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Pisa-Studie 2025

Ohne Formeln zum Job: 10 Ausbildungen für Mathe-Muffel

von Marie S.
Veröffentlicht:  17. September 2026, 11:18
2 min
Person im hellen Hoodie hält sich vor einer Tafel mit mathematischen Formeln die Hand vors Gesicht.

PISA zeigt in Deutschland große Lücken beim Rechnen. Aber eine schwache Mathenote muss auf dem Weg zur Traumkarriere kein Hindernis sein. Diese zehn Berufe belohnen andere Stärken – und zeigen, dass auch für Mathe-Muffel ein gutes Einkommen möglich ist.

Das PISA-Ergebnis ist kein KO-Kriterium

Rund einem Fünftel der 15-Jährigen in Deutschland fehlen laut PISA 2025 grundlegende Basiskompetenzen in Mathematik, Lesen oder Naturwissenschaften. In Mathematik erreicht Deutschland dabei nur noch 464 Punkte – der niedrigste Wert seit Beginn der Studie.Viele Schüler:innen, die regelmäßig mit Formeln kämpfen, machen sich Sorgen über ihre berufliche Zukunft. Aber eine Fünf in Mathe muss kein Problem sein: Auch die PISA-Studie zeigt schließlich nur einen winzigen Ausschnitt dessen, was einen Menschen ausmacht.

Statt an schlechten PISA-Ergebnissen zu verzweifeln, sollten sich künftige Berufseinsteiger:innen auf die eigenen Stärken besinnen. Wer mit Mathe nicht zurechtkommt, wählt eben einen Beruf, bei dem andere Fähigkeiten im Vordergrund stehen.

Ein Fotograf fotografiert die Natur.
Wer sich auf seine Stärken konzentriert, findet die Ausbildung, die langfristig am glücklichsten macht.

Berufe ohne (oder mit wenig) Mathe

Die folgende Tabelle zeigt zehn mögliche Wege für Menschen, deren Talente eher bei Sprache, Organisation, Gestaltung oder im Umgang mit anderen liegen. Berufe, in denen komplexe Mathematik oder technische Berechnungen den Kern der Arbeit bilden, bleiben außen vor.

AusbildungsberufHier zählen besonderskununu-Einstieg*kununu-Durchschnitt*
Notarfachangestellte:rSprache, Organisation, Genauigkeit3.108 €3.708 €
Rechtsanwaltsfachangestellte:rSprache, Genauigkeit, Überblick2.925 €3.308 €
Zahnmedizinische:r Fachangestellte:rEmpathie, Ruhe, manuelles Geschick2.750 €3.025 €
Mediengestalter:inKreativität, Software, visueller Blick2.700 €3.000 €
Fotograf:inGestaltung, Technik, Menschenkenntnis2.625 €2.925 €
BestattungsfachkraftEmpathie, Organisation, Belastbarkeit2.767 €2.858 €
Tiermedizinische:r Fachangestellte:rTierliebe, Sorgfalt, Stressfestigkeit2.525 €2.658 €
Hotelfachmann:frauKommunikation, Service, Organisation2.475 €2.608 €
Buchhändler:inSprache, Beratung, Warenkenntnis2.458 €2.583 €
Friseur:inKreativität, Handwerk, Kommunikation2.233 €2.333 €

Brutto pro Monat bei zwölf Monatsgehältern in Deutschland bei einer Beschäftigung in Vollzeit. Grundlage sind die Gehaltsangaben bei kununu. Als Einstieg wertet kununu Angaben von Beschäftigten mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung. Der Durchschnitt umfasst alle Erfahrungsstufen.

Temfähigkeit kann wichtiger sein als Kopfrechnen

Um das Rennen um den Traumjob zu gewinnen, brauchen Bewerber:innen aber ohnehin mehr als nur gute Noten. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat über zwei Millionen Stellenanzeigen aus der Jobbörse der Bundesagentur ausgewertet. In 64 Prozent davon stehen sogenannte „überfachliche Kompetenzen“ in den Anforderungen. Fast die Hälfte der Ausschreibungen verlangt gezielt nach sozial-kommunikativen Fähigkeiten, allen voran Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit.

Die Harvard Business School geht davon aus, dass Soft Skills wie kritisches Denken, Kommunikationsfähigkeit und die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen in Zukunft immer wichtiger werden. Denn solche grundlegenden Kompetenzen helfen, mit den schnellen Veränderungen im KI-Zeitalter Schritt zu halten.

Je mehr Praxiserfahrung, desto besser

Im kostenlosen Berufsorientierungstest Check-U der Bundesagentur für Arbeit erhalten Interessierte passende Ausbildungswege für ihr persönliches Stärkenprofil. Wer sich bewusst für einen Beruf entscheidet, sich aktiv darauf vorbereitet und früh Praxiserfahrung sammelt, kann punkten: Langzeitstudien zeigen stabile Zusammenhänge zwischen früher Berufsorientierung und späteren Erfolgen bei Beschäftigung, Einkommen und Berufszufriedenheit.