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Rosenmontag 2026: Feiertag oder ganz normaler Arbeitstag?

Für manche ist es der inoffizielle Höhepunkt des Jahres, für andere schlicht ein Montag mit erschwertem Pendelverkehr. Wenn in Köln die ersten „Alaaf“-Rufe durch die Straßen hallen und in Mainz die Motivwagen durch die Innenstadt rollen, dann ist wieder Rosenmontag. Rosenmontag 2026 fällt auf den 16. Februar. Doch was bedeutet dieses Datum eigentlich für Arbeitnehmer:innen? Gilt er als Feiertag? Muss man Urlaub nehmen? Und warum wirkt der Tag in manchen Regionen wie ein Ausnahmezustand, während anderswo ganz normal gearbeitet wird? In diesem Artikel klären wir, wie Rosenmontag arbeitsrechtlich einzuordnen ist, welche Unterschiede es zwischen den Bundesländern gibt, was für Schulen und Behörden gilt und warum der Tag trotz fehlendem Feiertagsstatus in einigen Regionen eine besondere Rolle spielt.

Was ist Rosenmontag überhaupt?

Historisch entwickelte sich der Tag im 19. Jahrhundert als zentraler Termin für organisierte Karnevalsumzüge. Heute ist er vor allem in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland fest im regionalen Selbstverständnis verankert. Politische Persiflagen, aufwendig gestaltete Motivwagen und hunderttausende Zuschauer:innen prägen das Bild in Städten wie Köln, Düsseldorf oder Mainz. In vielen Unternehmen dieser Regionen gehört der Tag kulturell einfach dazu. Das ändert jedoch nichts daran, dass Rosenmontag rechtlich kein klassischer Feiertag ist, sondern ein Brauchtumstag. Diese Unterscheidung ist entscheidend. Denn während gesetzliche Feiertage verbindlich in den Feiertagsgesetzen der Bundesländer geregelt sind, basiert der Umgang mit Rosenmontag in erster Linie auf regionaler Tradition und unternehmerischer Praxis.

Wann ist Rosenmontag 2026?

Rosenmontag 2026 findet am Montag, den 16. Februar 2026 statt. Das Datum hängt unmittelbar mit dem Osterfest zusammen. Da Ostersonntag 2026 auf den 5. April fällt, liegt Rosenmontag exakt 48 Tage davor.

Karneval gehört damit zu den sogenannten beweglichen Terminen im Kirchenjahr. Sein Zeitpunkt verschiebt sich jedes Jahr, weil auch Ostern kein festes Kalenderdatum hat. Ostern wird am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert – eine Regel, die auf das Konzil von Nicäa im Jahr 325 zurückgeht. Über diesen Mechanismus verschieben sich automatisch auch Fastnacht, Rosenmontag und Aschermittwoch. Für Arbeitnehmer:innen bedeutet das vor allem eines: Wer langfristig planen möchte, sollte jedes Jahr neu in den Kalender schauen.

Rosenmontag: „beweglicher Feiertag“?

Bewegliche Feiertage sind Feiertage, die jedes Jahr auf ein anderes Datum fallen. Ihr Termin ist nicht fest im Kalender verankert, sondern richtet sich meist nach bestimmten Berechnungen oder religiösen Regeln.

Ist Rosenmontag 2026 ein gesetzlicher Feiertag?

Auch wenn es sich in Teilen Deutschlands anders anfühlt, ist Rosenmontag 2026 in keinem Bundesland ein gesetzlicher Feiertag. Die Feiertagsgesetze der Länder sehen für diesen Tag laut deutschen Gewerkschaftsbund und dem Innenministerium keine arbeitsfreie Regelung vor. Rein rechtlich handelt es sich also um einen regulären Werktag. Es besteht Arbeitspflicht, ein automatischer Anspruch auf Freistellung existiert nicht und wer frei haben möchte, muss Urlaub beantragen oder vorhandene Zeitguthaben nutzen.

Welche Betriebe haben am Rosenmontag in Deutschland offen?

In Karnevalsregionen gilt häufig Betriebsruhe oder halbe Arbeitstage. Auch sind flexible Gleitzeitlösungen und tarifliche Sonderregelungen öfters der Fall.

Ist der Rosenmontag ein schulfreier Tag?

In vielen Städten in NRW, Rheinland-Pfalz oder im Saarland ist Rosenmontag schulfrei. Die Entscheidung treffen jedoch die jeweiligen Schulbehörden. Informiere dich direkt dort, da die Bestimmungen abweichen können!

Haben Behörden am Rosenmontag geöffnet?

Behörden bleiben grundsätzlich geöffnet. In Karnevalshochburgen kann es jedoch individuell zu eingeschränkten Öffnungszeiten kommen.

Warum wirkt Rosenmontag in manchen Regionen wie ein Feiertag?

Wer am Rosenmontag in Köln unterwegs ist, merkt schnell, dass dieser Tag alles andere als gewöhnlich ist. Innenstädte sind gesperrt, der öffentliche Nahverkehr fährt teilweise nach Sonderfahrplan und viele Geschäfte bleiben geschlossen. In kleineren Orten organisieren Vereine eigene Umzüge, in Unternehmen werden Feiern veranstaltet. In Bundesländern ohne ausgeprägte Karnevalstradition läuft der Tag dagegen weitgehend normal ab. In Berlin, Hamburg oder Sachsen ist Rosenmontag meist kaum spürbar. Auch in Bayern wird zwar Fasching gefeiert, arbeitsrechtlich hat der Tag jedoch keinen Sonderstatus.

Entscheidend ist daher weniger das Gesetz als die regionale Kultur und die Frage, wie stark Karneval im jeweiligen Umfeld verankert ist.

Arbeitsrechtliche Einordnung des Rosenmontags

Arbeitsrechtlich bleibt Rosenmontag ein normaler Werktag. Arbeitgeber sind nicht verpflichtet, ihre Mitarbeitenden freizustellen. Auch religiöse oder kulturelle Gründe begründen keinen automatischen Anspruch auf Arbeitsbefreiung.

In einzelnen, katholisch geprägten Regionen kann es organisatorische Rücksichtnahmen geben, etwa im Zusammenhang mit Veranstaltungen oder Gottesdiensten. Diese beruhen jedoch auf freiwilligen betrieblichen Entscheidungen.

Rosenmontag 2026 in den Bundesländern

Unabhängig von der regionalen Feierkultur gilt: In keinem Bundesland ist Rosenmontag gesetzlich als Feiertag anerkannt. Unterschiede zeigen sich vor allem in der betrieblichen Praxis.

Ob ein Unternehmen am Rosenmontag großzügig ist oder nicht, hängt daher weniger vom Gesetz als von der Unternehmenskultur ab.

Was sind weitere wichtige Feiertage 2026?

Wer Rosenmontag plant, sollte auch diese Termine kennen:

  • Karfreitag 2026: 3. April 2026
  • Christi Himmelfahrt 2026: 14. Mai 2026
  • Pfingstmontag 2026: 25. Mai 2026
  • Fronleichnam 2026: 4. Juni 2026 (nicht bundesweit)

Rosenmontag in Österreich und der Schweiz

Auch in Österreich und in Teilen der Schweiz wird Fasching gefeiert. Dennoch ist Rosenmontag weder in Österreich noch in der Schweiz ein gesetzlicher Feiertag. In katholisch geprägten Regionen finden zwar Umzüge und Veranstaltungen statt, arbeitsrechtlich handelt es sich jedoch um einen normalen Arbeitstag. In allen drei Ländern gilt somit grundsätzlich reguläre Arbeitspflicht.

Rosenmontag als Feiertag: Zwischen Brauchtum und Büroalltag

Rosenmontag 2026 ist offiziell ein gewöhnlicher Montag. In einigen Regionen Deutschlands fühlt er sich jedoch alles andere als gewöhnlich an. Ob du tatsächlich arbeiten musst oder mit halbem Arbeitstag rechnen kannst, hängt letztlich von deinem Arbeitgeber und deinem Standort ab.

Informiere dich am besten in unseren Feiertagsartikeln über die Bestimmungen für dein Land:

In vielen Städten in NRW, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist schulfrei. Eine bundesweite Regelung gibt es nicht. Maßgeblich sind die Entscheidungen der Schulbehörden.

Ja. Der Rosenmontag ist kein gesetzlicher Feiertag. Es besteht reguläre Arbeitspflicht.

Feiertage werden durch Landesgesetze geregelt. Rosenmontag hat kulturelle, aber keine staatlich anerkannte Feiertagsstellung. Daher gibt es keinen gesetzlichen Anspruch auf Arbeitsbefreiung.

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland gelten als Karnevalshochburgen. Besonders Köln, Düsseldorf und Mainz sind bekannt für große Umzüge.

Nein. Auch in Bayern ist Rosenmontag kein gesetzlicher Feiertag. Fasching wird gefeiert, jedoch ohne arbeitsrechtliche Sonderstellung.

Nein. Auch in Rheinland-Pfalz ist Rosenmontag kein gesetzlicher Feiertag. Fasching wird gefeiert, jedoch ohne arbeitsrechtliche Sonderstellung.

Nein. Auch in Saarland ist Rosenmontag kein gesetzlicher Feiertag. Fasching wird gefeiert, jedoch ohne arbeitsrechtliche Sonderstellung.

Nein. Auch in NRW ist Rosenmontag kein gesetzlicher Feiertag. Fasching wird gefeiert, jedoch ohne arbeitsrechtliche Sonderstellung.