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Bestbezahlte Ausbildungsberufe: Gut verdienen ohne Studium

Nur als Akademiker:in verdient man gut? Das stimmt schon lange nicht mehr: Viele deutsche Ausbildungsberufe sind bestens bezahlt und bieten hervorragende Karriereperspektiven. Wenn dir das Gehalt wichtig ist, solltest du dir deine Ausbildung aber strategisch aussuchen: Wir sagen dir, mit welchen Berufen du nach der Ausbildung finanziell besonders gut dastehst.

Ein Top-Verdienst ohne Studium? Ja, das geht!

Sobald du deinen Schulabschluss in der Tasche hast, stehen dir viele Karrierewege offen: Du kannst direkt arbeiten, studieren (bzw. noch einen höheren Abschluss machen) oder eine Ausbildung starten. Ausbildungsberufe haben aber, gerade was die Einkommenschancen angeht, leider immer noch viel zu oft einen schlechten Ruf.

Zwar ist es nicht ganz falsch, dass viele Auszubildende während der Lehrjahre trotz Mindestlohn nicht gerade fürstlich bezahlt werden. Aber je nachdem, für welchen Ausbildungsberuf du dich entscheidest, kannst du nach Abschluss deiner Ausbildung durchaus mit einem hohen Gehalt rechnen.

Und mal abgesehen davon, dass du früher in die Berufswelt einsteigst und gegenüber den Akademiker:innen einen zeitlichen Vorteil hast: Viele verdienen mit gut bezahlten Ausbildungsberufen heute langfristig mehr als ehemalige Mitschüler:innen, die sich für die Uni entschieden haben.

Berufe mit hohem Gehalt nach der Ausbildung

Unsere bestbezahlten Ausbildungsberufe auf einen Blick:

  • Fluglotse / Fluglotsin (Flugverkehrskontrolleur:in)
  • Software-Entwickler:in
  • Immobilienmakler:in / Immobilienkaufmann/-frau
  • Bankkauffrau / Bankkaufmann
  • Polizist:in

Was genau in diesen Berufen zu erwarten ist, liest du im Folgenden.

Fluglotse/Fluglotsin bzw. Flugverkehrskontrolleur:in: bis zu 179.600 Euro

Wenn du diese Ausbildung erfolgreich abschließt, hast du einen der bestbezahlten Berufe Deutschlands: Das Durchschnittsgehalt von Fluglots:innen ist auf kununu mit 87.800 Euro angegeben. Laut Angaben unserer User:innen kannst du sogar ein Jahresgehalt von 179.600 Euro verdienen.

Wer reinkommt, wird richtig gut bezahlt

Allerdings sind auch die Anforderungen hoch: Im Gegensatz zu anderen Ausbildungsberufen kommst du als Fluglotsin/Fluglotse um das Abitur nicht herum. Du musst außerdem mindestens 18 Jahre alt sein und vor der Ausbildung ein mehrstufiges Auswahlverfahren mit Online-Test, Assessment-Center und medizinischer Untersuchung bestehen: Nur rund fünf Prozent der Bewerber:innen kommen durch.

Aber der Aufwand lohnt sich: Schon während der Ausbildung gibt es ein höheres Gehalt als in vielen anderen Ausbildungsberufen. Außerdem können Fluglotsen aufgrund der hohen Arbeitsbelastung oft schon mit 55 bis 57 Jahren in Rente gehen.

Die DFS Deutsche Flugsicherung bildet beispielsweise Fluglotsen aus. Auf kununu kannst du dich informieren, was die Mitarbeitenden zur DFS als Arbeitgeber zu sagen haben. In der Kategorie Gehalt und Sozialleistungen schneidet die DFS mit bemerkenswerten 4,7 von 5 Sternen ab.

Software-Entwickler:in: bis zu 93.000 Euro

Um als Software-Entwickler:in zu arbeiten, kannst du studieren: du musst es aber nicht. Es gibt mittlerweile ein großes Angebot an Ausbildungsplätzen, denn durch die fortschreitende Digitalisierung sind Software-Entwickler:innen extrem gefragte Fachkräfte.

Wenn du eine Ausbildung zur Softwareentwicklerin oder zum Softwareentwickler abschließt, steigst du in ein Berufsfeld ein, das kontinuierliches Lernen belohnt – und es ordentlich vergütet.

Software-Entwicklung zählt in Deutschland zu den bestbezahlten Ausbildungsberufen: Auf den kununu Gehaltsseiten wird das Durchschnittsgehalt als Software-Entwickler:in mit 60.700 Euro pro Jahr angegeben. In einigen Fällen sind mit einer Ausbildung als Software-Entwickler:in sogar 93.000 Euro drin.

Du verfügst über mathematisches Know-how, möchtest in einem technischen Beruf arbeiten und suchst nach einem Ausbildungs-Jobs mit hohem Gehalt? Dann könnte der Beruf eine gute Option für dich sein: In unserem Berufsprofil erfährst du mehr über den Beruf Software-Entwickler:in.

Immobilienmakler:in: bis zu 73.900 Euro

Du hast kaufmännisches Talent, Freude an Kommunikation und ein gutes Gespür für Menschen? Vielleicht kommt eine berufliche Zukunft als Immobilienmakler:in für dich infrage, denn die Immobilienbranche ist ein recht lukratives Betätigungsfeld.

Immobilienmakler:in gehört in Deutschland zu den Ausbildungsberufen mit überdurchschnittlichem Verdienstpotenzial: Mit einem Durchschnittsgehalt von 47.000 Euro pro Jahr verdienst du nach der Ausbildung ziemlich gutes Geld. Im Optimalfall kannst du sogar an die 73.900 Euro im Jahr erreichen.

Quereinstieg in die Immobilienbranche

Wenn du dir schon vor Ausbildungsbeginn sicher bist, dass du eine Karriere als Immobilienmakler:in anstrebst, ist für dich die gut bezahlte Fachausbildung Immobilienkauffrau/-mann das Richtige.

Was den Beruf aber neben dem hohen Gehalt noch attraktiv macht: Quereinstiege sind relativ einfach möglich. Wer als Immobilienmakler:in arbeiten möchte, braucht in der Regel keine bestimmte Ausbildung. Kaufmännische Erfahrung und ein Grundverständnis für Märkte sind natürlich von Vorteil.

Du interessierst dich für eine Ausbildung zur Immobilienkauffrau / Immobilienkaufmann? Wir haben spannende Informationen rund um die Ausbildung für dich:

Bankkauffrau/Bankkaufmann: bis zu 70.100 Euro

Wer sich für Finanzen interessiert, entscheidet sich sehr wahrscheinlich für einen gut bezahlten Beruf. Mit Ausbildung sind da auch Bankkauffrau und Bankkaufmann gut dabei: Ein durchschnittliches Gehalt als Bankkauffrau/-mann beträgt auf kununu 46.500 Euro im Jahr. Wenn es gut läuft, kannst du nach deiner Ausbildung um die 70.100 Euro verdienen.

Als Bankkauffrau/-mann brauchst du (logischerweise) ein Interesse am Umgang mit Zahlen und an wirtschaftlichen Zusammenhängen. Daneben sind auch Selbstständigkeit, Verantwortungsbewusstsein, ein gepflegtes Äußeres und gute Umgangsformen gefragt: Du arbeitest schließlich direkt mit Kund:innen.

Um die Ausbildung zum Bankkauffrau/-mann beginnen zu können, musst du mindestens über einen Realschulabschluss bzw. die Mittlere Reife verfügen. Mittlerweile setzen viele Unternehmen jedoch Abitur (Matura) voraus.

Polizist:in: bis zu 64.300 Euro

Kaufmännische Berufe sind dir viel zu theoretisch? Dann ab aufs Revier: Auch Polizist:in ist in Deutschland einer der bestbezahlten Ausbildungsberufe. Laut kununu User:innen mit diesem Job kannst du ein Jahresgehalt von durchschnittlich 43.700 Euro erwarten, bis zu 64.300 Euro im Jahr sind möglich. Dein tatsächliches Gehalt als Polizist:in ist aber von mehren Faktoren abhängig, unter anderem von deinem Arbeitsort.

Im mittleren Dienst dauert die Ausbildung in Deutschland zwei Jahre. Im gehobenen Dienst ist die Ausbildung eigentlich eher ein duales Studium an einer Polizeiakademie und dauert drei Jahre. Den Besoldungstabellen des jeweiligen Bundeslands entnimmst du, wie hoch dein Gehalt nach der Ausbildung ist.

So wirst du Polizist:in

Eine Voraussetzung, um mit diesem Ausbildungsjob später gut zu verdienen, ist deine körperliche Eignung: Du musst einen Sporttest absolvieren, darfst einen bestimmten Body-Mass-Index nicht überschreiten und musst eine gute Sehkraft haben. Bevor du deine Ausbildung antrittst, solltest du den Führerschein außerdem schon in der Tasche haben.

Ein weiterer Vorteil als Polizist:in: Nach der Probezeit wirst du Beamt:in auf Lebenszeit. Der Ausbildungsjob ist also nicht nur gut bezahlt, sondern auch sicher.

Bei kununu kannst du schon einmal bei deinem Freund und Helfer reinschnuppern und dir ein Bild von der Polizei als Arbeitgeber machen: zum Beispiel bei der Polizei Berlin, der Polizei Bayern oder der Bundespolizei Wien.



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Was beeinflusst das Gehalt nach der Ausbildung noch?

Nicht alle, die dieselbe Ausbildung machen, verdienen am Ende gleich viel. Diese Faktoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle:

  • Unternehmensgröße: Größere Betriebe können in der Regel mehr zahlen als kleine Unternehmen.
  • Tarifbindung: Wer in einem tarifgebundenen Unternehmen arbeitet, profitiert von geregelten Gehaltserhöhungen und Zusatzleistungen.
  • Region: Gehälter variieren regional erheblich, besonders zwischen städtischen und ländlichen Gebieten sowie zwischen Bundesländern.
  • Weiterbildung: Wer nach der Ausbildung einen Meister- oder Technikerabschluss anschließt oder sich spezialisiert, kann oft noch deutlich mehr verdienen.

Auf kununu kannst du all diese Faktoren direkt vergleichen: Wir sagen dir, was Beschäftigte in verschiedenen Unternehmen, Branchen und Regionen wirklich verdienen – basierend auf echten Angaben von Mitarbeitenden.

Eine Ausbildung rechnet sich – wenn du die richtige wählst

Das Gehalt nach der Ausbildung hängt vom Beruf ab, von der Branche, vom Arbeitgeber und davon, wie konsequent du dich weiterentwickelst. Wer sich für einen der bestbezahlten Ausbildungsberufe entscheidet, hat aber oft mindestens genauso gute Gehaltschancen wie Akademiker:innen.

Berufseinsteiger mit abgeschlossener Ausbildung können in den ersten Jahren oft sogar deutlich mehr Geld auf die Seite legen als frische Hochschulabsolventinnen und -absolventen: schlicht und ergreifend deshalb, weil sie früher ins Berufsleben einsteigen.

Was aber auch wichtig ist: Das höchste Gehalt nützt wenig, wenn der Arbeitsalltag auf Dauer nicht zu dir passt. Schau dir am besten schon vorher auf kununu an, was Mitarbeitende über ihren Arbeitgeber sagen, vergleiche echte Gehälter und lass die Bewertungen rund um Unternehmenskultur, Führung und Entwicklungsmöglichkeiten in deine Entscheidung einfließen.

Häufig gestellte Fragen: Die bestbezahlten Ausbildungsberufe

Der Beruf des Fluglotsen bzw. der Fluglotsin ist laut kununu-Daten der bestbezahlte Ausbildungsberuf in Deutschland. Das Durchschnittsgehalt liegt bei mehreren Tausend Euro monatlich, erfahrene Fluglotsen mit Lizenz kommen auf fünfstellige Monatsgehälter.

In bestimmten Berufen und Phasen des Berufslebens: ja. Wer früh einsteigt und sich weiterbildet,  kann über das gesamte Erwerbsleben ein ähnliches Lebenseinkommen erzielen wie viele Hochschulabsolventinnen und -absolventen. Weil in vielen Bereichen Fachkräftemangel herrscht, stehen die Chancen nach einer Ausbildung heute oft sogar insgesamt besser als nach einem Studium.

IT-Berufe wie Software-Entwicklung, kaufmännische Berufe im Finanzsektor und technische Berufe in der Industrie bieten aktuell sehr gute Karrierechancen, da Fachkräfte dort besonders stark nachgefragt werden. Auch in Handwerk und Pflegeberufe werden Nachwuchskräfte extrem gesucht.

Ja, fast immer! Wer nach der Ausbildung zum Beispiel einen Meister macht, sich spezialisiert oder eine Zusatzqualifikation erwirbt, steigert das Gehalt und die Aufstiegschancen erheblich. Manche Weiterbildungen werden vom Arbeitgeber sogar vollständig finanziert.

Laut Statistischem Bundesamt lag das durchschnittliche Ausbildungsgehalt in Deutschland im April 2024 bei 1.238 Euro brutto monatlich, über alle Berufe und Lehrjahre hinweg. In IT- und Technikberufen sowie bei tarifgebundenen Betrieben liegt die Vergütung aber oft deutlich höher. An der Spitze steht die Fluglotsen-Ausbildung bei der DFS, die bereits im ersten Lehrjahr rund 1.500 Euro monatlich zahlt und im dritten Jahr auf bis zu 3.500 Euro steigt.

Die bestbezahlten Ausbildungsberufe in Deutschland auf einen Blick:

  • Fluglotse / Fluglotsin (Flugverkehrskontrolleur:in)
  • Software-Entwickler:in
  • Immobilienmakler:in / Immobilienkaufmann/-frau
  • Bankkauffrau / Bankkaufmann
  • Polizist:in

    Die bestbezahlten Ausbildungsberufe auf einen Blick

      • Fluglotse / Fluglotsin (Flugverkehrskontrolleur:in)

      • Software-Entwickler:in

      • Immobilienmakler:in / Immobilienkaufmann/-frau

      • Bankkauffrau / Bankkaufmann

      • Polizist:in