Berufe im öffentlichen Dienst: Aufgaben und Karrierechancen
Verwaltungsfachangestellte, Lehrer, Polizeibeamt:in oder Forstwirt:in: Die Berufe im öffentlichen Dienst sind sehr vielfältig. Im Staatsdienst kannst du Menschen beraten, Unterricht gestalten, Gerichtsentscheidungen vorbereiten oder Wälder pflegen. Für deine Karriere im öffentlichen Dienst kommen je nach Berufswunsch eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein Hochschulabschluss infrage. Welche Richtung passt zu dir?
Diese Berufe im Öffentlichen Dienst gibt es
Der öffentliche Dienst erledigt alles, was Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung für die Allgemeinheit leisten müssen. Die Beschäftigten im Staatsdienst arbeiten in Behörden, staatlichen Schulen, Hochschulen und weiteren öffentlichen Einrichtungen.
Die Aufgaben sind sehr vielseitig und dienen in der Regel dem Gemeinwohl. Typische Beispiele sind Kinder betreuen und unterrichten, für Sicherheit sorgen, Recht sprechen, Steuern erheben, Renten und Sozialleistungen auszahlen oder Straßen und Stadtviertel planen. Solche Aufgaben fasst man auch unter dem Begriff Daseinsvorsorge zusammen.
Die größten Berufsfelder im öffentlichen Dienst
Im öffentlichen Dienst arbeiten vor allem Lehrkräfte, Hochschul- und Klinikpersonal, Verwaltungsfachleute, Polizist:innen und Erzieher:innen. Allein die Schulen beschäftigen 19,5 Prozent der rund 5,5 Millionen Staatsbediensteten in Deutschland.
Viele dieser Berufe kannst du auch bei privaten Arbeitgebern ausüben. Ob du zum öffentlichen Dienst gehörst, entscheidet nicht deine Berufsbezeichnung, sondern nur, für welchen Arbeitgeber du tätig bist.
| Berufsfeld | Beschäftigte | Typische Berufe |
|---|---|---|
| Schulen | 1.069.600¹ | Lehrer:in, Schulsekretär:in, Hausmeister:in |
| Hochschulen und Unikliniken | 651.300¹ | wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in, Professor:in, Pflegefachkraft |
| Allgemeine Verwaltung | 607.000² | Verwaltungsfachangestellte:r, Personalsachbearbeiter:in, Referent:in im Ministerium |
| Sozialversicherung | 384.300¹ | Sozialversicherungsfachangestellte:r, Arbeitsvermittler:in |
| Polizei | 358.800¹ | Polizeikommissar:in, Kriminalkommissar:in |
| Kommunale Kitas | 298.000¹ | Erzieher:in, Kinderpfleger:in |
| Finanzverwaltung | 197.800² | Finanzwirt:in, Betriebsprüfer:in, Zollbeamt:in |
| Justiz | 187.700² | Richter:in, Rechtspfleger:in, Justizvollzugsbeamt:in |
| Weitere öffentliche Krankenhäuser | 169.100² | Pflegefachkraft, Ärzt:in |
¹ Stichtag 30. Juni 2025. ² Stichtag 30. Juni 2024. Unikliniken zählt das Statistische Bundesamt zu den Hochschulen, die Sozialversicherung schließt die Bundesagentur für Arbeit ein.
Sieben typische Berufe im öffentlichen Dienst
Welche Aufgaben erwarten dich im Arbeitsalltag und wie startest du in den Beruf? Die folgenden sieben Profile zeigen dir unterschiedliche Berufswege im öffentlichen Dienst. Die kununu Gehaltsbänder beziehen sich auf Jahresbruttogehälter bei Vollzeit in Deutschland. Sie umfassen verschiedene Arbeitgeber und Branchen. Für eine konkrete Stelle im öffentlichen Dienst gelten die jeweiligen Tarif- oder Besoldungsregelungen.
- Erzieher:in
- Finanzwirt:in
- Verwaltungsfachangestellte:r
- Polizist:in
- Sozialarbeiter:in
- Lehrer:in
- Forstwirt:in
Berufe im öffentlichen Dienst: Erzieher:in
Aufgaben: Als Erzieher:in in einer kommunalen Kita begleitest du Kinder beim Lernen und in ihrer Entwicklung. Du planst pädagogische Angebote, beobachtest und dokumentierst Fortschritte und tauschst dich mit den Eltern aus. Auch Aufsicht und Kinderschutz gehören zu deinen Aufgaben.
Berufsweg: Die Ausbildung wird von den einzelnen Bundesländern geregelt und findet an Fachschulen oder Fachakademien mit praktischen Ausbildungsanteilen statt. Zugang und Dauer hängen vom Bundesland und von deiner Vorbildung ab. Bei der praxisintegrierten Ausbildung, kurz PiA, verbindest du Unterricht mit vergüteter Praxis. In Nordrhein-Westfalen dauert dieser Weg zum Beispiel drei Jahre. Für viele Stellen ist die staatliche Anerkennung als Erzieher:in erforderlich.
Gehalt: Bei kommunalen Arbeitgebern sieht der Tarifvertrag für staatlich anerkannte Erzieher:innen mit entsprechenden Aufgaben die Entgeltgruppe S 8a vor. Besonders schwierige Tätigkeiten können höher bewertet werden.
Berufe im öffentlichen Dienst: Finanzwirt:in
Aufgaben: Als Finanzwirt:in arbeitest du beispielsweise im Finanzamt. Du prüfst Steuererklärungen, erstellst Steuerbescheide und beantwortest Fragen von Bürgern. Je nach Einsatzgebiet kümmerst du dich auch um Zahlungseingänge oder Vollstreckungsmaßnahmen. Dafür brauchst du Interesse an Zahlen und wirtschaftlichen Zusammenhängen sowie eine sehr sorgfältige Arbeitsweise.
Berufsweg: In Nordrhein-Westfalen dauert die Ausbildung zwei Jahre und verbindet Unterricht an der Landesfinanzschule mit Praxis im Finanzamt. Voraussetzung ist die Fachoberschulreife oder ein gleichwertiger Abschluss, dazu kommen weitere beamtenrechtliche Anforderungen. Du startest im Beamtenverhältnis auf Widerruf. Ein anderer Einstieg führt über das dreijährige duale Studium zum bzw. zur Diplom-Finanzwirt (FH). Die beiden Wege führen zu unterschiedlichen Laufbahnen.
Gehalt: In der Ausbildung und im dualen Studium erhältst du als Beamtenanwärter:in in der Regel Anwärterbezüge. Nach dem Abschluss richtet sich deine Besoldung nach dem jeweiligen Landesrecht. Ausbildung und Studium führen zu unterschiedlichen Laufbahnen und damit auch zu unterschiedlichen Verdienstmöglichkeiten.
Berufe im öffentlichen Dienst: Verwaltungsfachangestellte:r
Aufgaben: Verwaltungsfachangestellte bearbeiten Anträge, erklären Bürgern, welche Unterlagen sie benötigen und bereiten Bescheide vor. Außerdem rechnen sie Gehälter ab, verwalten Haushaltsmittel und wenden Rechtsvorschriften an. Je nach Einsatzgebiet arbeitest du beispielsweise im Bürgeramt, in der Personalverwaltung oder im Jugendamt. Genauigkeit zählt: Deine Bearbeitung kann darüber entscheiden, ob jemand eine Leistung erhält oder nicht.
Berufsweg: Der klassische Einstieg ist eine dreijährige duale Ausbildung, zum Beispiel in der Fachrichtung Bundes-, Landes- oder Kommunalverwaltung. Du lernst in der Ausbildungsbehörde und in der Berufsschule, teilweise ergänzt durch Unterricht an einer Verwaltungsschule. Welchen Schulabschluss die Behörde erwartet, steht in der Ausschreibung.
Gehalt: Das Bundesverwaltungsamt verlangt mindestens einen mittleren Schulabschluss und zahlt seit Mai 2026 im ersten Ausbildungsjahr 1.368,26 Euro brutto im Monat. Danach arbeitest du als Angestellte:r im öffentlichen Dienst, in der Regel in den Entgeltgruppen E 5 bis E 9a.
Berufe im öffentlichen Dienst: Polizist:in
Aufgaben: Du sorgst für die Sicherheit auf Veranstaltungen und öffentlichen Plätzen, nimmst Anzeigen auf, ermittelst bei Straftaten oder kontrollierst den Verkehr. Deine Aufgaben als Polizist:in hängen davon ab, ob du bei einer Landespolizei oder der Bundespolizei arbeitest. Zur Bundespolizei gehören beispielsweise Einsätze an Grenzen, Flughäfen und Bahnhöfen.
Berufsweg: Die Einstiegswege unterscheiden sich. Bei der Bundespolizei dauert die Ausbildung im mittleren Dienst zweieinhalb Jahre, das Studium für den gehobenen Dienst drei Jahre. Zusätzlich zu den schulischen Voraussetzungen musst du die gesundheitlichen und körperlichen Anforderungen erfüllen. Prüfe die Bedingungen deiner Wunschbehörde, weil die Landespolizeien eigene Regeln haben.
Gehalt: Während der Ausbildung oder des Studiums erhältst du Anwärterbezüge. Bei der Bundespolizei ist das Amt als Polizeimeister der Besoldungsgruppe A 7, als Polizeikommissar A 9 zugeordnet. Deine konkrete Besoldung hängt außerdem von der Erfahrungsstufe und von möglichen Zulagen ab.
Berufe im öffentlichen Dienst: Sozialarbeiter:in
Aufgaben: Im Jugendamt berätst du als Sozialarbeiter:in beispielsweise Familien in Krisen, organisierst Hilfen zur Erziehung und übernimmst Aufgaben im Kinderschutz. Du arbeitest dabei mit Schulen, Beratungsstellen, anderen Fachkräften und teilweise auch mit Familiengerichten zusammen. Gespräche gehören genauso zum Alltag wie Hilfepläne und schriftliche Stellungnahmen.
Berufsweg: Dein Berufsweg beginnt normalerweise mit einem Studium der Sozialen Arbeit oder Sozialpädagogik. Achte unbedingt auf die staatliche Anerkennung: Sie wird für viele Stellen vorausgesetzt. Das Jugendamt Berlin-Treptow-Köpenick verlangt beispielsweise ein entsprechendes Studium mit staatlicher Anerkennung oder gleichwertige Fähigkeiten und Erfahrungen.
Gehalt: Im kommunalen Sozial- und Erziehungsdienst sind je nach Aufgaben beispielsweise S 11b, S 12 oder S 14 vorgesehen.
Berufe im öffentlichen Dienst: Lehrer:in
Aufgaben: Als Lehrer:in planst du Unterricht, erklärst Fachinhalte, beurteilst Leistungen und begleitest Schüler:innen beim Lernen. Dazu kommen Elterngespräche und die Zusammenarbeit im Kollegium. Welche Altersgruppen und Fächer dich erwarten, entscheidest du bereits mit der Wahl deines Lehramtsstudiums.
Berufsweg: Der reguläre Weg führt über ein Lehramtsstudium und den anschließenden Vorbereitungsdienst, besser bekannt als Referendariat. Je nach Bundesland und Lehramt schließt du das Studium mit einem Staatsexamen oder einem lehramtsbezogenen Master ab. Die Länder regeln Ausbildung und Prüfungen, deshalb solltest du dich früh über deinen gewünschten Studien- und Arbeitsort informieren.
Gehalt: Als angestellte Lehrkraft wirst du nach dem geltenden Tarifvertrag bezahlt, als verbeamtete Lehrkraft nach dem Besoldungsrecht deines Bundeslandes.
Berufe im öffentlichen Dienst: Forstwirt:in/Förster:in
Aufgaben: Als Forstwirt:in schützt du Lebensräume, pflanzt Bäume, pflegst Waldbestände, fällst Bäume und bearbeitest das Holz. Dabei arbeitest du mit Motorsägen und anderen Maschinen. Naturschutzarbeiten an Gewässern und Biotopen können ebenfalls dazugehören. Die Arbeit findet überwiegend draußen statt und kann körperlich anstrengend sein.
Berufsweg: Der typische Einstieg ist eine dreijährige duale Ausbildung bei einem Forstbetrieb und in der Berufsschule. Öffentliche Ausbildungsbetriebe sind beispielsweise Landesforsten oder Städte. Die Stadt Frankfurt verlangt mindestens einen Hauptschulabschluss. Mit Berufserfahrung kannst du dich zum beziehungsweise zum bzw. zur Forstwirtschaftsmeister:in weiterqualifizieren. Wer Förster:in werden will, braucht in der Regel ein Studium.
Gehalt: Die Stadt Frankfurt zahlt Forstwirt:innen seit Mai 2026 im ersten Ausbildungsjahr 1.368,26 Euro brutto monatlich. Nach der Ausbildung nennt sie ein reguläres monatliches Grundentgelt von 3.240,30 Euro brutto. Bei anderen Arbeitgebern gelten die jeweiligen tariflichen Regelungen.
Arbeit im öffentlichen Dienst: Verbeamtet oder angestellt?
Rechtlich unterscheidet das Statistische Bundesamt vier Gruppen von Beschäftigen im öffentlichen Dienst: Beamt:innen, Richter:innen, Soldat:innen und „normale“ Arbeitnehmer:innen. Letztere werden meistens als Angestellte im öffentlichen Dienst oder als Tarifbeschäftigte bezeichnet. Nur etwa ein Drittel der Beschäftigten bei Bund, Ländern und Kommunen ist verbeamtet.
Ob du angestellt oder verbeamtet arbeitest, hängt stark vom Berufsfeld ab:
- An Schulen sind zwei von drei Beschäftigten verbeamtet.
- Bei den Kommunen, also in Kitas, Bürgerämtern und Jugendämtern, sind neun von zehn Beschäftigten angestellt.
- Bei Krankenkassen, Rentenversicherung und Bundesagentur für Arbeit liegt der Anteil der Angestellten sogar bei 94 Prozent.
- Wer im Polizeivollzugsdienst Streife fährt oder ermittelt, ist in der Regel Beamt:in. Das Grundgesetz sieht vor, dass solche „hoheitlichen Aufgaben“ grundsätzlich von Beamt:innen übernommen werden.
Ausbildung oder Studium: Berufswege in den öffentlichen Dienst
Um einen Beruf im öffentlichen Dienst zu machen, kannst du eine Ausbildung, ein duales Studium oder ein reguläres Hochschulstudium absolvieren. Bei einigen Berufen folgt nach dem Studium eine weitere Ausbildungsphase. Die wichtigsten Wege im Überblick:
| Berufsweg | Beispiele | So läuft der Einstieg |
|---|---|---|
| Duale Berufsausbildung | Verwaltungsfachangestellte, Forstwirt:in, Fachinformatiker:in | Du lernst beim Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. |
| Ausbildung mit Fach- oder Pflegeschule | Erzieher:in, Pflegefachperson | Unterricht und praktische Ausbildung greifen ineinander. Aufbau und Zugangsvoraussetzungen unterscheiden sich je nach Beruf und teilweise nach Bundesland. |
| Vorbereitungsdienst ohne Studium | Finanzwirt:in, mittlerer Polizeivollzugsdienst | Fachtheoretische und praktische Ausbildungsabschnitte bereiten dich auf die jeweilige Beamtenlaufbahn vor. |
| Duales Studium | Rechtspflege, Verwaltungsmanagement, Bauingenieurwesen | Du verbindest ein Hochschulstudium mit Praxisphasen bei einem öffentlichen Arbeitgeber. |
| Reguläres Hochschulstudium | Soziale Arbeit, Bauingenieurwesen | Du studierst an einer Universität oder Hochschule und bewirbst dich anschließend auf passende Stellen. Je nach Beruf brauchst du weitere Nachweise, etwa die staatliche Anerkennung in der Sozialarbeit. |
| Lehramtsstudium mit anschließendem Vorbereitungsdienst | Lehrer:in | Auf das Studium folgt regulär das Referendariat. Dieses endet mit einer Staatsprüfung. Die Ausgestaltung regeln die Bundesländer. |
Bezahlung im öffentlichen Dienst: Tarifverträge und Besoldung
Als Angestellte:r im öffentlichen Dienst wirst du nach Tarifvertrag bezahlt. Dein Abschluss bestimmt, auf welcher Entgeltstufe du einsteigst. Je höher die Stufe, desto höher das Gehalt. Bei Beamt:innen heißen diese Stufen Laufbahngruppen und werden kategorisiert nach einfacher, mittlerer, gehobener und höherer Dienst. Für sie gibt es statt eines Tarifvertrags sogenannte Besoldungstabellen.
Angestellten im öffentlichen Dienst kommen beim Berufseinstieg in eine Entgeltgruppe. Die wiederum hängt von der konkreten Tätigkeit ab, die sie im Job ausüben. Wer mit einem Master eine Sachbearbeitung übernimmt, die eigentlich nur einen Bachelor verlangt, wird nach der Stelle bezahlt.
Bei Tarifbeschäftigten gibt es streng genommen keine Laufbahnen wie bei Beamt:innen. Viele Behörden verwenden die Laufbahnbegriffe aber trotzdem auch für Tarifstellen und auch im Sprachgebrauch ist das üblich.
| Typische Voraussetzung | Laufbahn (Beamt:innen) | Eingangsamt Bund | Entgeltgruppen (Angestellte) |
|---|---|---|---|
| Hauptschulabschluss, auch ohne Ausbildung | einfacher Dienst | A 3 oder A 4 | E 1 bis E 4 |
| Realschulabschluss oder Berufsausbildung | mittlerer Dienst | A 6 (Zoll: A 7) | E 5 bis E 9a |
| Bachelor, FH-Diplom oder duales Studium | gehobener Dienst | A 9 | E 9b bis E 12 |
| Master oder gleichwertiger Uni-Abschluss | höherer Dienst | A 13 | E 13 bis E 15 |
Dein Einstieg in den öffentlichen Dienst
Welcher Weg passt, hängt von deinem Abschluss und deiner Lebensphase ab. Nach der Schule führt er meist über eine Ausbildung oder ein duales Studium direkt bei einer Behörde. Mit einem Hochschulabschluss bewirbst du dich einfach auf eine ausgeschriebene Stelle. Das Auswahlverfahren läuft meistens in diesen Schritten ab:
- Du bewirbst dich pünktlich: Für Ausbildung und duales Studium endet die Frist oft rund ein Jahr vor dem Start, bei der Bundespolizei zum Beispiel am 31. August des Vorjahres für einen Beginn im März.
- Du reichst die Unterlagen ein: Behörden arbeiten mit festen Fristen und klaren Anforderungen.
- Du machst einen Auswahltest: Geprüft werden oft logisches Denken, Sprachverständnis, Mathe und Allgemeinwissen, manchmal auch digitale Kompetenzen.
- Du stellst dich im Gespräch oder im Assessment-Center vor.
- Bei Polizei und Feuerwehr kommen zusätzlich ein Sporttest und eine ärztliche Untersuchung dazu.
Wo findest du Jobs und Ausbildungsplätze im öffentlichen Dienst?
Für die Hobsuche im öffentlichen Dienst lohnen sich mehrere Anlaufstellen:
- Interamt: Das Karriereportal für den öffentlichen Dienst bündelt Stellenangebote sowie Ausbildungsplätze und duale Studiengänge.
- service.bund.de: Hier veröffentlichen Behörden aus Bund, Ländern und Kommunen ihre Stellenangebote, darunter auch Ausbildungs- und Studienplätze.
- Karriereseiten der Arbeitgeber: Schau direkt bei deiner Stadt, deinem Bundesland oder Einrichtungen wie Polizei, Hochschulen und Landesforsten nach.
Suche nach konkreten Berufsbezeichnungen und ergänze deinen Wunschort. Achte dabei unbedingt auf Bewerbungsfristen und geforderte Abschlüsse. Die anonymen Arbeitgeberbewertungen auf kununu geben dir außerdem Einblicke in Führung, Zusammenarbeit und Arbeitsalltag.
Zukunftssichere Jobs im öffentlichen Dienst
Viele der Berufe im öffentlichen Dienst gelten als besonders zukunftssicher: Vor allem die, in denen Menschen mit Menschen arbeiten. Erzieher:innen, Lehrkräfte, Polizist:innen und das Personal an Hochschulen sind seit Jahren sehr gefragt. In Kitas und Hochschulen wächst der Bedarf sogar noch deutlich schneller als im öffentlichen Dienst insgesamt.
Nach einer Abfrage des Beamtenbunds dbb bei seinen Mitgliedsgewerkschaften fehlen dem Staat aktuell 631.000 Beschäftigte, davon
- 125.200 in der Kranken- und Altenpflege,
- 120.000 an Schulen,
- 112.000 in Kommunalverwaltungen,
- 97.000 in Kitas.
In der Finanzverwaltung fehlen nach dbb-Angaben weitere 50.000 Beschäftigte. Außerdem gehen laut dbb jedes Jahr rund zwei Prozent der Belegschaft im öffentlichen Dienst in den Ruhestand, weil die geburtenstarken Jahrgänge aufhören.
Wie groß die Lücke wirklich ist, ist allerdings etwas umstritten: Der dbb ist eine Gewerkschaft und vertritt die Interessen der Beschäftigten. Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) kam 2025 in einer Modellrechnung zu einem ganz anderen Ergebnis: Nach seiner Ansicht könnten Länder und Kommunen zusammen rund 60.000 Stellen einsparen, wenn sie effizienter arbeiten würden.
Trotzdem gehören viele Jobs im öffentlichen Dienst zu den Berufen, die sich zum Beispiel von KI nicht so leicht ersetzen lassen. In Schulen, Hochschulen und Kitas stehen deine Chancen derzeit besonders gut.
FAQ: Berufe & Karriere im öffentlichen Dienst
Fast alle, die es in der Privatwirtschaft auch gibt. Beispiele sind Verwaltungsfachangestellte, Polizeibeamt:in, Erzieher:in, Rechtspfleger:in, Finanzwirt:in, Lehrer:in oder Forstwirt:in. Fachkräfte werden in Sozialarbeit, Pflege, IT, Technik und Kultur gesucht.
Ja, viele Berufswege im öffentlichen Dienst sind ohne Studium möglich. Eine Berufsausbildung führt beispielsweise zur Tätigkeit als Verwaltungsfachangestellte oder Forstwirt:i. Auch die Bundespolizei bietet für den mittleren Polizeivollzugsdienst eine Ausbildung ohne Studium an.
Vergleiche die konkreten Aufgaben: Möchtest du beraten, unterrichten, mit Gesetzen arbeiten oder draußen tätig sein? Prüfe außerdem Arbeitszeiten, körperliche Anforderungen und Ausbildungsinhalte. Ein Praktikum oder ein Gespräch mit Beschäftigten kann dir bei der Entscheidung helfen.
Am meisten verdienen Mediziner:innen an Unikliniken sowie Spitzenkräfte in Ministerien und Behörden. Nach dem TV-Ärzte der Länder starten leitende Oberärzt:innen bei 11.265,33 Euro brutto im Monat, Stand 1. April 2026. Zum Vergleich: Die reguläre TVöD-Tabelle der Kommunen endet bei gut 8.200 Euro. Auch Professor:innen und Richter:innen liegen über dem Schnitt, sie werden nach eigenen Besoldungsordnungen bezahlt.
Ja, dafür gibt es den Aufstieg. Als Beamt:in durchläufst du ein Auswahlverfahren und qualifizierst dich anschließend für die höhere Laufbahn, bei der Bundespolizei zum Beispiel über ein Studium gemeinsam mit den regulären Anwärter:innen. Als Angestellte:r brauchst du keine Laufbahnprüfung: Du rutschst in eine höhere Entgeltgruppe, sobald du dauerhaft eine höherwertige Tätigkeit übernimmst.