Fahrräder mit Autorahmen

Warum es okay ist, einen Job nur fürs Geld zu machen

Egal, ob langweiliger 9-to-5 Job oder die wahre Berufung: Am Ende des Tages machen wir alle unsere Arbeit für Geld – und das ist auch gut so. Wenn ein Job anständig bezahlt ist, ist das eigentlich ein guter Grund ihn zu machen. Eigentlich. Denn über Gehalt zu sprechen ist nach wie vor ein Tabu. Und genau deshalb liefern wir hier ein Plädoyer für einen offeneren Umgang mit dem Thema Geld.

Über Geld spricht man (nicht)?

„Und, wie viel verdienst du?“, diese Frage stellen laut einer Online-Umfrage die Hälfte der Befragten höchstens im engsten Freundes- und Familienkreis. Neun Prozent verraten die Summe am Gehaltszettel nicht einmal ihrem eigenen Partner. Dabei äußerte sich ein Viertel der Teilnehmer dazu, dass man unter Kollegen ruhig über Gehalt diskutieren könne und jeder Fünfte ist der Meinung, dass Gehalt kein Tabu sein sollte.[1] Auf diese redefreudigen Personen trifft man nur leider gefühlt nie.

Doch warum reden wir nicht offen darüber, wenn uns das Thema Gehalt so interessiert? Früh lernen wir: Über Geld spricht man nicht. Denn in unserer Gesellschaft wird immer noch Wert mit Leistung und diese wiederum mit Bezahlung verknüpft. Wie viel oder wenig wir verdienen, macht uns dadurch also ein Stück weit messbar. Ist unser Gehalt zu niedrig, haben wir Angst als Versager zu gelten – ist es zu hoch, befürchten wir dadurch Neid auf uns zu ziehen.[2] Doch gerade das sollte sich ändern.

„Mit ‚Spaß an der Arbeit‘ kann man leider keine Miete zahlen…“ – MitarbeiterIn bei Lichtenheldt GmbH Pharmazeutische Fabrik

Geld ist nicht alles

Eine weitere Weisheit, die uns von Kindestagen an begleitet: Geld ist nicht alles. Doch betrachten wir das Ganze mal aus einer anderen Perspektive: Was nützt ein vermeintlicher Traumjob ohne richtiges Gehalt? Von Luft und Liebe kann man leider keine Miete bezahlen. Und genau hier kommt der offene Umgang mit dem Thema Geld ins Spiel. Um ungerechten Löhnen vorzubeugen, gibt es kein besseres Mittel als Transparenz. Denn nur wenn wir alle offen über Geld sprechen, kann Ungerechtigkeit enttarnt und in weiterer Folge Lohngerechtigkeit geschaffen werden. Was du tun kannst, wenn dein Kollege mehr verdient als du? Das verraten wir hier.

Natürlich sollte der Gehaltszettel am Ende des Monats nicht die einzige Motivation sein, jeden Tag in die Arbeit zu gehen. Doch genau so wenig sollte es uns unangenehm sein, dass wir unsere Arbeit nun mal für Geld machen. So lange deine eigenen Wertvorstellungen mit denen deines Arbeitgebers in Einklang sind und du hinter der Arbeit stehst, die du machst, sollte es kein Widerspruch sein, einen Job fürs Geld zu machen und darüber auch offen zu sprechen. Klar, einen Job sollte man im Idealfall gut und gerne machen. Dennoch sollten wir eines nicht vergessen: Es ist immer noch nur ein Job. Und wenn dieser ordentlich bezahlt ist, ist das nichts wofür man sich schämen sollte.

 

Wie zufrieden bist du mit deinem Gehalt? Verrate es uns auf kununu.com

Quellen:

[1] kurier.at

[2] ze.tt