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TVöD Entgelttabellen 2026: Das Gehalt im öffentlichen Dienst

Für das Gehalt im öffentlichen Dienst gibt es verschiedene Gehaltstabellen. Für Beschäftigte des Bundes und vieler kommunaler Arbeitgeber gilt der TVöD, der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Die aktuelle TVöD-Tabelle gilt seit dem 1. Mai 2026. Wie hoch dein monatliches Bruttogehalt ausfällt, bestimmen Tarifbereich, Entgeltgruppe und Gehaltsstufe.

Welche Entgelttabelle gilt im TVöD?

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) regelt die Bezahlung und Arbeitsbedingungen der Tarifbeschäftigten des Bundes und der tarifgebundenen kommunalen Arbeitgeber. Er legt fest, was du verdienst, wie lange du arbeitest und was zusätzlich auf deinem Konto landet. Gewerkschaften und Arbeitgeber setzen sich alle paar Jahre an den Tarif-Tisch, um über die Höhe des Gehalts im öffentlichen Dienst zu verhandeln.

Der öffentliche Dienst in Deutschland

Rund 5,4 Mio. Menschen sind insgesamt im öffentlichen Dienst beschäftigt. Etwa die Hälfte davon arbeitet für die Bundesländer, gut ein Drittel für die Kommunen, etwa zehn Prozent für den Bund und der Rest bei den Sozialversicherungsträgern. Rund 3,42 Millionen waren Tarifbeschäftigte, daneben gehören unter anderem Beamt:innen, Richter:innen sowie Berufs- und Zeitsoldat:innen zum öffentlichen Dienst.

Der TVöD gilt für Beschäftigte des Bundes und für Beschäftigte kommunaler Arbeitgeber, die über einen Mitgliedverband an die VKA gebunden sind. Dabei gibt es zwei Entgelttabellen: die TVöD-Tabelle Bund und die TVöD-VKA-Tabelle. Bis auf wenige Ausnahmen stimmen die beiden Gehaltstabellen überein.

Aber Vorsicht: Nicht immer fällt eine Stelle bei einer Stadt oder einem kommunalen Unternehmen automatisch unter den TVöD VKA. Welcher Tarifvertrag für dich gilt, hängt von deinem Arbeitgeber und von der im Arbeitsvertrag genannten Tarifregelung ab.

Für wen der TVöD nicht gilt:

  • Im kommunalen TVöD gelten für bestimmte Beschäftigte in der Pflege sowie im Sozial- und Erziehungsdienst eigene P- beziehungsweise S-Entgelttabellen.
  • Ärzt:innen an kommunalen Krankenhäusern werden in der Regel nach dem eigenständigen TV-Ärzte/VKA bezahlt.
  • Beschäftigte der Bundesländer werden nach dem eigenständigen TV-L bezahlt.
  • Beamt:innen erhalten kein TVöD-Entgelt: ihre Bezahlung richtet sich nach den jeweiligen Besoldungsgesetzen.
TarifbereichWer fällt grundsätzlich darunter?Maßgebliche Entgelttabelle
TVöD BundBeschäftigte des BundesAnlage A Bund
TVöD VKABeschäftigte tarifgebundener kommunaler ArbeitgeberAnlage A VKA
TV-LBeschäftigte der 15 in der TdL organisierten Bundesländer (außer Hessen)Entgelttabelle TV-L
(TV-H für Hessen)

Wie bestimmen Entgeltgruppe und Stufe dein TVöD-Gehalt?

Dein Gehalt im öffentlichen Dienst ergibt sich aus der Entgeltgruppe und der Stufe gemäß TVöD.

  • Die Entgeltgruppe bewertet deine dauerhaft übertragene Tätigkeit.
  • Die Stufe berücksichtigt bei der Einstellung deine einschlägige Berufserfahrung und später deine Beschäftigungszeit innerhalb derselben Entgeltgruppe.

Die TVöD-Entgeltgruppe richtet sich nach deiner Tätigkeit

Der TVöD umfasst die Entgeltgruppen E 1 bis E 15. Je höher die Entgeltgruppe, desto höher fällt das Tabellenentgelt aus. In welche Gruppe du eingeordnet wirst, hängt vor allem von den Tätigkeitsmerkmalen der jeweiligen Entgeltordnung ab. Ein bestimmter Abschluss oder Jobtitel führt also nicht unbedingt zu einer bestimmten Entgeltgruppe, deine berufliche Qualifikation kann aber Teil der tariflichen Anforderungen sein.

Die Gehaltsstufe im TVöD steigt mit Erfahrung und Beschäftigungszeit

Die Entgeltgruppen E 2 bis E 15 haben jeweils sechs Stufen. Ohne einschlägige Berufserfahrung beginnt die Beschäftigung im öffentlichen Dienst grundsätzlich in Stufe 1. Mit mindestens einem Jahr einschlägiger Erfahrung gilt Stufe 2, ab drei Jahren erfolgt in der Regel die Zuordnung zu Stufe 3. Solltest du Berufserfahrung mitbringen, die für die Stelle hilfreich ist, kann der Arbeitgeber das aber berücksichtigen.

TVöD-Entgelttabelle 2026: Wie hoch ist das Gehalt?

Die aktuelle TVöD-Entgelttabelle gilt seit dem 1. Mai 2026 und noch bis zum 31. März 2027. Sie zeigt das monatliche Brutto-Tabellenentgelt bei einer Anstellung in Vollzeit. Bund und VKA verwenden in den meisten Entgeltgruppen dieselben Werte. Unterschiede gibt es unter anderem bei E 9a, E 9b, E 9c sowie in E 1, Stufe 2. Bist du in Teilzeit angestellt, wird das Tabellenentgelt anteilig berechnet.

EntgeltgruppeStufe 1Stufe 2Stufe 3Stufe 4Stufe 5Stufe 6
E 155.827,86 €6.208,96 €6.634,05 €7.214,39 €7.811,37 €8.204,11 €
E 145.298,27 €5.643,35 €6.094,01 €6.594,12 €7.151,57 €7.551,78 €
E 134.901,11 €5.279,32 €5.709,87 €6.177,31 €6.727,38 €7.025,87 €
E 124.415,70 €4.850,91 €5.359,50 €5.923,82 €6.586,00 €6.900,18 €
E 114.269,64 €4.669,92 €5.046,03 €5.454,10 €6.012,56 €6.326,77 €
E 104.124,53 €4.438,16 €4.794,69 €5.181,37 €5.611,95 €5.753,35 €
E 9c Bund3.978,29 €4.249,97 €4.589,09 €4.958,59 €5.359,19 €5.487,80 €
E 9c VKA4.010,72 €4.290,50 €4.594,76 €4.922,61 €5.275,05 €5.527,70 €
E 9b Bund3.833,50 €3.956,17 €4.267,03 €4.608,13 €4.983,57 €5.297,75 €
E 9b VKA3.779,84 €4.039,01 €4.203,56 €4.690,55 €4.979,11 €5.313,37 €
E 9a Bund3.691,52 €3.917,37 €3.981,07 €4.196,35 €4.590,80 €4.746,88 €
E 9a VKA3.658,61 €3.877,94 €4.097,67 €4.586,77 €4.697,43 €4.979,97 €
E 83.486,40 €3.697,29 €3.843,36 €3.992,40 €4.153,50 €4.230,97 €
E 73.294,98 €3.537,94 €3.682,69 €3.828,76 €3.969,05 €4.045,24 €
E 63.240,30 €3.440,25 €3.580,46 €3.719,22 €3.855,50 €3.926,20 €
E 53.124,08 €3.318,04 €3.449,05 €3.587,78 €3.716,70 €3.783,33 €
E 42.994,17 €3.190,45 €3.355,14 €3.457,66 €3.560,17 €3.620,20 €
E 32.953,13 €3.164,20 €3.215,57 €3.332,99 €3.421,10 €3.501,81 €
E 22.767,54 €2.975,32 €3.027,12 €3.101,04 €3.263,52 €3.433,49 €
E 1 Bundentfällt2.543,55 €2.568,83 €2.611,69 €2.651,64 €2.754,50 €
E 1 VKAentfällt2.534,55 €2.568,83 €2.611,69 €2.651,64 €2.754,50 €

Quelle: TVöD, Entgelttabellen für Bund und VKA

Die Jahressonderzahlung im öffentlichen Dienst

Die Zahl in der Tabelle ist aber nicht unbedingt dein gesamtes Bruttogehalt, sondern nur der feste monatliche Grundbetrag. Abhängig von Tätigkeit, Arbeitszeit und Einsatz können Zeitzuschläge, Schichtzulagen, Erschwerniszuschläge, Leistungsentgelt oder weitere tarifliche Zulagen dazukommen. Daneben zahlt dein Arbeitgeber in die Zusatzversorgung ein, also in die Betriebsrente des öffentlichen Dienstes.

Außerdem gibt es im öffentlichen Dienst die sogenannte Jahressonderzahlung (besser bekannt als Weihnachtsgeld). Die Kommunen zahlen seit 2026 jedes Jahr im November einheitlich 85 Prozent eines Monatsentgelts an alle Entgeltgruppen, in Pflege und Krankenhäusern teils 90 Prozent. Beim Bund ist die Jahressonderzahlung gestaffelt:

  • E1 bis E8: 95 Prozent
  • E9a bis E12: 90 Prozent
  • E13 bis E15: 75 Prozent

Berechnet wird die Summe aus dem Durchschnittsentgelt der Monate Juli bis September. Anspruch besteht grundsätzlich, wenn das Arbeitsverhältnis am 1. Dezember besteht. Für Kalendermonate ohne Entgeltanspruch kann sich die Jahressonderzahlung um jeweils ein Zwölftel reduzieren.

Seit 2026 können Beschäftigte des Bundes und bestimmte Beschäftigte im VKA-Bereich einen Teil ihrer Jahressonderzahlung gegen bis zu drei freie Tage tauschen. Ob das Modell für dich gilt, hängt vom Tarifbereich und den jeweiligen Voraussetzungen ab. Ab 2027 kommt für alle Beschäftigten ein zusätzlicher Urlaubstag dazu.

Für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit gelten Zuschläge

Der TVöD sieht unter anderem 20 Prozent Zuschlag für Nachtarbeit und 25 Prozent für Sonntagsarbeit vor. Bei Feiertagsarbeit gelten 35 Prozent mit Freizeitausgleich oder 135 Prozent ohne Freizeitausgleich.

Überstunden werden in den Entgeltgruppen E 1 bis E 9b mit 30 Prozent und ab E 9c mit 15 Prozent vergütet. Grundlage ist jeweils der Stundenanteil des Tabellenentgelts aus Stufe 3.

Wer ständig Wechselschicht arbeitet, erhält 200 Euro monatlich mehr, in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sogar 250 Euro. Für ständige Schichtarbeit sind es 100 Euro. Weitere Zulagen richten sich nach Tätigkeit, Tarifbereich und möglichen Sonderregelungen. Die Einzelheiten dazu regeln die Paragrafen 18, 19 und 20 des TVöD.

Gehaltsstufen: Die automatische Gehaltserhöhung im TVöD

Ein großer Vorteil, wenn du nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bezahlt wirst: Du musst keine Gehaltserhöhung verhandeln. Innerhalb deiner Entgeltgruppe steigst du mit der Zeit automatisch auf. § 16 TVöD legt fest, wie lange du in jeder Stufe bleibst. Nur für die Entgeltgruppe E 1 gelten eigene Stufenregeln.

  • Stufe 1 zu Stufe 2: nach einem Jahr
  • Stufe 2 zu Stufe 3: nach zwei Jahren
  • Stufe 3 zu Stufe 4: nach drei Jahren
  • Stufe 4 zu Stufe 5: nach vier Jahren
  • Stufe 5 zu Stufe 6: nach fünf Jahren

Kann man im öffentlichen Dienst das Gehalt verhandeln?

Dass der TVöD genau festlegt, wer was verdient, ist natürlich Fluch und Segen zugleich. Die einen freuen sich, weil ihnen die Gehaltsverhandlung erspart bleibt, die anderen wünschen sich mehr Freiraum für größere Gehaltssprünge.

Ein bisschen verhandeln kannst du aber auch im öffentlichen Dienst: Dein Arbeitgeber kann förderliche Berufserfahrung anerkennen, sodass du in einer höheren Stufe einsteigst. Bei schwer zu besetzenden Stellen oder zur Bindung von Fachkräften sind je nach Arbeitgeber und Tarifbereich manchmal Zulagen möglich. Einen Anspruch darauf gibt es allerdings nicht.

Am meisten Spielraum hast du vor der Vertragsunterzeichnung: Lass dir die vereinbarte Stufe und mögliche Zulagen unbedingt schriftlich bestätigen.

Wann kommt die nächste Gehaltserhöhung im öffentlichen Dienst?

Die aktuellen Werte in unserer TVöD-Entgelttabelle stammen aus dem Tarifabschluss vom April 2025. Er brachte für Beschäftigte im öffentlichen Dienst eine Gehaltserhöhung in zwei Schritten: 3,0 Prozent ab dem 1. April 2025, mindestens aber 110 Euro im Monat, und weitere 2,8 Prozent ab dem 1. Mai 2026. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums betraf der Tarifabschluss 2025 rund 2,6 Millionen Beschäftigte.

Die Laufzeit des aktuellen TVöD-Tarifabschlusses endet am 31. März 2027, die nächste Tarifrunde für Bund und Kommunen startet Anfang 2027.

Nicht verwechseln:

Im TV-L, also dem Tarifvertrag für die Bundesländer, steigen die Entgelte zum 1. März 2027 um 2 Prozent. Diese Erhöhung hat aber nichts mit dem TVöD Bund oder dem TVöD VKA zu tun.

Das Gehalt im öffentlichen Dienst vs. Privatwirtschaft

Ob du im öffentlichen Dienst mehr verdienst als in der Privatwirtschaft, lässt sich nicht pauschal beantworten. Wissenschaftliche Vergleiche zeigen eine geringere Lohnspreizung im öffentlichen Dienst: Die Gehälter liegen enger beieinander, während in der Privatwirtschaft vor allem am oberen Ende der Lohnverteilung höhere Einkommen möglich sind.

  • Der TVöD bietet dir feste Gehaltsgruppen, planbare Stufenaufstiege, eine Jahressonderzahlung und eine betriebliche Altersversorgung.
  • Private Arbeitgeber haben dafür mehr Spielraum bei Gehalt und Boni.
  • Für Beamt:innen gelten andere Maßstäbe, weil sich mit der Verbeamtung auch Versorgung, Krankenversicherung und Abgaben unterscheiden.

Wenn du wissen willst, wie attraktiv der öffentliche Dienst für dich ist, vergleichst du am besten das Jahresbrutto mit einer Stelle mit derselben Tätigkeit, Region und Wochenarbeitszeit in der freien Wirtschaft. Sonderzahlungen, Zuschläge, Urlaub und Altersversorgung solltest du dabei berücksichtigen.

Prinzipiell ist das Gehalt im öffentlichen Dienst aber besser als sein Ruf. Dazu kommen weitere Vorteile im öffentlichen Dienst, die für manche Menschen noch wichtiger sind als das Gehalt.

FAQ: Entgelttabellen und Gehalt im öffentlichen Dienst

Der TVöD gilt für Beschäftigte von Bund und Kommunen, der TV-L für die Beschäftigten der Bundesländer. Hessen hat mit dem TV-H einen eigenen Tarifvertrag. Beide werden getrennt verhandelt und haben unterschiedliche Tabellen und Laufzeiten.

Über die Tätigkeit. Eine Höhergruppierung setzt voraus, dass du dauerhaft Aufgaben übernimmst, die die Merkmale der höheren Entgeltgruppe erfüllen. Eine Fortbildung allein reicht dafür nicht.

Beim Bund reichen die Tabellenentgelte 2026 von 2.543,55 Euro in E1 bis 9.110,86 Euro in E15Ü, jeweils brutto im Monat bei Vollzeit. Dazu kommen Jahressonderzahlung, Zusatzversorgung und je nach Tätigkeit Zulagen.

E8 beginnt bei 3.486,40 Euro in Stufe 1 und endet bei 4.230,97 Euro in Stufe 6. Für die Eingruppierung müssen mindestens ein Drittel der Tätigkeiten selbstständige Leistungen sein.

E13 startet bei 4.901,11 Euro und geht bis 7.025,87 Euro in Stufe 6. Voraussetzung ist eine abgeschlossene wissenschaftliche Hochschulbildung mit entsprechender Tätigkeit oder gleichwertige Fähigkeiten.

Deine Entgeltgruppe steht im Arbeitsvertrag. Entscheidend sind die Aufgaben, die dir dauerhaft übertragen wurden. Berufsbezeichnung und Abschluss allein legen noch keine Entgeltgruppe fest.

In der Entgeltgruppe E 13 verdienst du zwischen 4.901,11 Euro in Stufe 1 und 7.025,87 Euro in Stufe 6. Für TVöD Bund und TVöD VKA gelten dieselben Werte. E 13 betrifft häufig Tätigkeiten, die eine wissenschaftliche Hochschulbildung und eine entsprechende Tätigkeit voraussetzen. Entscheidend bleibt aber die konkrete Stellenbewertung.

 

Nein. A 13 ist eine Besoldungsgruppe für Beamt und gehört nicht zur TVöD-Entgelttabelle. E 13 gilt für Tarifbeschäftigte. Beide Gruppen lassen sich nicht direkt miteinander gleichsetzen, weil für Besoldung und Tarifentgelt unterschiedliche Regelungen gelten.