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Reformpaket

Bis zu 600 Euro mehr im Jahr: Was die Steuerreform fürs Gehalt bedeutet

Veröffentlicht:  2. Juli 2026, 14:58
2 min
Lachende Familie mit zwei kleinen Kindern umarmt sich zu Hause

Bis zu 600 Euro mehr im Jahr: So viel verspricht die Koalition einem Durchschnittshaushalt in Deutschland durch die geplante Steuerreform. Am stärksten sollen Familien mit Kindern profitieren – gegenfinanziert wird die Entlastung über die Reichensteuer. Ob unterm Strich wirklich mehr im Portemonnaie bleibt, hängt am Einkommen.

Bis zu 600 Euro – am meisten für Familien

Konkret nennt Friedrich Merz eine Zahl: „Wir rechnen mit bis zu 600 Euro pro Jahr durchschnittlich für einen Durchschnittshaushalt“, sagte der Bundeskanzler. Gemeint ist ein Haushalt mit einem zu versteuernden Einkommen von 60.000 Euro. Den Schwerpunkt legt die Koalition auf geringe und mittlere Einkommen – am stärksten wirkt die Entlastung nach eigenen Angaben bei Familien mit Kindern.

Das steckt in der Steuerreform

  • Entlastung: bis zu 600 Euro im Jahr bzw. 50 Euro im Monat für einen Durchschnittshaushalt
  • Zielgruppe: geringe und mittlere Einkommen, besonders Familien mit Kindern
  • Stellschrauben: Grundfreibetrag, Kinderfreibetrag, Kindergeld, Arbeitnehmerpauschbetrag
  • Start: 1. Januar 2027, volle Wirkung ab 2028
  • Volumen: rund 10 Milliarden Euro pro Jahr, finanziert über die Reichensteuer

Grundfreibetrag, Kindergeld, Pauschbetrag: die Stellschrauben

Wie die Entlastung zustande kommt, erklärt Finanzminister Lars Klingbeil über mehrere Hebel: „Der Grundfreibetrag, der Kinderfreibetrag, das Kindergeld und die Erhöhung des Arbeitnehmerpauschbetrages führen dazu, dass wir eine deutliche Entlastung in unserem Land erreichen.“

Spätestens 2028 sollen so Familien mit Kindern um bis zu 600 Euro im Jahr entlastet werden.

Bezahlt wird über die Reichensteuer

Die Rechnung geht nicht ohne Gegenfinanzierung auf. Höhere Einkommen sollen über eine ausgeweitete Reichensteuer stärker belastet werden: 45 Prozent ab einem zu versteuernden Einkommen von 250.000 Euro, 47 Prozent ab 280.000 Euro.

„Die Höchstverdiener in unserem Land werden also einen größeren Anteil übernehmen“, sagte Klingbeil. Merz ordnet sie sozial ein: „Wer unter Teuerung, Inflation und stagnierenden Löhnen am meisten leidet, wird entlastet.“

Beschlossen, aber noch nicht in Kraft

Noch ist das ein Fahrplan, kein Steuerbescheid: Die Zahlen stammen aus dem Koalitionsausschuss, in Kraft treten soll die Reform erst 2027. Wie viel am Ende auf dem Konto landet, hängt vom eigenen Einkommen ab. Für einen Durchschnittshaushalt stehen bis zu 600 Euro im Jahr in Aussicht – ob das die „respektable Summe“ ist, als die Merz sie bezeichnet, zeigt sich jeweils am Monatsende.