Ausbildung zum Industriekaufmann

Industriekaufmann / Industriekauffrau: die passende Ausbildung für dich?

Du bist kommunikativ, hast aber auch ein gutes Händchen für Zahlen? Der Kontakt mit Menschen fällt dir leicht, egal ob am Telefon oder persönlich? Du hast keine Scheu vor dem Computer, Word und Excel beherrscht du mit links? Dann werde doch Industriekaufmann bzw. Industriekauffrau! Wir haben alle Infos, von der Ausbildung bis zum Gehalt.

Die Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau dauert in Deutschland, Österreich und der Schweiz je 3 Jahre. In der Schweiz unterscheidet man zwischen Kaufmann bzw. Kauffrau EFZ Maschinen-, Elektro-, Metallindustrie oder Nahrungsmittel-Industrie. In Deutschland gibt es auch Ausbildungen mit Zusatzqualifikation Internationales Wirtschaftsmanagement mit Fremdsprachen. Die Ausbildung erfolgt in der Regel dual, was bedeutet, dass du die meiste Zeit in einem Ausbildungsbetrieb verbringst, aber auch zur Berufsschule gehst. Wenn du einen Ausblick bekommen möchtest, was dich als Azubi bzw. Lehrling erwartet, schau dir doch das folgende Video an:

Ausbildung Industriekaufmann/ Industriekauffrau – was dich erwartet

Während deiner Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau lernst du kaufmännische Tätigkeiten kennen, die in einem Industriebetrieb anfallen, vom Schriftverkehr über die Rechnungslegung bis hin zum Erstellen von Auswertungen und Statistiken. Eingesetzt werden kannst du von der Verwaltung über die Produktion bis hin zur Kundenbetreuung. In der Materialverwaltung kümmerst du dich beispielsweise um die Kommunikation bzw. um Verhandlungen mit Lieferanten. Du holst also etwa Angebote ein oder wickelst Bestellungen und die Warenannahme ab. Du kannst aber auch im Bereich Marketing & Vertrieb eingesetzt werden, wo du neue Kunden akquirierst, bestehende Kunden betreust oder Marketingaktivitäten setzt. Auch in der Personalabteilung werden Industriekaufleute gebraucht. Dann kümmerst du dich beispielsweise um die Lohnverrechnung oder den Bedarf an neuem Personal. Du siehst, die Aufgabenbereiche eines Industriekaufmanns bzw. einer Industriekauffrau sind sehr vielseitig.

Gehalt als Industriekaufmann/ Industriekauffrau

Wer in einem Betrieb eine Ausbildung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau macht, erhältst auch eine Ausbildungsentschädigung. Die folgende Tabelle zeigt, mit welchen Summen du in etwa rechnen kannst:

 Deutschland*Österreich**Schweiz***
1. Ausbildungsjahr718-781 €518-742 €700-750 SFr.
2. Ausbildungsjahr769-832 €671-997 €930-959 SFr.
3. Ausbildungsjahr827-898 €817-1.240 €1'250-1'450 SFr.

Quellen:
* Berufenet der Bundesagentur für Arbeit, Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), 2011
** Ewaros, kollektivvertragliche Mindestsätze für Lehrlingsentschädigungen
*** Lohnrichtwerte Gewerbeverband Basel, 2011Nach der Lehre kannst du in Österreich mit einem durchschnittlichen Einstiegsgehalt von 1.645 Euro rechnen (laut AMS-Gehaltskompass). Für ausgelernte Kaufleute werden in der Schweiz 4’200 SFr. empfohlen (laut Gewerbeverband Basel-Stadt). Die tarifliche Grundvergütung in Deutschland beträgt für Industriekaufmänner bzw. Industriekauffrauen je nach Branche zwischen 1.572 und 2.712 Euro (laut WSI-Tarifarchiv).

Aufstiegschancen

Durch die Ähnlichkeit zum Lehrberuf ersetzt die Lehrabschlussprüfung zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau in Österreich übrigens auch die Lehrabschlussprüfung zum Bürokaufmann bzw. zur Bürokauffrau. In Deutschland kann als Weiterbildung eine Ausbildung zum/zur Fachkaufmann/frau oder Fachwirt/in in Betracht gezogen werden. In Österreich ist etwa ein Fachhochschulstudium (z.B. Produktion und Management oder Produktionstechnik und Organisation) möglich. Mit Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium (z.B. Wirtschaftswissenschaften) eine Option. Wer  sich in der Schweiz weiterentwickeln möchte, kann z.B. die Berufsprüfung oder Höhere Fachprüfung ablegen, etwa zum/zur (Dipl.) Aussenhandelsleiter/in, eine Höhere Fachschule (Dipl. Betriebswirtschafter/in HF) oder eine Fachhochschule besuchen (z.B. Betriebsökonomie).

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