Praktikantenspiegel

So erlebst du das perfekte Praktikum

Den ganzen Tag nur Kaffee kochen, beim Chef einschleimen, die ganze Arbeit machen und das auch noch ohne Bezahlung. Damit du in Zukunft solche Horrorszenarien vermeiden kannst, sagen wir dir, wie du das perfekte Praktikum erleben kannst und wie dir der Future Talents Report – der Praktikantenspiegel dabei hilft.

Lass dich nicht ausnutzen

Schon in der Stellenanzeige steht, dass du zwar angeblich viel im Unternehmen lernen wirst, es aber dafür leider, leider, leider aus Budgetgründen keine Bezahlung gibt? Dann solltest du schon hellhörig werden. Klar, bei kleinen Start-Ups kann das wirklich sein. Wenn die Firma jedoch einen echt bekannten Namen hat, könnte sie dich vermutlich auch bezahlen. Gerade die Medienbranche muss da noch nachziehen. Viele Praktikanten müssen noch unbezahlt arbeiten. Das kann sich nicht jeder Student einfach so leisten. Nachdem in Deutschland der Mindestlohn eingeführt wurde, muss dich jedes Unternehmen bei einem über drei Monate dauernden Praktikum auch mit 8,84 Euro pro Stunde entlohnen.

Informiere dich vorab

Auf kununu, dem größten Arbeitgeberbewertungsportal Europas, kannst du dich über deine zukünftigen Arbeitgeber informieren. Wer nutzt seine Praktikanten nur aus? Und wer bindet dich von Beginn an in die tägliche Arbeit mit ein? Was manche Arbeitgeber nämlich vergessen: Du bist ein mögliches Nachwuchstalent für ihr Unternehmen und sie können dich nach deinem Praktikum langfristig an sich binden.

Wenn dein Praktikum irgendwann vorbei ist, ist „nach mir die Sintflut“ deshalb nicht die richtige Einstellung. Andere Praktikanten und Werkstudenten nach dir sollten schließlich wissen, dass sie in diesem Unternehmen nur zum Aufräumen des Lagers gebraucht werden. Oder, dass sie ganz im Gegenteil von Anfang an in die alltägliche Arbeit eingebunden und gut angeleitet werden. Clevis, eine deutsche Unternehmensberatung, hat es sich auf die Fahne geschrieben – Praktikanten sollen wissen, was sie erwartet. Dafür hat Clevis bereits im Jahr 2012 den Praktikantenspiegel ins Leben gerufen. Was das genau ist, fragst du dich jetzt? In den letzten Jahren haben über 40.000 Teilnehmer ihr Praktikum oder ihre Werkstudentenstelle in dem ca. 10- bis 15-minütigen Fragebogen bewertet. Im Jahr 2017 kam dabei zum Beispiel heraus, dass über 40 Prozent aller Praktikanten Überstunden leisten. Trotzdem sind die meisten von ihnen mit ihrer Work-Life-Balance vollkommen zufrieden. Wir von kununu – der größten Arbeitgeberbewertungsplattform Europas – haben uns natürlich gedacht: Wow, bei so einer Studie müssen wir eigentlich dabei sein.

Zum ersten Mal sind kununu und Clevis nun gemeinsam auf der Suche nach euren Meinungen. Welche Unternehmen machen alles richtig und welche alles falsch? Sag es uns! Die Online-Befragung des Future Talents Report 2019 – der Praktikantenspiegel findest du hier. Kleiner Tipp am Rande: Du kannst Preise im Wert von 1.500 Euro gewinnen – unter anderem ein Microsoft Surface Pro – Intel Core i5. Klingt eigentlich ganz nice, nicht?

Der Check im Vorstellungsgespräch

Juhu, deine 100 Bewerbungen haben sich endlich ausgezahlt. Du wurdest sogar zu einem Vorstellungsgespräch bei deinem Traumarbeitgeber eingeladen. Jetzt musst du ganz allein überzeugen. Oder? Ein Irrtum. Denke einfach mal um, denn: Du hast Talent. Vielleicht hast du in manchen Bereichen sogar mehr drauf als die alteingesessenen Mitarbeiter des Unternehmens. Ein bisschen Selbstbewusstsein tut gut.

Bei deinem Bewerbungsgespräch für das Praktikum kannst du all deine Fragen stellen. Was können eigentlich Sie mir bieten? Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben? Was werde ich bei Ihnen als Praktikant lernen? Besteht für mich die Chance auf eine Festanstellung? An den Antworten darauf merkst du schon, was in den nächsten Monaten auf dich zukommen könnte. Leider gibt es natürlich Personaler, die hier lügen, dass sich nur so die Balken biegen. Trau dich später deshalb ruhig und sprich sie auf die versprochenen Learnings an. Schließlich hast du nichts zu verlieren.

Zeig Eigeninitiative

Nach dem Vorstellungsgespräch hast du schnell – oder weniger schnell – eine Zusage von dem Unternehmen bekommen. Auch du warst absolut begeistert und hast heute deinen ersten Tag.  In vielen Firmen wird dir mittlerweile ein Mentor oder Buddy für die ersten Tage und Wochen am neuen Arbeitsplatz zugeteilt. Er soll dir zeigen, worauf es bei deiner Tätigkeit ankommt und dir alles möglichst ausführlich erklären. Tja, schlagartig kam die Ernüchterung. Der Mentor ist gerade auf Weltreise und kommt erst in vier Wochen wieder. Na toll. Niemand zeigt dir etwas und du hast noch nicht einmal einen PC bekommen. Hört sich erstmal nicht nach dem perfekten Praktikum an.

Mit etwas Eigeninitiative kann es das aber noch werden. Deine Kollegen kennen mit Sicherheit den richtigen Ansprechpartner für jegliche IT-Probleme. Frag sie einfach danach. Vielleicht hat jemand von ihnen Zeit und kann dir eine kleine Tour durch das Büro geben. Außerdem kannst du mit ihnen abklären, wo sie Unterstützung benötigen. Als Antwort kam nur: „Putz doch mal die Gläser in der Küche!“ Hab keine Angst und sag einfach nein. Du möchtest in deinem Praktikum Fachspezifisches lernen und darfst das durchaus verlangen. Vergiss dabei nie: Ein Praktikum ist keine Bindung auf ewig. Du darfst innerhalb der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist gehen. In der Probezeit kannst du den Vertrag sogar sofort auflösen.

Wir wünschen dir viel Glück dabei, das perfekte Praktikum für dich zu finden!