Brutto zu Netto berechnen: So viel Nettogehalt bleibt 2026 übrig
Brutto und Netto – Begriffe, die jeder kennt, aber was steckt wirklich dahinter? Brutto ist dein Gehalt vor Abzug von Steuern und Sozialabgaben, netto das, was am Ende auf deinem Konto landet. Die Differenz hängt von Faktoren wie Steuerklasse, Kirchenzugehörigkeit und Bundesland ab.
Die Berechnung von Brutto zu Netto erfolgt über Formeln, die Steuern (Lohn-, Kirchensteuer, Soli) und Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosenversicherung) berücksichtigen. Diese variieren je nach Land und persönlicher Situation.
Im Vergleich Deutschland, Österreich und Schweiz bleibt in der Schweiz tendenziell mehr vom Brutto übrig. Für eine genaue Berechnung hilft ein Brutto-Netto-Rechner.
Das Jobangebot sagt 52.000 Euro brutto. Klingt solide. Aber dann kommt der erste Gehaltszettel – und die Zahl, die da draufsteht, sieht irgendwie eine ganze Ecke kleiner aus.
Zwischen dem, was im Vertrag steht, und dem, was auf deinem Konto landet, liegen Lohnsteuer, Sozialabgaben und ein paar weitere Posten. Wer das System versteht, verhandelt besser und liest den Gehaltszettel mit einem anderen Blick. Wir sagen dir, was genau eigentlich der Unterschied zwischen Netto und Brutto ist, wie du dir die Begriffe merkst und wie du dein Nettogehalt berechnest.
Brutto und Netto: Das ist der Unterschied
Brutto ist das vereinbarte Gehalt vor allen Abzügen: also die Zahl, die du im Arbeitsvertrag und in der Stellenanzeige siehst. Netto ist der Betrag, der nach Lohnsteuer und Sozialabgaben auf dem Konto ankommt. Wie viel genau übrig bleibt, hängt von deiner Steuerklasse, deinem Einkommen deiner Krankenkasse, Kirchenzugehörigkeit und der Frage ab, ob und wie viele Kinder du hast.
| Brutto | Netto | |
|---|---|---|
| Was ist es? | Gehalt vor Abzügen | Gehalt nach Abzügen |
| Wo steht es? | Arbeitsvertrag, Stellenanzeige | Kontoauszug, Gehaltsabrechnung |
| Faustformel | 100 % | ca. 55 bis 70 % |
Begriffsklärung: Eselsbrücken für Brutto und Netto
Der Begriff Brutto kommt ursprünglich aus der lateinischen Sprache (brutus) und bedeutet soviel wie „unrein“. Im wirtschaftlichen Sinne kann man einen Geldbetrag als „unrein“ betrachten, wenn fällige Abzüge noch ausstehen. „Netto“ leitet sich ebenfalls aus dem Lateinischen ab und lässt sich umgekehrt mit „rein“ übersetzen.
Heute kennt man brutto und netto eher von ihrer Übersetzung aus dem Italienischen, nämlich vor Abzug (brutto) und nach Abzug (netto).
Merkhilfe: Um sich die Unterscheidung von brutto und netto leichter zu merken, gibt es einige Eselsbrücken: Das Wort „netto“ hat einen Buchstaben weniger als „brutto“. Das bedeutet, vom Netto wurde etwas abgezogen. Oder, noch einfacher: Merk dir einfach, dass das Netto der „nette“ Teil des Gehalts ist, der wirklich bei dir ankommt.
Dein Bruttogehalt ist also das vom Arbeitgeber gezahlte Gehalt, von dem die Abgaben (wie Krankenversicherung, Lohn- oder Kirchensteuer) noch abgezogen werden. Sind sie schon weg, spricht man vom Nettogehalt: Das ist der Betrag, der auf deinem Konto landet.
Brutto & Netto berechnen: Was wird abgezogen?
Vom Bruttogehalt gehen zwei Arten von Abzügen ab: Steuern und Sozialabgaben. Der Arbeitgeber behält beides direkt ein und führt es ab. Bei den Sozialabgaben, also bei der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, teilt sich der Arbeitgeber die Last mit dir: Du zahlst eine Hälfte, der Arbeitgeber die andere. Die Lohnsteuer zahlst du allein.
Hier noch einmal die Bestandteile der Abzüge im Überblick:

Brutto zu Netto: Diese Beitragssätze solltest du kennen
| Lohnsteuer | Grundlage der Lohnsteuer ist das Einkommenssteuergesetz. Diese Form der Quellensteuer auf Einkünfte aus selbstständiger Arbeit wird monatlich vom Lohn abgezogen und direkt an das Finanzamt ausgezahlt. Für selbstständig Beschäftigte gilt die Einkommenssteuer für Selbstständige. Die Höhe des Steuersatzes ist davon abhängig, in welcher Steuerklasse du dich befindest. |
| Arbeitslosenversicherung | Vor dem Fall der Arbeitslosigkeit besteht eine Versicherungspflicht. Die Höhe der Arbeitslosenversicherung liegt derzeit bei 2,6 Prozent des beitragspflichtigen Bruttogehalts. Arbeitgeber und Beschäftigte tragen jeweils die Hälfte. |
| Pflegeversicherung | Ob gesetzlich oder privat versichert: Die Pflegeversicherung sichert dich vor dem Fall einer Angewiesenheit auf dauerhafte Pflege (mehr als 6 Monate). Diese beträgt für Personen mit Kindern grundsätzlich 3,6 Prozent monatlich. Für Arbeitnehmer:innen ohne Kinder erhöht sich der Betrag um 0,6 Prozent auf 4,2 Prozent. Arbeitnehmer:innen und der Arbeitgeber teilen sich die Beiträge zur Hälfte, allerdings ohne den Kinderlosenzuschlag. |
| Krankenversicherung | Seit dem 1. Januar 2009 besteht eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Im Falle der gesetzlichen Versicherung hängt die Höhe des Beitrags vom Einkommen ab, bei Privatversicherten vom Alter und dem gesundheitlichen Zustand. Der allgemeine Beitragssatz für die Krankenversicherung beläuft sich auf 14,6 %, auf den:die Arbeitnehmer:in entfallen 7,3%. |
| Rentenversicherung | Grundsätzlich sind Arbeitnehmende gesetzlich rentenversichert. Der allgemeine Beitragsanteil liegt bei 18,6 Prozent des monatlichen Bruttogehalts, auf den:die Arbeitnehmer:in entfallen 9,3 Prozent. |
| Kirchensteuer | Wer Mitglied einer anerkannten Kirche ist, muss Kirchensteuer zahlen. In Deutschland liegt der Steuersatz je nach Bundesland zwischen 8 Prozent und 9 Prozent. |
| Solidaritätszuschlag | Der Solidaritätszuschlag - im Volksmund auch "Soli" genannt - ist ein Zusatz zur Einkommensteuer. Dieser betrifft seit 2021 ausschließlich Arbeitnehmer:innen mit einem Einkommenssteuersatz über 20.350 Euro im Jahr bei einer Einzelveranlagung. Bei einer Zusammenveranlagung liegt der Betrag 2026 bei 40.700 Euro. Darunter muss kein Soli bezahlt werden. |
* Stand März 2026. Die Prozentsätze können je nach Arbeitnehmer:in unterschiedlich ausfallen.
Nettogehalt berechnen (Deutschland)
Die Grundformel, um das Netto vom Brutto zu berechnen, ist simpel: Nettogehalt = Bruttogehalt minus Steuern minus Sozialabgaben. Das gilt grundsätzlich für alle Arbeitnehmer:innen, die unselbstständig tätig (also angestellt) sind.
Was die Rechnung komplex macht, ist, dass Lohnsteuer und Sozialabgaben von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Steuerklasse, Kinderzahl, Krankenkasse und Bundesland: Alles hat einen Einfluss auf das, was später auf deinem Kontoauszug steht. Es kann daher sein, dass bei dir netto deutlich mehr übrig bleibt als bei deiner Kollegin, die brutto dasselbe verdient – oder umgekehrt.
Beispielrechnung: Brutto zu Netto
Nehmen wir mal an, du lebst in Deutschland, bist 30 Jahre alt, verdienst monatlich 3.000 Euro brutto, bist in Steuerklasse I, kinderlos, gesetzlich versichert und zahlst keine Kirchensteuer.
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Bruttogehalt | 3.000,00 € |
| Rentenversicherung | 279,00 € |
| Krankenversicherung | 262,50 € |
| Pflegeversicherung | 72,00 € |
| Arbeitslosenversicherung | 39,00 € |
| Lohnsteuer | 293,08 € |
| Nettogehalt (ca.) | 2.054,42 € |
Von 3.000 Euro brutto bleiben dir also in diesem Fall gut 2.000 Euro netto. Wer Kirchensteuer zahlt, bekommt netto je nach Bundesland nochmal 25 bis 35 Euro weniger. Und wer Kinder hat, zahlt weniger Lohnsteuer und einen niedrigeren Pflegebeitrag.
Netto-Stundenlohn berechnen
In den meisten Arbeitsverträgen steht ein Monatsgehalt: Was deine Arbeit pro Stunde wert ist, steht da meistens nicht. Den eigenen Stundenlohn zu kennen, kann aber sehr sinnvoll sein: zum Beispiel für Gehaltsverhandlungen, um Vollzeit- und Teilzeitangebote zu vergleichen oder um den Wert von Überstunden richtig einzuschätzen.
Schritt 1: Brutto-Stundenlohn berechnen
Brutto-Stundenlohn = Monatsgehalt × 3 ÷ 13 ÷ Wochenstunden
Der Faktor 3 ÷ 13 gleicht unterschiedlich lange Monate aus und rechnet auf Basis von 13 Wochen pro Quartal.
Am Beispiel von 3.000 Euro Monatsgehalt und 40 Wochenstunden:
3.000 × 3 ÷ 13 ÷ 40 = 17,31 € brutto pro Stunde
Zum Vergleich: Der gesetzliche (Brutto-)Mindestlohn liegt 2026 bei 13,90 € brutto pro Stunde.
Schritt 2: Netto-Stundenlohn berechnen
Den Netto-Stundenlohn berechnest du am einfachsten rückwärts aus dem Nettogehalt:
Netto-Stundenlohn = Nettogehalt ÷ Monatsstunden
Bei einer 40-Stunden-Woche hat ein Monat rechnerisch 173,2 Stunden (40 × 52 ÷ 12)
Beispiel mit dem Nettogehalt aus der Rechnung oben:
1.987 € ÷ 173,2 = ≈ 11,47 € netto pro Stunde
Von 17,31 Euro brutto bleiben also rund 11,47 Euro netto übrig. Das entspricht einer Nettoquote von etwa 66 Prozent, was für Steuerklasse I und ein mittleres Gehalt recht typisch ist. Wer in Steuerklasse III liegt oder Kinder hat, kommt auf eine höhere Quote. Bei Steuerklasse V kann sie deutlich darunter liegen.
Bruttogehalt berechnen
Das Bruttogehalt beinhaltet dein Grundgehalt, die noch nicht abgezogene Lohnsteuer sowie den Arbeitnehmer:innenanteil der Sozialausgaben. Wie hoch dein Bruttogehalt ist, bestimmt deine Gehaltsverhandlung: Eine allgemein gültige Berechnungsformel dafür gibt es nicht.
Falls du nach Stunden bezahlt wirst und wissen willst, wie hoch dein monatliches Bruttogehalt ist, zählst du einfach alle Stunden eines Monats zusammen und multiplizierst sie mit deinem Stundenlohn: Voilà, das ist dein Monatsbrutto.
Falls du nur dein Brutto-Jahresgehalt kennst und wissen willst, wie hoch dein monatliches Bruttogehalt ist, teilst du die Gesamtsumme einfach durch 12 (für die Monate des Jahres). Das Jahres-Bruttogehalt enthält allerdings (falls vereinbart) meistens auch das Weihnachts- und Urlaubsgeld: Um dein genaues Monatsbrutto zu berechnen, müsstest du die Sonderzahlungen also erst abziehen und dann den Restbetrag durch 12 teilen.
Brutto zu Netto: Unterschiede nach Bundesländern
Für die meisten Abzüge spielt das Bundesland keine Rolle. Zwei Ausnahmen gibt es allerdings.
Kirchensteuer: In Bayern und Baden-Württemberg beträgt die Kirchensteuer 8 Prozent der Lohnsteuer, in allen anderen Bundesländern 9 Prozent. Bei einem mittleren Einkommen sind das 5 bis 15 Euro pro Monat Unterschied.
Pflegeversicherung: Sachsen ist das einzige Bundesland, in dem Arbeitnehmer:innen einen höheren Eigenanteil tragen als anderswo. Der Arbeitgeber zahlt dort weniger, der Arbeitnehmer entsprechend mehr. Konkret sind es 2,3 Prozent statt 1,8 Prozent für Beschäftigte mit Kindern.
Für alle anderen Bundesländer und alle anderen Abzüge gelten bundesweit einheitliche Sätze.
Kammerbeiträge
Je nach Bundesland, können in Deutschland zusätzlich zu den Sozialabgaben Kammerbeiträge anfallen. So zahlen z. B. in Bremen und Saarland Arbeitnehmer:innen einen Beitragssatz in der Höhe von 0,11 Prozent des Bruttogehalts an die Arbeitnehmer:innenkammer. Unser empfohlener Brutto-Netto-Rechner berücksichtigt diese Zusatzleistungen.
Brutto & Netto berechnen in Österreich
In Österreich funktioniert die Berechnung von Brutto-Netto ähnlich wie im Nachbarland Deutschland. Auch hier werden Steuern und Sozialabgaben fällig. Die Höhe des Steuersatzes ist dabei abhängig von den persönlichen Lebensumständen und der Höhe des Gehalts.
Die Sozialabgaben für Arbeitnehmer:innen in Österreich umfassen*:
- Krankenversicherung: 7,65 Prozent (3,87 Prozent Arbeitnehmer:in und 3,78 Prozent Arbeitgeber)
- Unfallversicherung: 1,1 Prozent (vom Arbeitgeber getragen)
- Arbeitslosenversicherung: 5,9 Prozent (2,95 Prozent Arbeitnehmer:in, 2,95 Prozent Arbeitgeber)
- Pensionsversicherung: 22,8 Prozent (10,25 Prozent Arbeitnehmer:in, 12,55 Prozent Arbeitgeber)
*Stand März 2026. Die Prozentsätze können je nach Arbeitnehmer:in unterschiedlich ausfallen.
Mit dem Brutto-Netto-Rechner vom Bundesministerium für Finanzen kannst du dein Netto-Verdienst für Österreich präzise berechnen lassen.
Brutto & Netto berechnen in der Schweiz
Obwohl die Schweiz in Deutschland den Ruf einer Steueroase genießt, kennen auch die Schweizer:innen einen Brutto- und einen Nettolohn. Bei den Abgaben handelt es sich wie in Deutschland um die Steuern und die Sozialabgaben.
Die Lohnsteuer in der Schweiz ist aber, anders als in Deutschland oder Österreich, von Kanton und Gemeinde abhängig. Die Sozialabgaben für Arbeitnehmer:innen umfassen eine Reihe an Pflichtversicherungen, die in der Regel je zur Hälfte von Arbeitnehmer:in und Arbeitgeber getragen werden*:
- Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV): 8,7 Prozent
- Invalidenversicherung (IV): 1,4 Prozent
- Erwerbsersatzordnung (EO): 0,5 Prozent
- Arbeitslosenversicherung: 2,2 Prozent für Einkommensteile bis 148.200 CHF, 1 Prozent für Einkommensteile >148.200 CHF
*Stand März 2026. Die Prozentsätze können je nach Arbeitnehmer:in unterschiedlich ausfallen.
Hier findest du einen Brutto-Netto-Rechner für die Schweiz, mit dem du dein Netto-Gehalt genau berechnen kannst.
Brutto-Netto-Vergleich: Deutschland, Österreich & Schweiz
Im Vergleich der drei deutschsprachigen Länder fällt schnell auf, dass in der Schweiz wirklich sehr viel mehr vom Brutto übrig bleibt als in Deutschland oder Österreich.
- Die Sozialabgaben und Steuern 2024 in der Schweiz beliefen sich durchschnittlich auf 29,3 Prozent.
- In Österreich werden von deinem Bruttolohn im Durchschnitt 47,2 Prozent abgezogen.
- Deutschland hingegen belegt mit 47,9 Prozent schon seit Jahren den zweiten Platz bei den höchsten Steuerabgaben in der Europäischen Union.
Statista gab für den Bruttojahreslohn im Verhältnis zu den Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen für das Jahr 2024 die folgenden Zahlen an:
Berücksichtigen muss man allerdings, dass die Kaufkraft des Geldes und das Preisniveau in den Ländern variieren kann. Das Preisniveau in Deutschland und Österreich ist relativ ähnlich, in der Schweiz liegt es aber deutlich höher: Ein höheres Netto bedeutet dort also nicht automatisch mehr Kaufkraft.

Von Brutto zu Netto: Kostenloser Rechner für Deutschland
Das Bruttogehalt ist die Zahl, über die verhandelt wird. Das Nettogehalt ist die Zahl, mit der du lebst. Beide zu kennen und die Berechnung zu verstehen, macht einen echten Unterschied: bei der nächsten Gehaltsverhandlung, beim Vergleich von Jobangeboten und beim Blick auf den monatlichen Kontoauszug.
Du willst genau wissen, wie viel Gehalt dir nach allen Abzügen bleibt? Mit dem Brutto-Netto-Rechner von kununu berechnest du dein Nettogehalt schnell, einfach und präzise. Je mehr Angaben du in den Lohnrechner einfügst, desto genauer ist das Ergebnis. Berechne jetzt dein Nettogehalt mit unserem kununu Brutto-Netto-Rechner!
FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Thema Brutto & Netto
Das Bruttogehalt ist dein Gesamtverdienst vor Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen. Das Nettogehalt ist der Betrag, der nach diesen Abzügen tatsächlich auf deinem Konto landet.
Es gibt keine einfache, pauschale Formel, da die Umrechnung von Brutto zu Netto von vielen individuellen Faktoren wie Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchensteuer und Bundesland abhängt. Ein Brutto-Netto-Rechner für Deutschland ist der einfachste und genaueste Weg.
Nein, in der Regel funktioniert jeder Brutto-Netto-Rechner auch für Teilzeit-Gehälter, da die Abzüge prozentual oder nach festen Sätzen vom Bruttogehalt berechnet werden. Wichtig ist nur, dass du dein korrektes Bruttogehalt für die Teilzeitstelle eingibst.
Bei einem Minijob (bis 603 Euro monatlich, Stand 2026) fallen für den Arbeitnehmer in der Regel keine Steuern und nur geringe Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung an, von denen man sich befreien lassen kann. Der Großteil der Abgaben wird vom Arbeitgeber getragen.
„Netto“ hat einen Buchstaben weniger als „Brutto“, weil vom Netto etwas abgezogen wurde. Wem das zu abstrakt ist: Netto ist der „nette“ Teil des Gehalts, der wirklich bei dir ankommt.
Als grobe Orientierung bleiben bei einem mittleren Einkommen in Steuerklasse I rund 60 bis 70 Prozent des Bruttogehalts als Netto übrig. Je höher das Einkommen, desto kleiner die Quote, weil die Lohnsteuer progressiv steigt. Bei 2.000 Euro brutto sind es noch rund 73 Prozent, bei 5.000 Euro nur noch rund 59 Prozent. Die Schnellübersicht weiter oben zeigt konkrete Richtwerte für die häufigsten Gehaltsstufen.
Aussuchen kannst du dir das (meistens) nicht: Singles landen automatisch in Steuerklasse I, nur verheiratete Paare können zwischen Steuerklasse III/V oder IV/IV wählen. Steuerklasse III bedeutet monatlich mehr Netto für den besserverdienenden Partner, führt aber bei der Steuererklärung häufig zu einer Nachzahlung. Steuerklasse II ist für Alleinerziehende vorgesehen und bringt eine zusätzliche Entlastung.
Die wirksamsten Stellschrauben: Jährliche Einkommenssteuererklärung einreichen und Freibeträge beim Finanzamt eintragen lassen, zum Beispiel für hohe Fahrtkosten oder doppelte Haushaltsführung. Das senkt die monatliche Lohnsteuer direkt. Wer gesetzlich versichert ist, spart durch einen Kassenwechsel zu einer Kasse mit niedrigerem Zusatzbeitrag bis zu mehreren Hundert Euro im Jahr. Betriebliche Altersvorsorge per Entgeltumwandlung reduziert das sozialversicherungspflichtige Brutto und damit sowohl Steuern als auch Sozialabgaben.