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Das Einkommen zum Auskommen: Lebenshaltungskosten in Frankfurt am Main

Frankfurt, die Finanzmetropole! Hier locken Top-Gehälter, aber die Lebenshaltungskosten haben's auch in sich. Im Schnitt sacken Arbeitnehmer:innen ca. 56.700 € brutto jährlich ein. Netto bleiben bei Steuerklasse I rund 3.000 € im Monat. Aber Achtung: Die Miete, das Feierabendbier und Co. kosten! Rund 2.400 € gehen für den Lebensunterhalt drauf. Heißt: Wer in Mainhattan lebt, sollte sein Gehalt genau checken. Im Vergleich zum Rest von Deutschland liegt Frankfurt mit einem durchschnittlichen Nettogehalt von 36.900 € im oberen Bereich. Zufrieden sind trotzdem nur 59 %. Dein Gehalt im Blick behalten lohnt sich also!

Frankfurt ist Bankenzentrum, internationales Drehkreuz und zählt zu den Städten mit den höchsten Gehältern Deutschlands. Aber: Hohe Gehälter bedeuten nicht automatisch mehr vom Leben – vor allem nicht, wenn auch die Lebenshaltungskosten ordentlich anziehen. Was musst du also verdienen, um in Frankfurt gut leben zu können? Und wie viel bleibt wirklich am Monatsende übrig?

Durchschnittsgehalt in Frankfurt

Frankfurt am Main ist das Herz der deutschen Finanzwelt, Sitz zahlreicher internationaler Unternehmen, DAX-Konzerne und Start-ups. Doch wie schlägt sich das im Gehaltszettel nieder?

Bruttogehalt Vollzeit

Basiert auf 117.886 Daten

Ø 56.900 €
Durchschnitt

Laut kununu-Daten verdienen Arbeitnehmer:innen in Frankfurt durchschnittlich rund 56.900 € brutto jährlich – nicht schlecht!

Welches Netto-Einkommen hat Frankfurt?

Nehmen wir an, Tristan lebt in Frankfurt, ist Single ohne Kind und gehört zur Steuerklasse I. Und er verdient genau das Durchschnittsgehalt. Bei einem Bruttojahresgehalt von 56.700 € bleiben ihm jährlich rund 36.100 Euro netto – je nach Kirchensteuer, Krankenversicherung und weiteren Faktoren kann dieser Wert leicht variieren. Im Monat macht das rund 3.000 Euro netto.

Und was landet auf deinem Konto? Hier findest du Gehälter für Steuerklasse I (Ledige, geschiedene, verwitwete ohne Kinder) und IV (Verheiratete Doppelverdiener (bei etwa gleichem Einkommen)). Und du kannst sehen, was Spitzenverdienern netto so übrig bleibt:

Mit dem Brutto-Netto-Rechner findest du deinen exakten Wert.

Was verdient man eigentlich als…?

Frankfurt bietet in vielen Branchen überdurchschnittliche Gehälter. Doch was verdient man in normalen, populären Berufen?

Berufsbezeichnung Minimales Nettogehalt Maximales Nettohalt Gehaltszufriedenheit
Sales Manager:in 41.500 € 44.900 € 67%
Projektmanager:in 40.000 € 43.400 € 59%
HR-Manager:in 36.600 € 39.700 € 73%
Assistenz der Geschäftsführung 31.600 € 34.300 € 62%
Buchhalter:in 30.200 € 32.800 € 54%
Assistent:in 29.000 € 31.500 € 60%
Kaufmännische:r Angestellte:r 28.100 € 30.400 € 52%
Customer Service Manager:in 28.000 € 30.400 € 55%
Sachbearbeiter:in 26.700 € 28.900 € 54%
Kauffrau / Kaufmann für Büromanagement 21.900 € 23.700 € 56%

Wie hoch sind die Lebenshaltungskosten in Frankfurt im Monat?

Frankfurt gehört zu den teuersten Städten Deutschlands. Mieten, Nahverkehr und Gastronomiepreise liegen deutlich über dem Bundesschnitt.

Insgesamt belaufen sich die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten in Frankfurt also auf ca. 2.400 € pro Monat – mit Puffer für Freizeit & Co. Einzelne Kosten des Alltags sehen so aus:

  • Öffi-Ticket (einfache Fahrt) 3,80 €
  • Mahlzeit in preiswertem Restaurant 15,50 €
  • Cappuccino (normal) 3,96 €
  • 1 Liter Milch 1,32 €
  • 1 Kilo Äpfel 2,99 €

Die große Bilanz: Was am Ende übrig bleibt

Zurück zu Tristan: Mit seinem Monatsnetto von rund 3.000 Euro und Lebenshaltungskosten von 2.400 € bleiben ihm 600 € monatlich – ein großzügiger Spielraum.

So entwickelt sich dein Überschuss bei verschiedenen Netto-Gehältern:

NettogehaltMonatliche Bilanz
35.000 € (= 2.917 € monatlich)517 €
40.000 € (= 3.333 € monatlich)933 €
50.000 € (= 4.167 € monatlich)1.767 €
60.000 € (= 5.000 € monatlich)2.600 €
70.000 € (= 5.833 € monatlich)3.433 €

Gehalt: Wo liegt Frankfurt im deutschsprachigen Raum?

Vergleicht man die Nettogehälter von Deutschland, Österreich und der Schweiz, führen eindeutig die Schweizer das Ranking an. Mit einem Nettogehalt zwischen 71.000 CHF und 76.300 CHF jährlich liegt Zürich vorn. Die erste deutsche Stadt ist München, wo das Durchschnittsgehalt bei aktuell 34.300 € und 37.200 € netto liegt und führt die Liste der deutschen Städte mit dem höchsten Gehalt an. Dicht dahinter folgt Frankfurt am Main mit bis zu 37.000 € Nettogehalt. Die Gehaltszufriedenheit liegt dort übrigens bei nur 59 %. Und deine Stadt? Schau im Ranking nach:

Stadt Minimales Nettogehalt Maximales Nettogehalt Gehaltszufriedenheit
Zürich 71.000 CHF 76.300 CHF 53%
Bern 70.100 CHF 75.300 CHF 57%
Basel 64.200 CHF 69.000 CHF 51%
Sankt Gallen 64.200 CHF 69.000 CHF 51%
Winterthur 63.500 CHF 68.300 CHF 53%
München 34.300 € 37.200 € 62%
Frankfurt am Main 34.200 € 37.000 € 59%
Stuttgart 33.700 € 36.500 € 63%
Wiesbaden 33.000 € 35.700 € 62%
Bonn 31.500 € 34.100 € 63%
Düsseldorf 31.300 € 33.900 € 60%
Karlsruhe 31.300 € 33.900 € 62%
Ulm 30.900 € 33.500 € 59%
Hamburg 30.500 € 33.100 € 59%
Mannheim 30.300 € 32.800 € 63%
Köln 30.100 € 32.700 € 60%
Linz 29.800 € 32.300 € 65%
Wien 29.600 € 32.100 € 59%
Nürnberg 29.200 € 31.700 € 58%
Essen 29.200 € 31.700 € 59%
Hannover 29.200 € 31.600 € 62%
Mainz 29.000 € 31.400 € 57%
Berlin 28.700 € 31.100 € 57%
Aachen 28.500 € 30.800 € 57%
Münster 28.400 € 30.700 € 61%
Graz 28.100 € 30.400 € 60%
Dortmund 28.100 € 30.400 € 59%
Bielefeld 27.900 € 30.200 € 63%
Salzburg 27.800 € 30.100 € 61%
Wuppertal 27.700 € 30.100 € 59%
Augsburg 27.700 € 30.000 € 59%
Bremen 27.700 € 30.000 € 57%
Innsbruck 27.100 € 29.400 € 60%
Duisburg 26.900 € 29.100 € 56%
Braunschweig 26.500 € 28.700 € 57%
Bochum 26.300 € 28.500 € 57%
Kiel 26.100 € 28.300 € 56%
Osnabrück 26.000 € 28.200 € 57%
Mönchengladbach 25.700 € 27.800 € 54%
Dresden 25.500 € 27.700 € 59%
Gelsenkirchen 25.400 € 27.500 € 55%
Potsdam 25.200 € 27.400 € 58%
Leipzig 24.800 € 26.800 € 58%
Chemnitz 23.200 € 25.100 € 59%

Fazit: Frankfurt verdient viel

Frankfurt bietet hohe Gehälter – aber auch hohe Ausgaben. Wer hier wohnt, lebt gut, muss aber sein Gehalt auch gut im Blick behalten. Besonders für Berufseinsteiger:innen und Alleinerziehende kann es knapp werden. Entscheidend ist daher: Stimmt dein Nettogehalt?