Berufswahl: So triffst du die richtige Entscheidung

Aufgrund unseres Bildungssystems müssen wir relativ früh wissen, welchen beruflichen Weg wir zukünftig einschlagen möchten. Doch diese Entscheidung ist gar nicht so einfach zu treffen, immerhin verbringen wir eine großen Teil unseres Lebens im Job, wollen unser ganzes Potenzial ausleben und am Ende des Tages glücklich und erfüllt sein.

Wir zeigen dir in diesem Beitrag, was dir bei deiner Berufswahl hilft und wie du herausfinden kannst, welcher Beruf zu dir passt.

Darum ist die richtige Berufswahl gar nicht so einfach

Die Qual der Wahl

Manche Menschen wissen tatsächlich schon in jungen Jahren mit Sicherheit, welchen Beruf sie später ausüben möchten. Andere wiederum haben nichtmal eine ungefähre Vorstellung davon, wohin es gehen soll und fühlen sich ratlos, wenn es um die Berufswahl geht. In zweitem Fall wird die Eingebung, welcher Job der Richtige ist, nicht von heute auf morgen kommen.

Dazu kommt noch, dass im Gegenzug zu früher, die Zahl an Möglichkeiten enorm groß ist und sich die Anforderungen am Arbeitsmarkt rasant ändern. Während manche Berufsfelder gänzlich wegfallen, entstehen besonders im Dienstleistungssektor und technischen Bereich, laufend neue Aufgabengebiete.

Man hat also die Qual der Wahl: Die Vielzahl an Möglichkeiten erschwert die Entscheidung zusätzlich und es liegt an dir selbst, herauszufinden, wo deine Stärken liegen und welcher Job wohl der beste für dich ist.

Jeder wird in seiner Wahl beeinflusst

Es gibt eine Vielzahl an Einflussfaktoren, die deine Berufswahl maßgeblich bestimmen und leider auch erschweren können. Vor allem bei Jugendlichen spielen Familie und der Freundeskreis eine entscheidende Rolle. Auch wenn dies nicht gleich bedeutet, dass man in ihre Fußstapfen tritt, werden viele bei der Berufswahl von den Eltern beeinflusst. Generell spielen latente Neigungen, die von Familie und Schule vermittelt werden, eine entscheidende Rolle. Prinzipiell gilt: Wir wählen, was wir kennen.[1]  

Dabei sollte der Beruf doch etwas sein, das die Persönlichkeit ausmacht und widerspiegelt. Auch wenn gewisse Berufsbilder naheliegender sind als andere, solltest du Mut schöpfen und dir folgende Fragen stellen: Wofür interessierest du dich? Wofür stehst du gerne morgens auf? Was macht dir Spaß? Es muss nicht unbedingt das sein, was die Menschen in deinem Umfeld machen. Wichtig ist, dass es für dich das Richtige ist. Immerhin musst du alleine deinen Beruf ausüben und kein anderer.

Deine Berufswahl ist nichts Endgültiges

Umorientierung innerhalb deiner Firma oder Branche

Aufgrund der zahlreichen Möglichkeiten, die Jobsuchende derzeit haben, ist es auch leicht möglich, dass man mit seiner Wahl gar nicht so daneben liegt, wie ursprünglich gedacht. Möglicherweise gibt es innerhalb des Unternehmens ein anderes Berufsbild, das gut zu einem passen würde, von dem man aber gar nichts weiß. In diesem Fall ist es wichtig, Augen und Ohren offen zu halten und auch mal die Initiative zu ergreifen, wenn es die Möglichkeit auf einen Wechsel innerhalb der Firma gibt.

Möchte man sich innerhalb der Branche umorientieren, hilft es, sich im Internet über weitere Jobmöglichkeiten zu informieren. Auch wenn du zuvor einen ganz anderen Beruf ausgeübt hast, kannst du möglicherweise damit punkten, dass du die Branche quasi in- und auswendig kennst. Mit deinem Engagement und Talent für den gewünschten Job, kannst du die Personaler bestimmt von dir überzeugen.

Vollständige Umorientierung

Bemerkt man im Zuge seines Berufsalltages, dass einem die Aufgaben keinen Spaß machen und vielleicht sogar unterfordern, ist es an der Zeit etwas zu ändern. Es ist durchaus möglich, dass eine vollständige Umorientierung gar nicht notwendig ist, sondern einfach frischer Wind in Form einer Beförderung oder eines neuen Arbeitgebers die Lösung ist. Aber es kann auch sein, dass dieser Schritt nicht reicht, um wieder erfüllt und glücklich zu sein, sondern, dass es mehr braucht.

Eine berufliche Neuorientierung ist meist mit Zeit und Kosten verbunden. Hier gilt es für dich persönlich abzuwägen, ob du die Entscheidung einer gänzlichen Umorientierung wagen möchtest. Überlege dir also gut, ob du bis zur Rente einen Job haben möchtest, der so lala ist, oder ob du etwas Geld und Zeit investieren möchtest, um mehr aus deinem Leben zu machen.

Hilfe bei der Berufswahl

Fragen zur richtigen Entscheidung deiner Berufswahl

Selbstverständlich gibt es kein Rezept für die richtige Berufswahl. Es erfordert Zeit und Erfahrung, um zu wissen, wohin man im Leben wirklich möchte. Dennoch gibt es unterstützend Möglichkeiten, um auf die richtige Fährte zu kommen.

Deine persönlichen Antworten der nachstehend angeführten Fragen, könnten schon Hinweise enthalten, welcher Berufsweg der richtige für dich sein könnte.

  • Was sind deine Stärken und Schwächen?
  • Arbeitest du lieber mit Menschen oder alleine?
  • Wo liegen deine Grenzen? Bist du stressresistent?
  • Welche Tätigkeiten machen dir in deiner Freizeit besonders viel Spaß?
  • Bevorzugst du einen fixen Arbeitsort oder darf es ruhig mehr Abwechslung sein?
  • Welche Arbeitszeiten bevorzugst du?
  • Wie wichtig ist dir der Verdienst?
  • Welche Aufgaben haben dir in deiner Schulzeit besonders viel Spaß gemacht?

Berufswahltest

Wie schon erwähnt, ist es bei der tatsächlichen Wahl deines Berufs wichtig, dass du deine Kompetenzen und Stärken, aber auch deine Grenzen kennst. Was dir dabei helfen kann, ist ein Berufswahltest. Er liefert ganz persönliche Resultate, weil er gezielt nach Interessen und Talenten fragt. Er informiert dich über individuelle Stärken und Schwächen und kann dir somit als Entscheidungshilfe dienen.

Im Ergebnis werden dann bereits relativ genaue Berufsvorschläge gemacht, inklusive einer ausführlichen Beschreibung von Tätigkeiten und ihrer Aufstiegsmöglichkeiten. Ob Berufseinsteiger oder Personen, die sich beruflich neu- oder umorientieren wollen: Dieser Test könnte deine Zukunft verändern.

Hannah Reumann

Hannah ist seit März 2020 Mitglied der kununu Redaktion und schreibt Artikel über verschiedene Themen rund um die Arbeitswelt. Sie wohnt in Wien und studiert derzeit berufsbegleitend Marketing- und Salesmanagement im Masterstudiengang.

 

Quelle:

[1] zeit.de