Karriere & Arbeitsleben
Fußball oder Job? Viele Beschäftigte setzen bei der WM klare Prioritäten
Die Fußball-WM 2026 wird für viele Fans in Deutschland zur Herausforderung. Der Grund: Fast zwei Drittel der Spiele werden hierzulande erst nach Mitternacht angepfiffen. Eine aktuelle kununu-Umfrage zeigt, dass viele Beschäftigte dafür offenbar nicht bereit sind, ihren Arbeitsalltag auf den Kopf zu stellen.
Für viele endet die WM vor Mitternacht
Die Weltmeisterschaft 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Durch die Zeitverschiebung werden 64 der insgesamt 104 Spiele in Deutschland erst nach Mitternacht angepfiffen.
Während 61 Prozent Spiele um 21 Uhr noch gut mit ihrem Job vereinbaren können, kippt die Stimmung danach deutlich. Nur noch 19 Prozent halten Anstoßzeiten um Mitternacht für beruflich vertretbar. Bei Spielen um 3 Uhr morgens sinkt dieser Wert sogar auf lediglich 7 Prozent.

Selbst Fußballfans ziehen Grenzen
Besonders interessant: Selbst große Fußballfans machen bei den späten Anstoßzeiten nicht jede Nacht mit.
Von den Beschäftigten, die sich selbst als fußballinteressiert bezeichnen, halten nur noch 32 Prozent Mitternachtsspiele für mit ihrem Job vereinbar. Bei Anpfiffen um 3 Uhr morgens sind es sogar nur noch 12 Prozent.
Die Daten zeigen damit, dass selbst die Begeisterung für den Fußball häufig dort endet, wo der Arbeitsalltag am nächsten Morgen beginnt.
Auch Deutschland-Spiele ändern nicht alles
Und wenn die eigene Mannschaft spielt? Eigentlich gelten WM-Spiele mit der deutschen Nationalmannschaft als Ausnahmezustand für viele Fans. Doch auch hier setzt die Zeitverschiebung Grenzen.
44 Prozent aller Beschäftigten würden Deutschland-Spiele auch nach 22 Uhr noch verfolgen. Findet die Partie allerdings erst nach Mitternacht statt, sinkt dieser Wert auf 28 Prozent.
Selbst unter den Fußballfans würden dann nur noch 49 Prozent einschalten.
Urlaub? Für die meisten keine Lösung
Trotz der ungewöhnlichen Anstoßzeiten planen nur wenige Beschäftigte, ihren Urlaub rund um die Weltmeisterschaft auszurichten.
Lediglich 11 Prozent wollen Urlaubstage rund um Spiele der deutschen Mannschaft nehmen. Auch für K.-o.-Spiele oder den Tag nach dem Finale planen nur vergleichsweise wenige Befragte freie Tage ein.
Stattdessen setzen viele auf kleinere Anpassungen ihres Arbeitsalltags. So möchte jede vierte Person (25 Prozent) nach späten Spielen später mit der Arbeit beginnen.
Das Fazit
Die WM 2026 könnte zu einem besonderen Test für die Vereinbarkeit von Freizeit und Beruf werden. Die kununu-Daten zeigen dabei ein klares Bild: Viele Beschäftigte sind nicht bereit, ihren Arbeitsalltag für nächtliche Fußballspiele grundlegend umzustellen. Selbst Fußballfans ziehen bei den späten Anstoßzeiten häufig eine Grenze – und entscheiden sich im Zweifel für den Job statt für den Anpfiff.