Ausbildungsberufe mit Zukunft

Nicht alle Jobs, die wir heute als selbstverständlich wahrnehmen, wird es auch in den kommenden Jahrzehnten noch geben. Dafür werden neue Ausbildungen und Berufsfelder entstehen. Durch den digitalen Wandel ist abzusehen, dass die Nachfrage an Expert:innen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik weiter steigen wird. Es gibt jedoch auch eine ganze Reihe an eher traditionellen Ausbildungsberufen, die auch in Zukunft stark gefragt sein werden.

Das sind Ausbildungsberufe mit Zukunft

Krankenpfleger:in (bzw. Pflegefachmann/-frau)

Spätestens mit der Corona-Pandemie wurde auch der breiten Bevölkerung klar, wie essentiell wichtig gut ausgebildete Krankenpfleger:innen für unsere Gesellschaft sind. Der Bedarf an Krankenpfleger:innen ist bereits jetzt nicht gedeckt und wird weiter steigen. Aufgrund der demographischen Entwicklung (die Menschen werden immer älter) werden in Zukunft noch mehr Fachkräfte im Pflegebereich gebraucht.

Krankenpfleger:in beziehungsweise Pflegefachmann oder -frau sind klassische Ausbildungsberufe und somit Ausbildungsberufe der Zukunft. Während der dreijährigen Ausbildung lernen die Azubis, wie man kranke Menschen fachgerecht betreut. Der theoretische Teil der Ausbildung findet in staatlichen oder privaten Berufsfachschulen statt, der praktische Teil in Krankenhäusern, Arztpraxen oder anderen medizinischen Einrichtungen.

Als fertig ausgebildete:r Krankenpfleger:in hast du quasi eine Jobgarantie. Da du in vielen Fällen mit Menschen zu tun haben wirst, die auf deine Hilfe angewiesen sind, wirst du sicherlich sehr viel Dankbarkeit und Wertschätzung erfahren. Allerdings solltest du vor dem Ausbildungsantritt bedenken, dass der Beruf nicht nur körperlich, sondern auch seelisch sehr beanspruchend sein kann.

Mit dem kununu Gehaltscheck kannst du herausfinden, wie viel du als Gesundheits- und Krankenpfleger:in verdienen kannst.

In Österreich verdienst du durchschnittlich 45.000 Euro, in der Schweiz 79.600 CHF.

Handwerker:in

Laut Zentralverband des deutschen Handwerks fehlen derzeit bundesweit 250.000 Mitarbeiter:innen. Das liegt vor allem daran, dass sich immer weniger Auszubildende für eine Ausbildung als Handwerker:in entscheiden. Die Auswirkungen sind im Alltag sichtbar: Es ist fast unmöglich, ohne extrem lange Wartezeiten Handwerker:innen beispielsweise für Reparaturen im Haushalt zu finden.

Klassische Handwerksberufe wie Klempner:in, Bäcker:in oder Maler:in werden nicht stark nachgefragt, sicherlich auch, weil die Gehaltserwartungen eher begrenzt sind. Mit dem kununu Gehaltscheck kannst du dir einen Überblick darüber verschaffen, wie viel Gehalt du als Handwerker:in maximal erwarten kannst und was das Durchschnittsgehalt für Handwerker:innen ist.

In der Schweiz kannst du als Handwerker:in ein Durchschnittsgehalt von 72.800 CHF erwarten.

Das tatsächliche Gehalt hängt aber natürlich von dem spezifischen Handwerksberuf ab, siehe Gehälter für Zimmerin / Zimmermann oder Sanitärinstallateur:in.

Wenn du ein technisches Interesse hast und gerne körperlich arbeitest, kann ein Handwerksberuf durchaus die richtige Berufswahl für dich sein. Solltest du Interesse an einer Ausbildung im Handwerk haben, findest du hier alle wichtigen Informationen.

Physiotherapeut:in

Physiotherapeut:in zählt vor allem wegen der demographischen Entwicklung zu den Ausbildungsberufen mit Zukunft. Die Menschen in unserer Gesellschaft haben eine immer höhere Lebenserwartung – und wollen auch im Alter noch körperlich fit sein. Physiotherapie kann sowohl vorsorglich als auch bei der Behandlung von konkreten Beschwerden angewandt werden. Wenn du gerne eng mit Menschen arbeitest und nach einem Job mit Sinn und Zukunft suchst, ist Physiotherapeut:in vielleicht genau die richtige Ausbildung für dich. Zukunft hat dieser Ausbildungsberuf allemal!

In der dreijährigen Ausbildung lernst du alles, was du wissen musst über das menschliche Skelett, den Muskelaufbau und wie Muskeln und Sehnen zusammenarbeiten. Die Praxisphasen werden in einem Krankenhaus, einem Rehabilitationszentrum oder einer Physiotherapiepraxis absolviert. Alternativ kann der Beruf auch über ein entsprechendes Studium an einer Fachhochschule erlernt werden. Der kununu Gehaltscheck weist das Durchschnittsgehalt für Physiotherapeut:innen mit 36.100 Euro pro Jahr aus.

In Österreich verdienst du durchschnittlich 36.000 Euro, in der Schweiz 77.000 CHF.

Augenoptiker:in

64 Prozent der Deutschen benötigen eine Sehhilfe – und die Zahl der Menschen, die auf Brille oder Kontaktlinsen angewiesen sind, wird eher steigen als sinken. Bei jungen Menschen wird Kurzsichtigkeit oft durch lange Bildschirmzeiten getriggert. Vor diesem Hintergrund zählt Augenoptiker:in zu den Ausbildungsberufen mit Zukunft.

Bei der Fertigung von Sehhilfen kommen neueste Techniken und Geräte zum Einsatz. Als Augenoptiker:in ist es deine Aufgabe, Kund:innen zu Modellen und Materialien zu beraten und die Sehhilfen anzupassen. Das nötige Wissen erhältst du in der dreijährigen Ausbildung, deren theoretischer Teil an einer Berufsschule stattfindet. Das praktische Wissen und den Umgang mit Kund:innen erlernst du in den Praxisphasen, zum Beispiel in einem Brillengeschäft.

Als ausgelernte:r Augenoptiker:in kannst du laut dem kununu Gehaltscheck ein Jahresgehalt von durchschnittlich 31.400 Euro erwarten.

In Österreich verdienst du durchschnittlich 36.900 Euro, in der Schweiz 64.300 CHF.

Ausbildungen mit Zukunft und hohem Gehalt?

Dir ist neben einem sicheren Job vor allem ein hohes Gehalt wichtig? Hast du unter den Ausbildungen mit Zukunft noch nicht das passende gefunden, dann schau doch mal in unseren Artikel zu Ausbildungsberufen mit hohem Gehalt rein. Software-Entwickler:in zählt zu den Berufen der Zukunft und kann auch über eine Ausbildung erlernt werden. Oder wie wäre es mit Polizist:in? Sicherlich ein Ausbildungsberuf, der auch in Zukunft gefragt ist.

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