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Das sind die bestbezahlte Branchen für Frauen und Männer

Frauen verdienen im Schnitt fast 16 % weniger als Männer. Aber wo gibt's für Frauen die dicksten Gehaltsschecks? In Deutschland locken Banken mit ca. 54.748 Euro jährlich, gefolgt von Versicherungen und Energie. Männer sahnen in Versicherungen (ca. 66.323 Euro) und Banken ab.

Österreichs Top-Branchen für Frauen sind IT und Banken. In der Schweiz liegen Beratung/Consulting und Finanzen vorn.

Der Haken: Der Gender Pay Gap klafft teils gewaltig, besonders in der Rechtsbranche (28,13 % Unterschied beim Berufseinstieg!). Mit steigender Berufserfahrung wird's oft schlimmer. Nur wenige Branchen wie Seminare & Messen zeigen Besserung.

Die Analyse zeigt: Branche wählen ist wichtig, doch gleiche Arbeit wird oft ungleich bezahlt. Gehaltstransparenz und bessere Karriereförderung sind gefragt!

Schaut man sich den durchschnittlichen Verdienst von Frauen und Männern an, dann stellt man fest, dass sich dieser deutlich unterscheidet. Die Angabe von Durchschnittsgehältern macht es zusätzlich schwer, individuelle Schlüsse zu ziehen. Wir richten daher den Blick auf die Branchen, in denen Frauen (und auch Männer) die höchsten Gehälter verdienen. Außerdem schauen wir uns an, wie hoch der Gender Pay Gap innerhalb der Branchen ist.

Care-Arbeit: die unbezahlte Arbeit der Frauen

Kind oder Karriere? Mit dieser Frage hat sich vermutlich ein Großteil der berufstätigen Frauen bereits auseinandersetzen müssen. Rund 48,8 Prozent der weiblichen Beschäftigten waren im Jahr 2024 in Deutschland Teilzeit beschäftigt, im gleichen Zeitraum waren hingegen nur knapp 11,8 Prozent der männlichen Beschäftigten in einer Teilzeitanstellung beschäftigt.

Die Betreuung der Kinder, die Arbeit im Haushalt, familiäre Unterstützung und die Pflege von Angehörigen: All das sind laut der deutschen Bundeszentrale für politische Bildung Tätigkeiten, die unter die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen fallen und in unserer Gesellschaft häufig als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

Für Frauen bedeutet das häufig, dass auf der Karriereleiter Abstriche gemacht werden müssen. Und das heißt eben am Ende auch: Abstriche beim Gehalt. Noch immer verdienen Männer ein höheres Gehalt als Frauen: Laut einer Analyse der kununu Gehaltsdaten liegt die Lohnlücke aktuell bei knapp 15,64 Prozent. Das bedeutet, dass Frauen in Deutschland im Durchschnitt fast 16 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.

Gender Pay Gap

Der Begriff Gender Pay Gap hat sich etabliert, um den Verdienstunterschied zwischen männlichen und weiblichen Personen zu bezeichnen. Darunter wird die Differenz des durchschnittlichen Bruttostundenverdienstes (ohne Sonderzahlungen) weiblicher Personen im Vergleich zum Bruttostundenverdienst von männlichen Personen verstanden. Man unterscheidet zwischen bereinigtem und unbereinigtem Gender Pay Gap. Mehr dazu erfährst du hier.

Gutverdienende Branchen für Frauen und Männer in Deutschland

Um die Branchengehälter für Frauen und für Männer besser einordnen zu können, werfen wir zunächst einen Blick auf die Spitzenbranchen in Deutschland. Hier wurden Datenpunkte beider Geschlechter inkludiert.

An der Spitze der lukrativsten Branchen Deutschlands steht die Branche Banken mit einem Durchschnittsgehalt 62.899 Euro brutto. Die Gehaltszufriedenheit von 74 Prozent ist dementsprechend hoch.

Die höchste Gehaltszufriedenheit hingegen verzeichnet die Branche Energie mit stolzen 78 Prozent. Das Durchschnittsgehalt kommt in dieser Branche auf 61.452 Euro brutto.

Branchen mit den höchsten Gehältern für Frauen

Doch wie ungleich ist der Verdienst zwischen den Geschlechtern tatsächlich? Es zeigt sich, dass die Lücke je nach Branche unterschiedlich groß ist. Wir haben die Branchen mit den höchsten Durchschnittsgehältern für Frauen und Männer in Deutschland ausgewertet. Später folgen noch Österreich und die Schweiz.

Welche Branchen stehen an der Spitze, wenn man stattdessen nur die Durchschnittsgehälter von Frauen betrachtet? In Deutschland führt die Branche Banken die Spitze an und ist mit einem durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt von 54.798 Euro die bestbezahlende Branche für Frauen. Doch hier fällt auf: Das Durchschnittsgehalt liegt für weibliche Beschäftigte in der Branche deutlich unter dem Durchschnittsgehalt für männliche Beschäftigte. Dazu gleich mehr.

An zweiter Stelle der bestbezahlenden Branchen für Frauen liegt die Versicherung mit einem Durchschnittsgehalt von 53.498 Euro, gefolgt von der Branche Energie auf dem dritten Rang mit einem durchschnittlichen Verdienst von 52.768 Euro jährlich.

Branche Durchschnittsgehalt
Banken 54.786 €
Versicherung 53.481 €
Energie 52.763 €
IT 52.696 €
Chemie 50.345 €
Beratung/Consulting 50.314 €
Medizin/Pharma 49.844 €
Maschinenbau 49.666 €
Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung 48.482 €
Forschung/Entwicklung 48.466 €
Internet 48.106 €
Automobil 48.057 €
Industrie 47.660 €
Medizintechnik 47.371 €
Öffentliche Verwaltung 47.303 €

Branchen mit den höchsten Gehältern für Männer

Und welche sind die bestbezahlenden Branchen für männliche Beschäftigte? Das höchste Gehalt für Männer gibt es in der Branche Versicherung mit einem durchschnittlichen Gehalt von 66.332 Euro brutto. Auf Platz zwei folgt die Branche Banken. Männliche Beschäftigte verdienen hier durchschnittlich 65.855 Euro und somit einen fünfstelligen Betrag mehr als weibliche Beschäftigte in der selben Branche. Den dritten Platz auf dem Treppchen besetzt die Branche Energie mit 62.093 Euro brutto jährlich.

Branchenbezeichnung Durchschnittsgehalt
Versicherung 66.338 €
Banken 65.823 €
Energie 62.086 €
Medizin/Pharma 62.059 €
IT 61.778 €
Beratung/Consulting 61.241 €
Steuerberatung/Wirtschaftsprüfung 58.918 €
Finanz 58.841 €
Forschung/Entwicklung 57.803 €
Maschinenbau 56.908 €
Medizintechnik 56.897 €
Chemie 56.659 €
Internet 55.872 €
Automobil 55.700 €
Telekommunikation 54.917 €

Bestbezahlte Branchen für Frauen und Männer in Österreich

Wie ist die Lage in Österreich? Welche Branchen bezahlen Frauen am besten? Welche ist für Männer am lukrativsten?

In diesen Branchen Österreichs werden Frauen gut bezahlt

Die bestbezahlte Branche für Frauen ist in Österreich die Branche IT mit einem durchschnittlichen Brutto-Jahresgehalt von 51.932 Euro. Und ja, auch hier liegt das Durchschnittsgehalt für weibliche Beschäftigte deutlich unter dem Durchschnittsgehalt der Männer.

An zweiter Stelle der bestbezahlenden Branchen für Frauen liegt die Banken mit einem Durchschnittsgehalt von 51.172 Euro, gefolgt von der Branche Forschung/Entwicklung auf dem dritten Rang mit einem durchschnittlichen Verdienst von 50.557 Euro jährlich.

Branchenbezeichnung Durchschnittsgehalt
IT 51.935 €
Banken 51.185 €
Forschung/Entwicklung 50.557 €
Energie 50.417 €
Medizin/Pharma 48.965 €
Maschinenbau 48.515 €
Beratung/Consulting 47.828 €
Industrie 47.386 €
Versicherung 47.291 €
Automobil 46.451 €

In diesen Branchen Österreichs werden Männer gut bezahlt

Aber wie lauten nun die bestbezahlenden Branchen für Männer? Arbeitnehmer in der Branche Banken dürfen sich über das höchste Durchschnittsgehalt von 63.014 Euro brutto freuen. Den zweiten Platz nimmt die Branche IT ein. Männer verdienen hier durchschnittlich 61.545 Euro – also deutlich mehr als ihre Kolleginnen in der selben Branche. Als drittes folgt die Branche Forschung/Entwicklung mit 58.901 Euro brutto jährlich.

Branchenbezeichnung Durchschnittsgehalt
Banken 63.026 €
IT 61.527 €
Forschung/Entwicklung 58.919 €
Energie 58.367 €
Versicherung 58.294 €
Medizin/Pharma 58.271 €
Beratung/Consulting 55.959 €
Maschinenbau 55.145 €
Chemie 54.948 €
Elektro/Elektronik 54.836 €

In diesen Branchen werden Frauen und Männer in der Schweiz am besten bezahlt

Auch in der neutralen Schweiz herrscht nach wie vor ein Unterschied bei den Gehältern zwischen weiblichen und männlichen Arbeitnehmenden. Welche Branchen für Frauen und welche für Männer besonders lukrativ sind, haben wir untersucht.

In diesen Branchen verdienen Schweizerinnen gut

Die Top-Branche für Frauen ist in der Schweiz die Branche Beratung/Consulting und verspricht ein Durchschnittsgehalt von 95.736 CHF. Ob Männer das gleiche verdienen? Nein, aber dazu unten mehr. Den zweiten Platz belegt die Energie Branche, in der Frauen durchschnittlich 92.593 CHF verdienen. Erwähnenswert ist ebenfalls Platz drei für die Branche IT mit einem Gehalt von durchschnittlich 90.037 CHF.

Branchenbezeichnung Durchschnuttsgehalt
Beratung/Consulting 95.708 CHF
Energie 92.593 CHF
Finanz 90.312 CHF
IT 90.021 CHF
Öffentliche Verwaltung 89.373 CHF
Banken 86.952 CHF
Versicherung 83.147 CHF
Medizin/Pharma 82.189 CHF
Maschinenbau 81.634 CHF
Bildung 79.777 CHF

In diesen Branchen verdienen Schweizer Kolleg:innen gut

Stimmen die bestbezahlten Branchen zwischen Männern und Frauen in der Schweiz überein? Nicht ganz. Die Gewinnerbranche für Männer ist in der Schweiz ist die Branche Beratung/Consulting, da sie lukrative 107.750 CHF verspricht. Auf Platz zwei liegt die Branche Finanz, in der für Männer durchschnittlich 104.819 CHF winken. Auf Platz drei für die Branchen in der Schweiz gesellt sich IT mit einem Gehalt von durchschnittlich 90.037 CHF.

Branchenbezeichnung Durchschnittsgehalt
Beratung/Consulting 108.127 CHF
Finanz 105.278 CHF
IT 104.499 CHF
Versicherung 100.517 CHF
Banken 100.041 CHF
Bildung 97.229 CHF
Öffentliche Verwaltung 96.819 CHF
Energie 92.379 CHF
Medizin/Pharma 92.351 CHF
Maschinenbau 87.273 CHF

Gender Pay Gap: In diesen Branchen ist er am höchsten

Frauen verdienen 2026 noch immer weniger Geld als ihre männlichen Kollegen, nämlich aktuell durchschnittlich 15,68 Prozent. Aber wie hoch ist der sogenannte Gender Pay Gap in den verschiedenen Branchen? Wir haben es uns genauer angeschaut.

Übersicht: Gender Pay Gap nach Branchen (bei 0-3 Jahren Berufserfahrung)

Branchedurchschnittliches Brutto-Jahresgehalt I Frauen durchschnittliches Brutto-Jahresgehalt I Männer Gender-Pay-Gap (in Prozent)
Recht43.071 Euro59.929 Euro28,13 %
Seminare & Messen39.482 Euro51.736 Euro23,69 %
Telekommunikation33.808 Euro41.343 Euro18,23 %
Finanz40.206 Euro46.740 Euro13,98 %
Energie45.773 Euro52.358 Euro12,58 %
Medizin & Pharma43.263 Euro49.199 Euro12,07 %
Steuerberatung & Wirtschaftsprüfung43.266 Euro48.763 Euro11,27 %
Versicherung43.567 Euro49.078 Euro11,23 %
Medizintechnik41.908 Euro47.196 Euro11,21 %
Handwerk33.146 Euro37.297 Euro11,13 %
Dienstleistung35.896 Euro40.343 Euro11,02 %
Beratung & Consulting44.921 Euro50.241 Euro10,59 %
Banken43.703 Euro48.818 Euro10,48 %
Forschung & Entwicklung43.807 Euro48.910 Euro10,43 %
Elektro & Elektronik40.933 Euro45.562 Euro10,16 %

Trauriger Sieger: Die Branche Recht mit dem höchsten Gender Pay Gap beim Berufseinstieg

Unter den Wirtschaftszweigen, die wir betrachtet haben, steht die Branche Recht im Hinblick auf die branchenspezifische Gehaltsdifferenz zwischen Frauen und Männern mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung auf dem traurigen Platz eins – und zwar mit ordentlichem Abstand zum Zweitplatzierten. Der Gender Pay Gap beträgt in diesem Bereich satte 28,13 Prozent.

Während Frauen durchschnittlich einen Verdienst von 43.071 Euro brutto im Jahr hatten, verdienten männliche Beschäftigte 59.929 Euro. Somit liegen satte 16.858 Euro zwischen den Jahresgehältern von Männern und Frauen: Das ist schon ein krasser Unterschied.

Gehaltstransparenz hilft, diese Missstände offenzulegen. Politik und Arbeitgeber sind in der Pflicht, aktiv gegenzusteuern und Karriere- und Fördermöglichkeiten weiter zu verbessern.

Platz 2 & 3: Branchen Seminare & Messen und Telekommunikation

Mit einem Gender Pay Gap von 23,69 Prozent bzw. 18,23 Prozent folgen mit etwas Abstand die Branchen Seminare & Messen sowie Telekommunikation in unserem Ranking.

Frauen mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung, die in der Branche Seminare & Messen beschäftigt sind, verdienten durchschnittlich 39.482 Euro brutto jährlich. Ihre männlichen Kollegen kamen dagegen auf 51.736 Euro: Das sind im Durchschnitt ganze 12.254 Euro mehr. Zwar brutto, aber trotzdem eine Gehaltserhöhung, über die Frau sich garantiert freuen würde.

In der Telekommunikationssbranche sieht es ähnlich aus: Während weibliche Beschäftigte auf ein durchschnittliches Brutto-Jahresgehalt von 33.808 Euro kamen, betrug es bei ihren männlichen Kollegen durchschnittlich 41.343 Euro. Das ergibt einen Unterschied von 7.535 Euro.

Achtung: Mit steigender Berufserfahrung wächst der Gender Pay Gap

Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern zeigt sich also bereits beim Berufseinstieg deutlich. In fast allen ausgewerteten Branchen vergrößert sich der Gender Pay Gap aber mit steigender Berufserfahrung noch weiter. Bei unserem traurigen Spitzenreiter, der Rechtsbranche, verdienen Frauen nach sechs bis zehn Jahren sogar 33,06 Prozent weniger als ihre männlichen (und wahrscheinlich gleichwertig qualifizierten) Kollegen. Über alle Branchen hinweg nimmt die Lohndifferenz bis zum 10. Karrierejahr um durchschnittlich 3,89 Prozent zu.

Höchster Anstieg in der Branche Steuerberatung & Wirtschaftsprüfung

Am stärksten wächst der Gender Pay Gap in der Branche Steuerberatung & Wirtschaftsprüfung an: Während die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen mit bis zu drei Jahren Berufserfahrung noch bei 11,27 Prozent liegt, beträgt sie nach sechs bis zehn Jahren Erfahrung schon 28,03 Prozent. Frauen verdienen dann im Schnitt 52.175 Euro brutto, Männer 72.491 Euro. Das ist ein Lohnunterschied von schlappen 20.316 Euro pro Jahr.

Der Gender-Pay-Gap steigt mit zunehmender Berufserfahrung deutlich. Mit sechs bis zehn Jahren im Beruf beginnt häufig die Lebensphase, in der Familien gegründet werden. Dass der Gender-Pay-Gap in dieser Zeit noch weiter steigt, ist ein Indikator dafür, dass die Familiengründung für Frauen noch immer eine Karrierebremse ist

Knapp dahinter: Kunst & Kultur, Finanzen und IT

Interessant ist, dass der Gender Pay Gap auch in der Kunst- & Kulturbranche mit zunehmender Berufserfahrung immer deutlicher wird. Bis zum vollendeten dritten Karrierejahr verdienen Frauen hier „nur“ 2,29 Prozent weniger als ihre Kollegen, nach sechs bis zehn Jahren beträgt der Unterschied aber schon 12,58 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich in der Finanzbranche (von 13,98 Prozent auf 23,69 Prozent) und im IT-Sektor (von 4,85 Prozent auf 13,70 Prozent).

In diesen Branchen nimmt der Gender Pay Gap ab

Immerhin gibt es bei den von uns ausgewerteten Branchen aber auch ein paar, bei denen der Gender Pay Gap mit zunehmender Berufserfahrung abnimmt. Im Bereich Seminare & Messen sinkt die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen nach sechs bis zehn Jahren von 23,69 Prozent auf „nur“ noch 8,84 Prozent.

In den Branchen Chemie, Telekommunikation und Transport, Verkehr & Logistik ist der Trend ähnlich, wenn auch deutlich weniger ausgeprägt. Zwar sind wir auch in diesen Branchen weit entfernt von Gleichstellung, immerhin geht es aber in die richtige Richtung. Wir sagen es mal so: Insgesamt ist das ein Branchenvergleich, der recht wenig Grund zu Freude bietet.

Lohnlücke und Branchen: Die Erkenntnisse

Männlich dominierte Branchen wie IT oder naturwissenschaftliche Berufe zahlen im Durchschnitt höhere Gehälter – auch Frauen verdienen dort gut. Betrachtet man jedoch vergleichbare Positionen innerhalb eines Berufs, ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen in männlich dominierten Branchen geringer als in weiblich dominierten Branchen.

Die Krux: Wissenschaftler:innen der Universität Konstanz fanden heraus, dass in weiblich dominierten Berufen – etwa in der Pflege – Männer häufig mehr als ihre Kolleginnen verdienen. Eine mögliche Erklärung ist, dass Männer in diesen „untypischen“ Berufen schneller in informelle Führungsrollen gelangen oder gezielt angeworben werden. Dieser Effekt zeigt sich umgekehrt aber nicht für Frauen in männlich dominierten Branchen in gleicher Weise.

Die Wahl der Branche ist also eine zentrale Dimension – sowohl beim unbereinigten als auch beim bereinigten Gender Pay Gap.