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Das Einkommen der Mittelschicht: Ab wann gehörst du dazu?

Zur Mittelschicht gehören? Viele Deutsche sehen sich in der Mitte der Gesellschaft, doch wer zählt wirklich dazu? Eine einheitliche Definition gibt's nicht, aber als Single lag die Grenze 2022 bei etwa 1.850 bis 3.470 Euro netto im Monat. Für Paare ohne Kinder sind es ca. 2.770 bis 5.200 Euro. Spannend: Die Mittelschicht schrumpft, besonders junge Leute haben's schwerer aufzusteigen. Berufe wie IT-Systemadministrator:in, Tierärzt:in oder Flugzeugmechaniker:in bieten oft ein solides Mittelschicht-Gehalt. Aber Achtung: Regionale Unterschiede und persönliche Umstände spielen auch eine Rolle!

Über 80 Prozent der Deutschen sind überzeugt, zur Mittelschicht zu gehören. Die Realität sieht allerdings etwas anders aus: Statistisch gesehen zählen je nach Definition nur 48 bis 63 Prozent der Bevölkerung dazu. Höchste Zeit für einen Realitätscheck: Hier erfährst du, was wirklich mit dem Begriff gemeint ist und ob du mit deinem Einkommen zur Mittelschicht gehörst.

Wer gehört zur Mittelschicht?

Landläufig bezeichnet man die Gruppe von Menschen in einer Gesellschaft als Mittelschicht, die weder besonders gut noch besonders schlecht verdient. Wenn Politiker von der Mittelschicht sprechen, nicken die meisten Deutschen deshalb innerlich zustimmend: Da fühlt sich doch irgendwie jede:r angesprochen.

Eine repräsentative Umfrage des International Social Survey Programme (ISSP) aus dem Jahr 2019 zeigte, dass sich über 80 Prozent der Befragten zum gesellschaftlichen Mittelfeld zählen. Interessanterweise sehen sich nur etwa 2 Prozent der Befragten in der Unterschicht, knapp 15 Prozent in der Arbeiterschicht und 0,5 Prozent in der Oberschicht.

Irgendjemand scheint sich da wohl selbst nicht ganz richtig einzuordnen: Reich sind ja immer nur die anderen. Vielleicht erinnerst du dich, dass sich Friedrich Merz 2018 als Person der Mittelschicht bezeichnete. Diese Aussage löste eine Welle der gesellschaftlichen Empörung aus – sie zeigt aber auch, wie sehr sich ein großer Teil der Deutschen mit der Mitte identifiziert.  

Quelle: ISSP (2019); Berechnungen des ifo Instituts

Was ist die Mittelschicht? Eine Definition

Tja, was stimmt denn nun? Eine einheitliche Definition der Mittelschicht gibt es nicht. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln definiert sie so: Wer zwischen 80 und 150 Prozent des mittleren Einkommens (Median) verdient, gehört zur deutschen Mitte im engeren Sinne.

Alleinlebende gehörten beispielsweise im Jahr 2022 ab einem monatlichen Nettoeinkommen 1.850 Euro zur Mittelschicht. Das entsprach ungefähr jeder zweiten deutschen Person.

Was ist das Median-Einkommen?

Anders als das Durchschnittsgehalt wird das Median-Einkommen nicht durch wenige extrem hohe oder niedrige Gehälter verzerrt, sondern markiert genau die Mitte: Die eine Hälfte aller Menschen verdient mehr, die andere Hälfte weniger. Damit ist der Median näher dran an einem „normalen“ Gehalt. Mehr Informationen rund um das Median-Gehalt in Deutschland findest du in diesem Beitrag:

Ab wann gehört man zur Mittelschicht?

Was muss auf deinem Konto landen, damit du statistisch zur Mittelschicht in Deutschland zählst? Entscheidend ist das sogenannte bedarfsgewichtete Haushaltsnettoeinkommen. Das bedeutet, dass berücksichtigt wird, wie viele Personen in deinem Haushalt leben.

Ein Paar braucht schließlich nicht das Doppelte eines Singles, denn viele Kosten werden geteilt. Kinder werden ebenfalls anders gewichtet, weil sie weniger Geld benötigen als Erwachsene.

Mittelschicht: Nettogehalt als Single

Als Alleinstehende:r gehörst du zur Mittelschicht, wenn dein Nettoeinkommen pro Monat zwischen 1.850 und 3.470 Euro liegt. Das Nettoeinkommen umfasst dabei alles, was nach Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt. Verdienst du weniger als 1.850 Euro netto, zählst du zur unteren Mittelschicht oder sogar zur einkommensarmen Bevölkerung.

Mittelschicht: Nettoeinkommen als Paar

Für Paare ohne Kinder liegt das Nettoeinkommen der Mittelschicht zwischen etwa 2.770 und 5.200 Euro monatlich. Nach der OECD-Definition entspricht das einem verfügbaren Jahreseinkommen von 26.212 bis 69.900 Euro.

Mittelschicht: Nettoeinkommen als Familie

​Eine vierköpfige Familie in Deutschland zählt laut einer Studie des IW zur Mittelschicht, wenn ihr monatliches Nettoeinkommen zwischen 3.880 und 7.280 Euro liegt. Als „reich“ gelten Familien (hinsichtlich ihres Einkommens) ab einem monatlichen Netto von 12.140 Euro. Diese Schwelle entspricht 250 Prozent des mittleren Einkommens und markiert den Eintritt in die einkommensbezogene Oberschicht.

Was verdient die Oberschicht?

Einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zufolge zählen im Jahr 2024 Alleinstehende mit einem Netto-Einkommen ab 3.813 Euro zu den oberen zehn Prozent. Das IW hat auf Basis der Studienergebnisse einen interaktiven Rechner erstellt, mit dem man kostenlos auf Basis des Einkommens und weiterer Angaben analysieren lassen kann, welcher Einkommensschicht man angehört.

Obere, mittlere und untere Mittelschicht

Innerhalb der Mittelschicht unterscheidet man drei verschiedene Unterkategorien. Während die untere Mittelschicht ein erhöhtes Risiko trägt, in die Armut abzurutschen, genießt die obere Mittelschicht finanzielle Stabilität und hat in der Regel keine Existenzsorgen. Die „mittlere Mitte“ ist der Kernbereich – und die Gruppe, die in der Regel mit der Mittelschicht gemeint ist.

Das ifo-Institut hat die einzelnen Einkommensgruppen für Singles, Paare ohne Kinder und Paare mit zwei Kindern in fünf Kategorien aufgeteilt: Hohes Einkommen, Obere Mittelschicht, Mittlere Mitte, Untere Mitte und Niedriges Einkommen und gibt die jeweiligen Nettogehälter an:

KategorieSinglePaar ohne KinderPaar mit zwei Kindern
Hohes EinkommenMehr als 46.600 EuroMehr als 69.900 EuroMehr als 97.860 Euro
Obere Mittelschicht34.950 bis 46.600 Euro52.425 bis 69.900 Euro73.395 bis 97.860 Euro
Mittlere Mitte23.300 bis 34.950 Euro34.950 bis 52.425 Euro48.930 bis 73.395 Euro
Untere Mitte17.475 bis 23.300 Euro26.212 bis 34.950 Euro36.698 bis 48.930 Euro
Niedriges EinkommenWeniger als 17.475 EuroWeniger als 26.212 EuroWeniger als 36.698 Euro

Kurz noch mal dein eigenes Nettogehalt berechnen? Hier entlang:

Weitere Kriterien für die Definition der Mittelschicht

Das monatliche Einkommen entscheidet aber natürlich nicht allein darüber, wie gut du finanziell dastehst (und mit welcher Einkommensgruppe du dich identifizierst). Es gibt noch einige weitere Faktoren, die in die Definition der Mittelschicht einfließen können.

Wohneigentum: Wer eine eigene Immobilie besitzt und selbst bewohnt, hat einen sogenannten Mietvorteil. Dieser wird in die Berechnungen einbezogen, denn du sparst dir die monatliche Miete. Das kann deine Position in der Einkommensverteilung verbessern.

Regionale Unterschiede: In München oder Frankfurt brauchst du mehr Geld, um denselben Lebensstandard zu halten wie zum Beispiel in Chemnitz oder Magdeburg. Die offiziellen Mittelschichtsgrenzen berücksichtigen das zwar nicht direkt, aber sie beeinflussen deine gefühlte finanzielle Situation.

Erwerbsstatus: Wer Vollzeit arbeitet, hat ein geringeres Risiko, in die untere Einkommensschicht abzurutschen. Weniger als sechs Prozent der Vollzeitbeschäftigten gelten als armutsgefährdet. Bei Teilzeitarbeit, Minijobs oder Arbeitslosigkeit sieht das anders aus.

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Die Mittelschicht in Deutschland steht unter Druck

Die Mittelschicht ist gesellschaftlich enorm wichtig. Sie treibt den Konsum an, sorgt für Stabilität und zahlt ordentlich Steuern. Ohne die deutsche Mittelschicht würde das System also ziemlich wackeln. Außerdem gilt: Je größer die Mittelschicht, desto homogener sind die Einkommensverhältnisse insgesamt.

Aber die Mittelschicht in Deutschland schrumpft. 1995 zählten noch 70 Prozent der Bevölkerung zur mittleren Einkommensgruppe. 2007 gehörten noch 65 Prozent der Bevölkerung zur Mittelschicht und 2019 waren es nur noch 63 Prozent, also rund 26,1 Millionen Haushalte. Der Rückgang mag moderat erscheinen, ist im europäischen Vergleich aber beachtlich: Deutschland rutschte im Ranking der Mittelschicht-Größe von Platz 9 auf Platz 14 ab.

Junge Menschen haben es schwer, in die Mittelschicht aufzusteigen

Die Mittelschicht schrumpft an beiden Rändern: Einige steigen auf, andere steigen ab. Besonders betroffen sind junge Erwachsene. Während 71 Prozent der Babyboomer nach dem Berufseinstieg in die Mittelschicht gelangten, schaffen das nur noch 61 Prozent der Millennials.

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung sieht den Hauptgrund dafür, dass es Berufseinsteiger:innen immer schwerer haben in die Mittelschicht aufzusteigen, in der fehlenden Bildung. Ein abgeschlossenes Studium oder eine Berufsausbildung sind Voraussetzung dafür, sich für besser bezahlte Jobs zu qualifizieren. 

Ein Grund für den Druck auf die Mitte ist die hohe Steuer- und Abgabenlast. Mit einer Grenzbelastung von rund 50 Prozent bleibt Menschen mit mittlerem Einkommen vom nächsten verdienten Euro effektiv nur die Hälfte übrig. Mehrarbeit lohnt sich damit oft kaum: Das ifo-Institut sieht die Mittelschicht deshalb am Rand ihrer Belastungsfähigkeit.

Berufe für die Mittelschicht in Deutschland

Wir haben mithilfe der kununu Datenbank analysiert und spannende Berufsbilder herausgesucht, in denen du ein Mittelschicht-Gehalt erwarten kannst. Wir sind selbst ein bisschen überrascht, wie vielfältig die Optionen für ein mittleres Einkommen sind.

IT-Systemadministrator:in

IT-Systemadministrator:innen halten die digitale Infrastruktur von Unternehmen am Laufen. Zu ihren Aufgabenfeldern gehören Netzwerke, Server, Sicherheitssysteme und Zugriffsrechte. Das Berufsfeld ist in Deutschland breit aufgestellt, entsprechend weit ist die Gehaltsspanne.

Als IT-Systemadministrator:in liegt das mittlere Gehalt in Deutschland bei 51.300 € brutto im Jahr. Das heißt: Die Zahl der Jobs in diesem Bereich, in dem die Bezahlung besser ist, ist genauso groß wie die Zahl der Jobs, die schlechter ist. Berufseinsteiger:innen ohne spezifische Zertifizierungen starten im unteren Bereich der Mitte, wer sich auf Cloud-Infrastrukturen, IT-Security oder DevOps spezialisiert, landet schnell in der oberen Mittelschicht oder darüber.

Informiere dich in unserem kununu Gehaltscheck für IT-Systemadministrator:in genauer über die Bezahlung nach Bundesland und checke offene Stellen. 

Tierärzt:in

Das mittlere Gehalt von Tierärzt:innen liegt in Deutschland bei 53.000 €. Wer in einer Kleintierpraxis angestellt ist, steht aber gehaltstechnisch oft anders da als jemand in der Nutztiermedizin, Forschung oder Pharmaindustrie. Tierärztliche Gehälter bewegen sich in Deutschland in einem vergleichsweise breiten Band innerhalb der Mitte: Der Einstieg liegt häufig nah an der unteren Grenze, während spezialisierte Tätigkeiten in der oberen Mittelschicht landen können. Auf kununu kannst du dich informieren, welche Arbeitgeber Top-Gehälter für Tierärzt:innen anbieten.

Fluggerätemechaniker:in

Fluggerätmechaniker:innen warten und prüfen Flugzeuge, Triebwerke und Bordsysteme: ein Beruf mit hoher Verantwortung, der strikte Zertifizierungsstandards verlangt. Fluggerätemechaniker:innen verdienen im Median ähnlich viel wie Tierärzt:innen und bekommen ein Jahresgehalt von 51.300 €. Die Gehälter können sich aber je nach Luftfahrtunternehmen, Schicht- und Wochenendarbeit sowie Lizenzklassen unterscheiden. Wer bei einem großen Carrier oder im MRO-Bereich (Maintenance, Repair, Overhaul) tätig ist, erreicht die obere Mitte erfahrungsgemäß früher als jemand in kleineren Betrieben.


Anmerkung: Auf den verlinkten Gehaltsseiten des kununu Gehaltschecks wird der leichteren Verständlichkeit wegen das durchschnittliche Gehalt ausgewiesen. Demnach weichen die Gehaltsangaben von den im Artikel angegebenen mittleren Gehältern ab.

Fazit: Das verdient die Mittelschicht

Die Mittelschicht ist so etwas wie das Rückgrat der Gesellschaft: Sie trägt einen großen Teil der Steuerlast und sorgt für wirtschaftliche Stabilität. Eine einheitliche Definition der Mittelschicht gibt es allerdings nicht. Laut des Instituts der deutschen Wirtschaft gehörte ein Single 2022 ab einem Einkommen von 1.850 Euro netto pro Monat dazu.

Umfragen zeigen, dass viele Menschen ihre eigene Position falsch einschätzen. Während sich über 80 Prozent zur Mittelschicht zählen, gehören nur etwa 48 bis 63 Prozent der Deutschen tatsächlich dazu.

Ob du zur Mittelschicht gehörst, ist aber nicht nur eine Frage des Kontostands. Regionale Lebenshaltungskosten, die Haushaltsgröße und persönliche Umstände spielen ebenfalls eine Rolle. Wer in München 3.000 Euro netto verdient, steht anders da als jemand mit demselben Einkommen in Sachsen-Anhalt.

FAQ: Das Einkommen der Mittelschicht

Laut OECD gehört man zur Mittelschicht, wenn man zwischen 75 und 200 Prozent des mittleren Einkommens verdient. Nach Definition des IW gehört eine alleinlebende Person in Deutschland mit einem monatlichen Nettoeinkommen zwischen 1.850 und 3.470 Euro zur Mittelschicht.

Es gibt keine einzelne, allgemeingültige Definition für den Begriff Mittelschicht und deren Einkommen. Definitionen basieren oft auf einer prozentualen Spanne des mittleren Einkommens, wie der OECD-Bereich von 75 bis 200 Prozent.

Das ifo-Institut ordnet ein Paar mit zwei Kindern in der „Mittleren Mitte“ bei einem jährlichen Bruttoeinkommen von 48.930 bis 73.395 Euro ein. Eine vierköpfige Familie zählt laut IW in Deutschland zur Mittelschicht, wenn ihr monatliches Nettoeinkommen zwischen 3.880 und 7.280 Euro liegt.

Alleinerziehende mit einem Kind unter 14 Jahren gehören ab einem Einkommen von 1.800 Euro zur unteren Mittelschicht. Ab 2.400 Euro zählen sie zu mittleren Mitte und ab 4.510 Euro bis 7.510 Euro zur oberen Mittelschicht.

IT-Systemadministrator:in, Tierärzt:in und Flugzeugtechniker:in sind Beispiele für Berufe, in denen man ein mittleres Einkommen erwarten kann. Häufig genannt werden auch Berufe aus dem Handwerk, der mittleren Verwaltungsebene, dem Gesundheitswesen oder auch den pädagogischen Berufen.

Gemäß den Kategorien des ifo-Instituts fällt eine alleinlebende Person mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von 34.950 bis 46.600 Euro in die obere Mittelschicht. Für ein Paar mit zwei Kindern liegt der Bereich der oberen Mittelschicht jährlich bei 73.395 bis 97.860 Euro.