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Das Einkommen zum Auskommen: Lebenshaltungskosten in Köln

Köln, die Karnevals- und Medienstadt, lockt mit Jobs, aber wie viel bleibt vom Gehalt übrig? Im Schnitt liegt das Bruttojahresgehalt bei 50.000 €. Nach Steuern bleiben einer ledigen Person etwa 2.700 € netto im Monat.

Was aber kostet das Leben am Rhein? Die Lebenshaltungskosten liegen bei rund 2.100 € monatlich, Miete inklusive. Da bleibt bei einem Durchschnittsgehalt nicht mehr viel Spielraum. Im Vergleich zu anderen Städten wie München oder Frankfurt ist Köln zwar noch bezahlbarer, aber die steigenden Preise machen sich bemerkbar. Im Gehaltsranking liegt Köln im Mittelfeld. Wer hier lebt, schätzt aber vor allem die hohe Lebensqualität und das kölsche Lebensgefühl.

Köln steht für Karneval, Kultur und Kölsch – und ist gleichzeitig ein bedeutender Wirtschaftsstandort in NRW. Doch wie viel Geld braucht man eigentlich, um sich das Leben am Rhein leisten zu können? Wir haben Gehälter, Lebenshaltungskosten und Monatsbilanzen gecheckt: Was bleibt in Köln vom Gehalt übrig?

Durchschnittsgehalt in Köln

Köln ist eine wichtige Medien-, Handels- und Dienstleistungsstadt. Hier haben große Fernsehsender, Versicherungen, Banken und Tech-Firmen ihren Sitz. Aber wie viel verdient man in dieser vielseitigen Metropole durchschnittlich?

Bruttogehalt Vollzeit

Basiert auf 74.607 Daten

Ø 50.200 €
Durchschnitt

Laut kununu liegen die Bruttogehälter in Köln im Durchschnitt bei rund 50.200 € pro Jahr. Aber wie gut kommt man damit wirklich durch den Monat?

Welches Netto-Einkommen hat Köln?

Nehmen wir an, Ira lebt in Köln, arbeitet Vollzeit und verdient die durchschnittlichen 50.000 € brutto jährlich. Sie ist ledig, kinderlos und ohne Kirchensteuer – also Steuerklasse I. Ihr Nettojahresgehalt liegt dann laut Brutto-Netto-Rechner bei ca. 32.300 €, also etwa 2.700 € im Monat.

Und wie sieht das bei anderen Gehältern aus? Hier findest du ein paar Beispielrechnungen zur Orientierung – für Steuerklasse I (ledig) oder IV (verheiratet):

👉 Für deine persönliche Berechnung kannst du den Brutto-Netto-Rechner nutzen.

Was verdient man eigentlich als…?

Was bleibt am Monatsende übrig – je nach Job? Wir haben typische Kölner Berufe und ihre Netto-Spannen herausgesucht. So viel haben Beschäftigte in Köln laut kununu durchschnittlich jährlich zur Verfügung:

Berufsbezeichnung Minimales Nettogehalt Maximales Nettohalt
Projektmanager:in 34.700 € 37.600 €
HR-Manager:in 33.700 € 36.500 €
Vertriebsmitarbeiter:in 31.400 € 34.000 €
Marketing Manager:in 30.300 € 32.800 €
Buchhalter:in 28.100 € 30.400 €
Sachbearbeiter:in 26.000 € 28.100 €
Kaufmännische:r Angestellte:r 25.800 € 28.000 €
Personalsachbearbeiter:in 24.600 € 26.700 €
Customer Service Manager:in 23.800 € 25.800 €
Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement 21.600 € 23.400 €

Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Köln im Monat?

Köln gehört zu den teureren Städten in NRW – vor allem beim Thema Miete. Zwar ist es nicht ganz auf dem Preisniveau von München oder Frankfurt, doch auch hier ist Wohnen längst kein Schnäppchen mehr.

Die Lebenshaltungskosten summieren sich im Schnitt also auf etwa 2.100 € im Monat. Ein paar weitere Beispiele von täglichen Ausgaben:

  • Öffi-Ticket (einfache Fahrt) 3,39 €
  • Mahlzeit in preiswertem Restaurant 14,00 €
  • Cappuccino (normal) 3,79 €
  • 1 Liter Milch 1,10 €
  • 1 Kilo Äpfel 2,94 €

Die Monatsbilanz: Was bleibt übrig?

Ira verdient netto 2.700 € im Monat – das ist nicht allzu schlecht. Aber bei monatlichen Fixkosten von 2.100 € bleiben ihr rund 500 € zur freien Verfügung.

NettogehaltMonatliche Bilanz
30.000 € (= 2.500 € monatlich)363 €
40.000 € (= 3.333 € monatlich)1.196 €
50.000 € (= 4.167 € monatlich)2.030 €
60.000 € (= 5.000 € monatlich)2.863 €
70.000 € (= 5.833 € monatlich)3.696 €

Gehalt: Wie schlägt sich Köln im Städtevergleich?

In Sachen Nettogehalt liegt Köln im Mittelfeld – mit ca. 30.100 € und 32.600 € netto pro Jahr. Die Stadt punktet dafür mit hoher Lebensqualität und einer kreativen Szene. Im Vergleich zu anderen Großstädten sieht das Ranking so aus:

München liegt in Punkto Durchschnittsgehalt in Deutschland auf Platz 1. Denn eindeutige Gewinner sind die Städte der Schweiz. In Zürich verdient man netto durchschnittlich zwischen 71.000 CHF und 76.300 CHF jährlich. Gleich darauf folgen Bern und Basel. Und wo liegt deine Stadt? Schau ins Ranking:

Stadt Minimales Nettogehalt Maximales Nettogehalt Gehaltszufriedenheit
Zürich 71.000 CHF 76.300 CHF 53%
Bern 70.100 CHF 75.300 CHF 57%
Basel 64.200 CHF 69.000 CHF 51%
Sankt Gallen 64.200 CHF 69.000 CHF 51%
Winterthur 63.500 CHF 68.300 CHF 53%
München 34.300 € 37.200 € 62%
Frankfurt am Main 34.200 € 37.000 € 59%
Stuttgart 33.700 € 36.500 € 63%
Wiesbaden 33.000 € 35.700 € 62%
Bonn 31.500 € 34.100 € 63%
Düsseldorf 31.300 € 33.900 € 60%
Karlsruhe 31.300 € 33.900 € 62%
Ulm 30.900 € 33.500 € 59%
Hamburg 30.500 € 33.100 € 59%
Mannheim 30.300 € 32.800 € 63%
Köln 30.100 € 32.700 € 60%
Linz 29.800 € 32.300 € 65%
Wien 29.600 € 32.100 € 59%
Nürnberg 29.200 € 31.700 € 58%
Essen 29.200 € 31.700 € 59%
Hannover 29.200 € 31.600 € 62%
Mainz 29.000 € 31.400 € 57%
Berlin 28.700 € 31.100 € 57%
Aachen 28.500 € 30.800 € 57%
Münster 28.400 € 30.700 € 61%
Graz 28.100 € 30.400 € 60%
Dortmund 28.100 € 30.400 € 59%
Bielefeld 27.900 € 30.200 € 63%
Salzburg 27.800 € 30.100 € 61%
Wuppertal 27.700 € 30.100 € 59%
Augsburg 27.700 € 30.000 € 59%
Bremen 27.700 € 30.000 € 57%
Innsbruck 27.100 € 29.400 € 60%
Duisburg 26.900 € 29.100 € 56%
Braunschweig 26.500 € 28.700 € 57%
Bochum 26.300 € 28.500 € 57%
Kiel 26.100 € 28.300 € 56%
Osnabrück 26.000 € 28.200 € 57%
Mönchengladbach 25.700 € 27.800 € 54%
Dresden 25.500 € 27.700 € 59%
Gelsenkirchen 25.400 € 27.500 € 55%
Potsdam 25.200 € 27.400 € 58%
Leipzig 24.800 € 26.800 € 58%
Chemnitz 23.200 € 25.100 € 59%

Fazit: Köln ist charmant – aber nicht mehr günstig

Köln ist lebenswert, vielseitig und wirtschaftlich attraktiv – doch auch hier spürt man den Preisanstieg. Wer allein lebt oder als Berufseinsteiger:in durchstartet, muss das Budget im Blick behalten. Die Gehälter liegen im soliden Mittelfeld, aber die Ausgaben steigen mit. Ein klarer Vorteil: Köln bleibt menschlich – und im Vergleich zu vielen Metropolen noch bezahlbar.