Frauen im Berufsleben

5 Gründe, warum Frauen sich im Job mehr zutrauen sollten

Frauen trauen sich im Job manchmal so wenig zu, dass sie sich sogar auf Positionen bewerben, für die sie eigentlich überqualifiziert sind. Das sollte im Jahr 2019 nicht mehr so sein. Wir haben deshalb 5 Gründe für dich, warum sich Frauen im Job mehr zutrauen sollten.

1. Die Gesellschaft war nie so bereit

Bereits seit 2015 schreibt Deutschland den 100 größten börsennotierten Unternehmen eine Frauenquote für den Aufsichtsrat vor – diese liegt bei 30 Prozent. Laut Fidar (Frauen in die Aufsichtsräte) stieg der Frauenanteil seitdem von durchschnittlich 21,3 Prozent auf 33,9 Prozent. In börsennotierten Unternehmen, bei denen die Quote nicht vorgegeben wurde, stieg der Anteil von 13,7 Prozent auf weiterhin niedrige 21,6 Prozent.

Wir glauben trotzdem: Die Gesellschaft war noch nie so bereit für Frauen in der Arbeitswelt. Leider auch, weil die Unternehmen immer mehr gesetzliche Vorgaben bekommen. Es geht aber nicht nur um Frauen in Führungspositionen. In Österreich holen die Frauen beispielsweise laut Statistischem Bundesamt gegenüber den Männern im normalen Berufsleben stark auf und haben mittlerweile eine Erwerbstätigenquote von 71,5 Prozent – bei den Männern sind es 78,9 Prozent. Die Zahl der erwerbstätigen Frauen ist damit so hoch wie nie, 2007 waren es noch rund 63 Prozent. Die Gesellschaft wartet darauf, dass du als toll ausgebildete Frau die Berufswelt eroberst. Du darfst also auch Forderungen stellen und musst nicht jeden x-beliebigen Job annehmen.

2. Niemand ist perfekt

Frauen sollten ihren selbstauferlegten Perfektionismus hinten anstellen. Du musst nicht die beste Mutter der Welt mit den hübschesten Kindern der Welt, dem aufgeräumtesten Haus und dem geilsten Job der Welt sein. Na gut, einen geilen Job solltest du schon haben – aber nur in dem Sinne, dass er dir wahnsinnig viel Spaß machen sollte. Aber nun zum Problem: Frauen halten sich selbst häufig nicht für gut genug und schon gar nicht für perfekt. Immer scheint es noch etwas zu geben, wo du noch nicht zu 100 Prozent funktionierst. Aber bist du als Frau nicht gerade die Person, die viele verschiedene Dinge unter einen Hut bringt? Die Familie und Job in Einklang bringt? Du kannst etwas und solltest die starren Erwartungen an deine Rolle als Frau aufbrechen.

Das gilt übrigens nicht nur für den Job, sondern zieht sich auch in den familiären Bereich hinein. Wenn du dir als Frau im Job mehr zutrauen sollst, kann das nämlich durchaus auch heißen, dass du deinem Chef klarmachen solltest: Meine Auszeit für Familie und Kinder schadet weder dir noch mir. Danach komme ich zurück, bin wieder motiviert und kann mehr in meinem Job leisten. Emanzipiert sein heißt nicht, dass du nicht Hausfrau und Mutter sein darfst, wenn du Lust darauf hast.

3. Du bist nicht allein

Mit voller Frauenpower voraus ins Berufsleben! Anderen Frauen geht es genauso wie dir. Auch sie haben teilweise wenig Selbstbewusstsein und trauen sich einfach nicht genug zu. Dabei wäre es doch so einfach, wenn man sich gegenseitig unterstützen würde. Von Vetternwirtschaft hältst du nichts? Darum geht es auch gar nicht. Du kannst dir mehr zutrauen, wenn du weißt, dass es jemanden gibt, der auch auf deine Bedürfnisse achtet. Stell dir vor: Deine beste Freundin hat in ein Unternehmen gewechselt, bei dem Gehaltsgerechtigkeit zwischen Mann und Frau herrscht und beispielsweise auch Kinderbetreuung gewährleistet wird. Ihre Beziehungen können nun dir dabei helfen, dass auch du in den Genuss solcher Angebote kommst.

Mach dir aber immer wieder bewusst, dass dich kein Unternehmen gerne einstellen wird, wenn du nicht auch mit fachlicher Kompetenz überzeugst. Eine Zusage ist also immer eine Wertschätzung deiner Fähigkeiten. You got this, girl!

4. Es wird belohnt

Selbstbewusstsein wird immer belohnt. Wirklich immer. Wenn du als Frau klipp und klar sagst, was du dir wünschst und wo du dich in einigen Jahren im Beruf siehst, dann tritt das wahrscheinlich auch ein – sofern keine höheren Mächte im Spiel sind. Niemand erwartet im Berufsleben nämlich von dir, dass du besonders selbstbewusst bist. Ganz im Gegenteil: Es ist für die Vorgesetzten eher eine Überraschung. Sie erwarten eher, dass du den Geschlechterklischees entsprichst und ruhig und unauffällig durch das Arbeitsleben gehst. Mit Selbstbewusstsein fällst du nicht durch das gängige Raster. Natürlich kann dir das immer positiv oder negativ ausgelegt werden. Aber mal ehrlich – willst du in einem Unternehmen arbeiten, bei denen selbstbewusste Frauen nicht gut ankommen?

5. Männer tun es schon längst

Männer trauen sich im Berufsleben schon längst viel mehr zu als Frauen. Das liegt auch daran, dass sie über Jahrhunderte bevorzugt behandelt wurden oder sogar allein in ihrer Branche waren. So ließ man Frauen im Richteramt beispielsweise erst 1922 zu.

Männer fällt es viel leichter als Frauen, dass sie individuelle Erfolge betonen und Aufgaben ablehnen, weil sie gerade „viel zu viel“ zu tun haben. Auch du darfst auf den Tisch hauen und sagen, worauf du gerade stolz bist und was du gerade alles parallel zueinander erledigst. Hab keine Angst davor, dass dich jemand als karrieregeile Frau bezeichnen könnte. Du versinkst sonst irgendwann in Arbeit und wirst nie dafür mit einer Beförderung oder Gehaltserhöhung belohnt.