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Unternehmen haben mehr Zeit

Krisenbonus: 1.000-Euro-Prämie bis 2027 verlängert

Veröffentlicht:  Heute
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Zapfpistolen in verschiedenen Farben an einer Tankstelle in einer Reihe angeordnet

Die steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1.000 Euro könnte deutlich länger gelten als geplant. Die deutsche Bundesregierung will die Regelung bis Mitte 2027 ausdehnen. Somit möchte sie den Arbeitgebern, die die Prämie zahlen sollen, entgegenkommen.

Verlängerung soll Kaufkraft stabilisieren

Die ursprünglich auf ein Jahr begrenzte Prämie soll nun bis zum 30. Juni 2027 verlängert werden, so die tagesschau. Ziel bleibt, Beschäftigte finanziell zu entlasten, nachdem geopolitische Konflikte die Energiepreise und damit viele Alltagskosten nach oben getrieben haben. Unternehmen können ihren Mitarbeitern die Zahlung steuerfrei gewähren und als Betriebsausgabe verbuchen.

Offenes Portemonnaie mit wenigen Euro-Münzen, einige liegen daneben auf dem Tisch
Für den Staat bedeutet das allerdings geringere Einnahmen.

Freiwillige Zahlung sorgt für Streit

Die Auszahlung liegt weiterhin allein bei den Arbeitgebern. Genau hier setzt die Kritik aus der Wirtschaft an. Viele Unternehmen sehen sich nicht in der Verantwortung, staatlich initiierte Entlastungen umzusetzen und zu finanzieren, wie das Handelsblatt berichtet.

Milliardenkosten für den Staat eingeplant

Durch die geplante Verlängerung rechnet die Bundesregierung mit Steuermindereinnahmen von rund 2,8 Milliarden Euro. Der Grund: Noch mehr Unternehmen könnten die Möglichkeit nutzen und die Prämie auszahlen. Gleichzeitig bleibt unklar, wie viele Beschäftigte tatsächlich profitieren, da es keinen Anspruch auf die Zahlung gibt.

Die Debatte zeigt einen grundlegenden Konflikt: Während die Politik schnelle Entlastung schaffen will, fordert die Wirtschaft eine klarere staatliche Finanzierung statt indirekter Anreize über Arbeitgeber.