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Sicher, flexibel, gut entlohnt

Die 5 beliebtesten Gen Z Berufe und was man damit später verdient

Letztes Update:  8. April 2026, 03:38
3 min
Person mit kurzen pinken Haaren und roter Jacke blickt auf ein Smartphone vor einer Ziegelwand im Sonnenlicht

Gehalt und Sicherheit an erster Stelle, Sinnhaftigkeit an zweiter, Flexibilität als Grundvoraussetzung: Ungefähr so lassen sich die beruflichen Ziele der Generation Z in Deutschland zusammenfassen. Fünf Jobs, die genau auf dieses Profil passen – und welcher Verdienst damit möglich ist.

Worum geht es der Gen Z beim Thema Karriere?

  • In der Gen Z wollen alle Influencer werden und möglichst wenig arbeiten? Das stimmt so nicht: Eine Umfrage von Deloitte, für die rund 23.500 Menschen weltweit befragt wurden, zeigt, dass 54 Prozent der Gen Z gerade die Sinnhaftigkeit ihrer Arbeit sehr wichtig ist.
  • Dazu kommt ein wachsender Pragmatismus in der Berufswahl. Laut einer LinkedIn-Umfrage vom Dezember 2025 zieht knapp die Hälfte der 18- bis 28-Jährigen praktische Berufe klassischen Bürojobs vor. Ein Grund dafür ist, dass junge Menschen inzwischen bei der Karriereentscheidung auch daran denken, wie KI-sicher ein Beruf ist. Ausbildungsberufe sind also wieder in.
  • Gleichzeitig geben 48 Prozent der Befragten an, dass sie sich finanziell unsicher fühlen. Gemäß der IU-Hochschulstudie sind Homeoffice und flexible Arbeitszeiten für 62,9 Prozent der jungen Arbeitnehmer aber noch wichtiger als das Gehalt. Zusammengefasst sucht die Gen Z also einen Job, der (finanzielle) Sicherheit, Sinn und eine gewissen Flexibilität bietet. Kann man nachvollziehen.
Junge Frau sitzt vor einem Laptop, wirkt erschöpft und stützt ihren Kopf auf den Arm, während sie auf den Bildschirm schaut
Einen Job mit Sinn, finanzieller Sicherheit und Beständigkeit bei KI: Das möchte die Gen Z.

5 Jobs, die die Wünsche der Gen Z erfüllen

1. Softwareentwickler:in

Remote möglich, klarer Karrierepfad und gutes Gehalt: Softwareentwickler:innen erfüllen eine ganze Reihe der Gen-Z-Prioritäten. Homeoffice ist hier oft Standard und muss gar nicht erst verhandelt werden. Das Durchschnittsgehalt in Deutschland liegt bei rund 60.700 Euro brutto pro Jahr. Wer auf KI-Entwicklung, Cloud oder Cybersecurity setzt, kann sogar zackig in noch höhere Gehaltsbänder vorrücken.

2. Psycholog:in

Das Thema psychische Gesundheit ist kein Tabu mehr: Die Gen Z ist die erste Generation, die mit radikaler Offenheit darüber spricht. Logisch also, dass viele Gen Z-ler:innen Interesse daran haben, das Ganze zum Beruf zu machen. Die Sinnhaftigkeit ist bei Psycholog:innen automatisch gegeben, online zu arbeiten ist immer öfter möglich und auch das Gehalt kann sich sehen lassen: 52.900 Euro brutto pro Jahr sind im Durchschnitt drin, bei psychologischen Psychotherapeut:innen sogar 59.600 Euro.

3. UX Designer:in

UX steht für User Experience: Das Ziel ist, digitale Produkte so zu gestalten, dass sie intuitiv funktionieren und Menschen gerne nutzen. Wer kreativ und digital denkt, wird in der UX-Welt gebraucht. UX Designer:innen arbeiten überwiegend remote oder hybrid, gestalten Produkte mit gesellschaftlicher Reichweite und landen in einem Gehaltssegment, das für ein kreatives Berufsfeld bemerkenswert solide ist: Der Durchschnitt liegt bei 53.000 Euro brutto pro Jahr.

4. Pflegefachkraft

Eine sinnstiftende Arbeit, ziemlich KI-sicher, gesellschaftlich unverzichtbar und dank des hohen Bedarfs endlich auch mit etwas besseren Gehaltschancen: Ein Job als Pflegefachkraft erfüllt fast alle Kriterien, die der Gen Z bei der Berufswahl wichtig sind. Seit 2020 gibt es eine generalistische Ausbildung, die Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege zusammenführt. Das Brutto-Durchschnittsgehalt liegt bei 44.600 Euro.

5. Kfz-Mechatroniker:in

Der meistgewählte Ausbildungsberuf Deutschlands: KFZ-Mechatronik verbindet Mechanik, Elektronik und zunehmend auch Softwaretechnik. Wer heute eine Ausbildung beginnt, arbeitet genauso an Bremssystemen wie an Hochvoltbatterien von Elektroautos und liest Fehlercodes aus digitalen Steuergeräten aus. Das macht den Beruf vielseitig und zukunftssicherer als viele Bürojobs. Das durchschnittliche Jahresgehalt als Kfz-Mechatroniker:in liegt bei 35.400 Euro brutto pro Jahr. Mit Meisterbrief oder Spezialisierung sind aber deutlich höhere Gehälter möglich.

Ein guter Verdienst ist von Anfang an möglich

Alle fünf Berufe bieten mindestens zwei der Kernwerte der Gen Z. Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Jobs, die diesen Kriterien entsprechen. Ein Studium muss nicht sein, kann aber in bestimmten Bereichen Vorteile haben. Und selbst wenn Berufseinsteiger:innen manchmal noch etwas weniger verdienen: wer Engagement und Durchhaltevermögen zeigt, holt meistens schon nach ein paar Jahren auf.

Insgesamt hat die Gen Z übrigens ein ziemlich gutes Händchen für lukrative Berufe. Viele ihrer Vertreter:innen verdienen in bestimmten Berufen schon zum Karrierebeginn mehr als der Durchschnitt.