzeitig den steigenden Lebenshaltungskosten Rechnung tragen.

Hast du mit deinem Minijob am Grenzlimit gearbeitet? Dann kannst du ab 1. Januar 2026 mehr verdienen, ohne in die Steuerpflicht zu rutschen. Arbeitgeber:innen sind weiter verpflichtet, die Beschäftigung korrekt anzumelden und die Sozialabgaben abzuführen.

Tipp: Mehr Infos zu lohnenswerten Minijobs für Azubis findest du auf kununu News.

Aktivrente: Zuverdienst für Senior:innen wird attraktiver

Du bist in Rente oder stehst kurz vor dem Ruhestand und vermisst beispielsweise deine alte Tätigkeit oder deine Kolleg:innen? Mit der sogenannten Aktivrente will Deutschland erstmals einen klaren Anreiz schaffen, auch im Ruhestand flexibel weiterzuarbeiten.

Senior:innen dürfen künftig deutlich mehr dazuverdienen, ohne dass ihre Rentenansprüche gekürzt werden. Bis zu 2.000 Euro im Monat und 24.000 Euro im Jahr sind dabei steuerfrei möglich. Wichtig ist nur, dass dein Job sozialversicherungspflichtig ist.

Beitragsbemessungsgrenzen für Kranken- und Rentenversicherung werden angepasst

2026 werden die Beitragsbemessungsgrenzen in der Kranken- und Rentenversicherung erneut angehoben. Daraus ergeben sich vor allem für diejenigen, die überdurchschnittlich verdienen, höhere Sozialversicherungsbeiträge. Die Grenzen bestimmen unter anderem, bis zu welchem Einkommen Beiträge überhaupt fällig werden. Wenn du nahe an diesen Grenzen liegst, kann es sein, dass du ab 2026 mehr zahlen musst.

Die neuen Beitragsbemessungsgrenzen

Bei gesetzlich krankenversicherten Arbeitnehmer:innen wird sich die Beitragsbemessungsgrenze 2026 auf jährlich 69.750 Euro bzw. 5.812,50 Euro im Monat erhöhen. Die Grenze lag 2025 noch bei 66.150 Euro im Jahr bzw. 5.512,50 Euro im Monat. Außerdem verschiebt sich ab 1. Januar 2026 die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung auf jährlich 77.400 Euro bzw. monatlich 6.450 Euro. 2025 belief sie sich auf 73.800 Euro bzw. 6.150 Euro im Monat.

Zugleich wird die Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung von 8.050 Euro (2025) auf 8.450 Euro im Monat steigen.

Mutterschutz bei Fehlgeburten

Das Jahr 2026 ist das erste, in dem von Beginn an das Recht auf Mutterschutz bei Fehlgeburten besteht. Der Mutterschutz wird nach einer erfolgreichen Petition und einem daraus resultierenden Gesetzesbeschluss ausgeweitet und gilt künftig bei Fehlgeburten nach der zwölften Schwangerschaftswoche. Das bedeutet, dass betroffene Arbeitnehmerinnen Anspruch auf eine Schutzfrist haben, ohne arbeiten zu müssen und ohne finanzielle Nachteile. Ab der 13. Woche stehen von einer Fehlgeburt betroffenen Frauen zwei Wochen Mutterschutz zu. Ab der 17. Schwangerschaftswoche steigt der Anspruch auf sechs, ab der 20. auf acht Wochen. Article Slider

Die neue Regelung schließt eine lang kritisierte Lücke und soll sicherstellen, dass Frauen in dieser emotional und körperlich belastenden Situation Zeit und Unterstützung bekommen.

Späterer Renteneintritt für Schwerbehinderte

Es war ein Schock für viele Menschen mit Schwerbehinderung. Die Altersgrenze für einen frühzeitigen abschlagsfreien Renteneintritt ab 62 Jahren wird ab 2026 nach unten korrigiert. Wurdest du nach dem 1. Januar 1964 geboren, kannst du nur noch mit 65 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Die Rente kannst du trotzdem mit 62 Jahren antreten, musst dann aber einen Abschlag in Höhe von 10,8 Prozent in Kauf nehmen. Ziel ist es, die Rentensysteme langfristig zu entlasten.

Lass dich am besten beraten, ob und wie du in deinem individuellen Fall abschlagsfrei in Rente gehen kannst. Die Übergangsfristen sind mitunter komplex und ein falsch gewählter Rentenzeitpunkt kann langfristige finanzielle Nachteile bedeuten.

Einige Änderungen sind noch nicht umgesetzt, aber im Gespräch. Damit du jetzt schon Bescheid weißt, kommen hier zwei Debatten rund um die Anzahl deiner Arbeitsstunden.

Steuerfreie Überstunden: Mehr Geld für dich?

Noch ist nichts beschlossen, doch die Bundesregierung fordert: Arbeit soll sich wieder mehr lohnen. Dafür sollen Zuschläge auf Überstunden steuerfrei werden. Dabei handelt es sich ursprünglich um Entlastungsmaßnahmen der Ampel-Regierung. Voraussichtlich 2026 soll das passende Gesetz dazu beschlossen werden.

Ob du davon profitierst, hängt davon ab, wie viele Überstunden du tatsächlich leistest und ob dein Arbeitgeber diese korrekt dokumentiert. Wenn die Regelung kommt, könnte das bedeuten, dass ein Teil deiner Mehrarbeit finanziell stärker bei dir ankommt. Doch auch hier gibt es kritische Stimmen. Die Hans-Böckler-Stiftung gibt in einer Studie an, dass nur 1,4 Prozent der Arbeitnehmer:innen tatsächlich von steuerfreien Überstundenzuschlägen finanziell profitieren könnten.

8-Stunden-Tag soll möglicherweise gelockert werden

Was lange undenkbar schien, soll gemäß der Pläne der Bundesregierung bald Realität werden. Die starre Vorgabe des klassischen 8-Stunden-Arbeitstages soll wegfallen. Stattdessen soll eine wöchentliche Arbeitszeitobergrenze zur flexiblen Alternative werden.

Du könntest dann an einzelnen Tagen länger arbeiten, solange deine Gesamtarbeitszeit pro Woche eingehalten wird und Ruhezeiten gewährleistet bleiben. Im Gespräch sind bis zu 10 Stunden. Befürworter:innen sehen darin mehr Freiheit, Kritiker:innen warnen vor potenzieller Ausbeutung am Arbeitsmarkt. Bisher ist aber noch nicht klar, ob der 8-Stunden-Tag noch 2026 wegfallen wird. Innerhalb der Gewerkschaften lehnt jedenfalls ein Großteil der Arbeitnehmer:innen den Vorstoß klar ab.