Ausbildung zum Immobilienkaufmann

Immobilienkaufmann / Immobilienkauffrau: alle Infos zur Ausbildung

Du liebst Immobilien – egal, ob es sich um ein Bürogebäude oder eine Wohnanlage handelt? Als kommunikatives Wesen fällt es dir leicht, Vertragsverhandlungen oder Kundengespräche zu führen? Mathe ist kein Problem für dich, du spielst mit Zahlen und behältst stets den Überblick? Dann werde doch Immobilienkaufmann oder Immobilienkauffrau, denn dieser Ausbildungsberuf könnte gut zu dir passen! Wir haben alle Infos, von der Ausbildung bis zum Gehalt.

Die Ausbildung zum Immobilienkaufmann bzw. zur Immobilienkauffrau dauert 3 Jahre. Machst du eine duale Ausbildung, wirst du die meiste Zeit in einem Ausbildungsbetrieb verbringen und daneben auch die Berufsschule besuchen. In der Schweiz nennt sich der Lehrberuf Kaufmann/Kauffrau EFZ Treuhand/Immobilien, der sich aber in mancherlei Hinsicht vom deutschen bzw. österreichischen Pendant unterscheidet. Neben Immobilien kümmerst du dich als Lehrling in der Schweiz vor allem auch um die Verwaltung von Vermögen. Das folgende Video gewährt dir Einblicke, was du von deiner Ausbildung erwarten kannst.

Ausbildung Immobilienkaufmann/Immobilienkauffrau – was dich erwartet

Als Azubi bzw. Lehrling wirst du lernen, wie man Immobilien jeder Art verwaltet, also beispielsweise Grundstücke, Wohnanlagen, Häuser, Bürogebäude und Gewerbehäuser. Dafür arbeitest du häufig gemeinsam im Team mit Maklern oder Immobilientreuhändern. Immobilienkaufleute suchen und kaufen Objekte, um sie dann zu verkaufen oder zu vermitteln. Es warten also nicht nur organisatorische Bürotätigkeiten auf dich, sondern ein abwechslungsreicher Aufgabenbereich. So wirst du als Immobilienkaufmann bzw. Immobilienkauffrau beispielsweise Grundstücke besichtigen, Vertragsverhandlungen führen, Projekte planen, Anzeigen schalten oder Finanzpläne erstellen. Du nimmst zudem fertiggestellte Bauten ab, findest potenzielle Mieter, führst Besichtigungen durch und schließt Mietverträge ab.

Gehalt Immobilienkaufmann/ Immobilienkauffrau

Wer seine Ausbildung bzw. Lehre in einem Betrieb absolviert, bekommt dafür auch eine Ausbildungsentschädigung. Wieviel dich in etwa erwartet, kannst du der folgenden Tabelle entnehmen:

 Deutschland*Österreich**Schweiz***
1. Ausbildungsjahr730472-708 €700-750 SFr.
2. Ausbildungsjahr840651-1.000 €930-950 SFr.
3. Ausbildungsjahr950806-1.127 €1’250-1’450 SFr.

* Berufenet der Bundesagentur für Arbeit, Datenbank Ausbildungsvergütungen (DAV) des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), 2011
** Ewaros, kollektivvertragliche Mindestsätze für Lehrlingsentschädigungen
*** Lohnrichtwerte Gewerbeverband Basel, 2011
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach der Lehre liegt in Österreich derzeit bei 1.175 € (laut AMS-Gehaltskompass). Die tarifliche Grundvergütung in Deutschland beträgt hingegen zwischen 2.604 bis 3.104 € (laut WSI-Tarifarchiv). Die Schweizer Verbände empfehlen für ausgelernte Kaufleute 4’200 SFr.

Aufstiegschancen

Wer aufsteigen möchte, kann in Deutschland zum Beispiel eine Weiterbildung (Betriebswirt/in oder Fachwirt/in) in Betracht ziehen. Mit Hochschulzugangsberechtigung ist auch ein Studium möglich. In Österreich gibt es diverse Fachhochschulen (z.B. Immobilienmanagement oder Immobilienwirtschaft). In der Schweiz kann die Berufsprüfung (z.B. Immobilienbewerter/in oder Immobilienvermarkter/in) oder Höhere Fachprüfung (etwa Dipl. Immobilien-Treuhänder/in) abgelegt werden, ebenso aber auch eine Höhere Fachschule (z.B. Dipl. Betriebswirtschafter/in) oder Fachhochschule (z.B. Betriebsökonomie) besucht werden.

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