gelbes, altes Auto am Zebrastreifen

10 Anzeichen dafür, dass du unterbezahlt bist

Geld regiert die Welt, oder zumindest die Gemüter der Arbeitnehmer. Denn eine Studie der Allianz Versicherung hat ergeben, dass nur 36 Prozent aller Männer und Frauen zufrieden mit ihrem Gehalt sind und in weiterer Folge auch mit ihrem Job. Schon klar, zu den übrigen unzufriedenen 64% Prozent zählt auch der faule Kollege vom Nachbartisch, der Büroclown, der nur große Sprüche klopft und die Quasselstrippe, die von einer Kaffeepause in die nächste schlittert. Doch zählst auch du dazu? Das verraten wir dir heute mit 10 Anzeichen dafür, dass du unterbezahlt bist! [1]

1. Fiat 500 vs. Audi A5

Kennst du das Gefühl, wenn dir auffällt, dass dein Gegenüber immer teurere Sachen als du hat? Während du in der H&M-Kollektion von vor fünf Jahren durch die Gegend schleifst, stöckelt deine Kollegin auf den neuesten Louboutins durchs Büro. Du packst dir jeden Tag aufs neue die Reste vom Vortag für den Lunch ein, während dein Team sich ein Mittagessen im drei Hauben Lokal gönnt. Während dir ein Stein vom Herzen fällt, dass es dein alter klappriger Italiener erneut bis auf den Mitarbeiterparkplatz geschafft hat, steckt dein Chef seinen Tesla an die Steckdose. Schreit nach Ungerechtigkeit? Falsch! Das ist ein eindeutiger Indikator dafür, dass du unterbezahlt bist!

2. Du bist der Blindgänger unter den Raketen

Dein Unternehmen ist auf Erfolgskurs und bringt einen Raketenstart nach dem anderen. Die Umsätze schießen in die Höhe, die Boni explodieren auf den Mitarbeiterkonten und ein feiner Goldstaub rieselt auf das Lächeln deiner Kollegen herab. Doch einer bleibt in der Box liegen –  du! Während die Gehälter der anderen mit der Umsatzkurve mitansteigen, bist du noch immer unterbezahlt. Du hast zum Erfolg maßgeblich beigetragen? Dann ziehe das doch als Argument bei deiner nächsten Gehaltsverhandlung heran!

3. Oberhaupt der Großfamilie, aber ohne Alimente

Angefangen hat es mit einem neuen Mitarbeiter. Und plötzlich waren es zwei, drei, sieben, zehn. Das Oberhaupt von allen bist natürlich du und haftest auch noch für deine „Kinder“. Mit dem Zuwachs an Verantwortung ist allerdings eines zurück geblieben: Eine angemessene Gehaltserhöhung. Recherchiere im Vorhinein auf der Karriereseite deines Unternehmens, wieviel jemand anderes in einer vergleichbaren Managerposition erhält und fordere bei deinem Big Boss die Alimente, die dir zustehen!

4. Immer wieder die gleiche Leier

Er kennt deine Frage in und auswendig, du seine Antwort. Denn jedes Mal, wenn du mit deinem Vorgesetzten auf dein Gehalt zu sprechen kommst, wir dir ein „Jaja, gerade ein schlechter Zeitpunkt!“ zurückgemurmelt. Was das für dich bedeutet? Dein Chef weiß ganz genau, dass er dir zu wenig zahlt, weswegen er den Tag, ab dem er dir ein angemessenes Gehalt zukommen lassen muss, immer weiter hinaus zögern möchte.

5. Ich will das größte Stück!

Du kannst dich sicher noch an die Geburtstagsfeiern in deiner Kindheit erinnern: Alle sitzen aufgeregt um die Torte und schreien „Ich will das größte Stück!“. In dem Fall hast du allerdings nicht am lautesten geschrien, sondern deine Kollegen. Denn spätestens wenn du bei Gesprächen mit deinen Nebenbuhlern um die Gehaltstorte merkst, dass sie immer mehr bekommen als du, solltest du der Sache in einem Mitarbeitergespräch nachgehen. Profitipp: Nicht auf nächsten September warten, wie es alle tun, sondern steig ruhig schon im Sommer in den Wettkampfring, wenn der Kuchenteller noch prall gefüllt ist und dein Chef nicht schon mehrere Gehaltserhöhungen auf seinem Schreibtisch liegen hat!

6. Du bist das Goldnugget des Wilden Westen

Dein Expertenwissen ist in Zeiten des Fachkräftemangels nicht nur rar, sondern für deinen Sheriff auch Gold wert. Allerdings landet dennoch jedes Monat nur ein bisschen Kohlenstaub auf deinem Konto. Das reicht dir nicht? Dann zück im nächsten Mitarbeitergespräch die Waffe und zwar in Form von Fakten. Erkläre wie enorm die Nachfrage nach deinen einzigartigen Qualifikationen ist und wieviele Recruiter auf dich wie hungrige Wölfe in der Prärie warten.

7. Auf der Spur der Pay Gap

Mit der ständigen Gefahr, die Wahrheit kennenzulernen, solltest du dich in die Fußstapfen von Sherlock Holmes begeben. Stöber dich durch Stellenanzeigen deiner Branche, stelle die Rechenkünste von Gehaltsrechnern auf die Probe und kombiniere haarscharf: Bekommen alle anderen mehr als ich? Bereite ein professionelles Gespräch mit deinem Vorgesetzten vor und lege ihm deine penible Recherchearbeit vor. Da staunt er? Tja, gratuliere, dein erster Fall namens Gehaltserhöhung ist gelöst!

8. Ein bisschen Robin Hood spielen

Bereits der freche Mann in grün sorgte dafür, dass von den reichen Arbeitgebern etwas an die armen Arbeitnehmer wandert. Den Ansatz findest du nur gerecht? Das könnte auch erklären, warum du mitunter die Mittagspause etwas in die Länge ziehst, gelegentlich Bürobedarf mitgehen lässt und den Drucker mit den Hausarbeiten deiner Kinder beschäftigst. Hast du nämlich das Gefühl, mehr aus deinem Job herausholen zu müssen, weil du findest, dass es dir zusteht, könnte das ein eindeutiges Zeichen dafür sein, dass du unterbezahlt bist.

9. Gehaltserhöhung gleich null

Du denkst dir: „Yeah, endlich eine Gehaltserhöhung“, doch freu dich nicht zu früh, Sonnenschein. Solange deine jährliche Gehaltserhöhung nur zwischen einem und drei Prozent liegt, belohnt sie nicht einmal annähernd dein unbegrenztes Fachwissen und deine einzigartigen Fähigkeiten. Denn diese minimale Lohnerhöhung ist ausschließlich dafür da, die Inflation auf dem Lohnzettel auszugleichen.

10. Nur bei Oma gibt’s eine Extraportion ohne Fragen

Schon klar, freiwillig will niemand mehr Geld raus rücken. Deswegen sollten wir in diesem Fall auch auf Omas alte Hausregel hören. „Probieren geht über studieren!“ Wenn du einmal höflich bei der Bürotür deines Vorgesetzten anklopfst und nach einer Gehaltserhöhung fragst, gibt es nur zwei Möglichkeiten: Der große Gewinn und du bist am besten Weg zum Millionär (und dazu, dir endlich eine eigene Waschmaschine leisten zu können und nicht mehr immer samt Wäsche zu Oma wandern zu müssen). Oder du kannst natürlich auch nichts bekommen, aber wenn du erst gar nicht fragst, kann dich das im Laufe deiner Karriere, um bis zu 854.000 Euro bringen.

 

Wie zufrieden bist du mit deinem Gehalt? Verrate es uns auf kununu.com

Quellen:

[1] derstandard.at

businessinsider.de

berliner-kurier.de