Beschluss im Bundestag
Tankrabatt beschlossen: Was jetzt konkret gilt
Die deutsche Politik reagiert auf explodierende Spritpreise mit einem schnellen Eingriff. Bundestag und Bundesrat haben am 24.April 2026 den Tankrabatt beschlossen, allerdings befristet auf nur zwei Monate. Die Maßnahme kostet Milliarden, bringt Autofahrern aber deutlich weniger als erwartet.
Bundestag beschließt Tankrabatt für 2 Monate
Der Tankrabatt ist offiziell beschlossen: Für den Zeitraum vom 1. Mai bis 30. Juni 2026 sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent pro Liter, laut ZDF heute. Im Bundestag fiel die Entscheidung klar aus – 453 Abgeordnete stimmten zu, 134 dagegen, eine Person enthielt sich.
Der Staat nimmt für diese kurzfristige Entlastung etwa 1,6 Milliarden Euro in die Hand. Hintergrund ist die drastische Preisentwicklung an den Tankstellen. Seit Beginn des Iran-Kriegs und der Blockade zentraler Ölhandelsrouten liegen die Spritpreise rund 30 bis 40 Cent über dem Vorkriegsniveau.
Ziel der Regierung ist eine schnelle Stabilisierung für Pendler und Unternehmen.
- Zeitraum: 1. Mai bis 30. Juni 2026
- Entlastung: ca. 17 Cent pro Liter
- Kosten: rund 1,6 Milliarden Euro
- Auslöser: Iran-Krieg und gestörte Lieferketten
- Abstimmung: klare Mehrheit im Bundestag

Wirkung bleibt begrenzt: So wenig sparen Autofahrer wirklich
Trotz der politisch großen Geste fällt die tatsächliche Entlastung überschaubar aus. Für einen durchschnittlichen Autofahrer ergibt sich über zwei Monate lediglich ein niedriger zweistelliger Eurobetrag, so die tagesschau. Der Effekt verpufft damit im Alltag vieler Haushalte.
Kritik kommt aus mehreren Richtungen: Die Grünen sehen einen Rückschritt in der Klimapolitik und warnen vor einer Verstärkung fossiler Abhängigkeiten. Die Linke befürchtet, dass Teile der Entlastung bei Unternehmen hängen bleiben könnten. Die AfD wiederum hält die Maßnahme für zu kurz gedacht und fordert dauerhaft niedrigere Energiepreise.
Unterm Strich bleibt der Tankrabatt eine klassische Krisenmaßnahme – schnell beschlossen, teuer für den Staat und mit begrenzter Wirkung. Die strukturellen Probleme am Energiemarkt löst er allerdings nicht.