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Bekannte Gehälter

Auf Jürgen Klopp wartet ab morgen ein Millionengehalt beim DFB

von Julia P.
Veröffentlicht:  14. August 2026, 10:58
2 min
Fußballtrainer mit erhobenen Armen auf dem Spielfeld, umgeben von Spielern in einem Stadion

Ab morgen übernimmt Jürgen Klopp das Amt des Bundestrainers der deutschen Nationalmannschaft. Nach Julian Nagelsmann setzt der DFB damit auf einen der renommiertesten – und bestbezahlten – Trainer der Welt. Bevor Klopp zu einer der bekanntesten Figuren des Weltfußballs wurde, studierte er Sportwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt. Und auch seine Diplomarbeit deutete noch nicht unbedingt auf eine Weltkarriere an der Seitenlinie hin: Statt über Fußball schrieb der heutige Startrainer ausgerechnet über Walking.

„Aus purer Verzweiflung“ zum Trainer gemacht

Klopp begann seine Karriere als Spieler bei mehreren Frankfurter Amateurklubs und wechselte 1990 zum damaligen Zweitligisten 1. FSV Mainz 05, für den er bis 2001 spielte. Parallel dazu studierte er an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt Sportwissenschaften und schloss 1995 als Diplom-Sportwissenschaftler ab.

Direkt nach seinem Ausstieg als Spieler wurde er 2001 Trainer bei Mainz 05 – aus „purer Verzweiflung“, wie der damalige Manager Christian Heidel später sagte. Danach führte er den Klub 2004 erstmals in die Bundesliga, wechselte 2008 zu Borussia Dortmund und übernahm 2015 den FC Liverpool. Nach seinem Abschied 2024 arbeitete er als „Head of Global Soccer“ bei Red Bull, bis der DFB ihn 2026 überzeugte.

Klopp ist bestbezahlter Bundestrainer aller Zeiten

Nach Recherchen der Bild-Zeitung verdient Klopp beim DFB rund 7 Millionen Euro pro Jahr, damit wäre er der bestbezahlte Bundestrainer aller Zeiten. Zum Vergleich:

  • Klopp (ab 2026): rund 7 Mio Euro pro Jahr
  • Julian Nagelsmann (2023-2026): bis zu 7 Mio Euro pro Jahr
  • Hansi Flick (2021-2023): 6,5 Mio Euro pro Jahr
  • Joachim Löw (2006-2021): 3,5 Mio Euro pro Jahr

Vor der Einigung war zeitweise sogar von 10 bis 12 Millionen Euro pro Jahr die Rede, die konkrete Zahl blieb aber im Bereich seines Vorgängers. Trotzdem gehört Klopp damit zu den bestbezahlten Nationaltrainern der Welt, etwa auf einer Ebene mit England-Coach Thomas Tuchel (rund 6 Mio) und deutlich hinter Brasilien-Trainer Carlo Ancelotti (rund 10 Mio).

Ein weiteres pikantes Detail des Deals: Klopp steht bei Red Bull noch bis 2029 unter Vertrag. Trotzdem verzichtet Red Bull auf eine Ablösesumme, Klopp bleibt dem Konzern als Markenbotschafter erhalten.

Sein Debüt gibt Klopp voraussichtlich beim Nations-League-Auftakt gegen die Niederlande in Amsterdam im September.

Klopps Alternativ-Karriere: 41.500 € als Sportwissenschaftler

Diplom-Sportwissenschaftler:innen arbeiten in vielen Feldern: in Sportvereinen, in Reha-Zentren, in der Sportartikelindustrie, im Trainings- und Leistungsdiagnostik-Bereich. Hätte Klopp diesen Weg statt der Trainer-Karriere weiterverfolgt, wäre er heute wohl am oberen Ende der Gehaltsspanne unterwegs. Doch selbst das obere Viertel der Sportwissenschaftler:innen in Deutschland kommt auf rund 59.800 Euro im Jahr.

Das sind die aktuellen kununu Gehaltsdaten für Deutschland:

Anders gerechnet: Ein einziger Monat als Bundestrainer bringt Klopp etwa so viel wie ein gut verdienender Sportwissenschaftler in fast zehn Jahren. Legt man das Durchschnittsgehalt von 41.500 Euro zugrunde, verdient Klopp beim DFB rund 168-mal so viel wie ein Sportwissenschaftler in Deutschland.

Zwei Wege, ein Fach

Beide Wege haben denselben akademischen Ausgangspunkt: ein Studium der Sportwissenschaften. Während die meisten Absolvent:innen in Vereinen, Reha-Einrichtungen oder Sportmanagement-Rollen arbeiten und dabei ein solides mittleres Einkommen erzielen, hat Klopp einen anderen Weg gefunden – über die Fußball-Praxis in die Weltspitze. Die Gemeinsamkeit: Beide brauchen analytisches Denken, Trainingswissenschaft und ein Verständnis für Motivation. Nur die Karrierekurven trennen Welten.