Karriere & Ausbildung
Immer mehr junge Menschen entscheiden sich fürs Handwerk – diese Berufe zahlen sich besonders aus
Die Ausbildung im Handwerk erlebt ein Comeback. Laut aktuellen Zahlen des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 67.800 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch wie viel verdient man eigentlich im Handwerk? Ein Blick auf Ausbildungsvergütung, Durchschnittsgehalt und mögliche Weiterbildungen zeigt: Viele Berufe bieten schon früh gute Perspektiven – und mit zusätzlicher Qualifikation ist oft noch deutlich mehr drin.
Diese klassischen Handwerksberufe starten mit einer soliden Ausbildungsvergütung
Auch klassische Handwerksberufe bieten bereits während der Ausbildung eine attraktive Vergütung.
| Beruf | Ø Tarifliche monatliche Ausbildungsvergütung | Ø Bruttogehalt Vollzeit jährlich als Fachkraft |
|---|---|---|
| Elektroniker:in | 1.100 € | 41.700 € |
| Bäcker:in | 1.106 € | 34.000 € |
| Lackierer:in | 985 € | 37.700 € |
| Tischler:in | 981 € | 34.600 € |
| Friseur:in | 727 € | 27.900 € |
Gerade technische Berufe zeigen, dass sich Weiterbildung lohnen kann. Wer beispielsweise nach der Ausbildung zusätzliche Qualifikationen erwirbt und als Maschinenbautechniker:in arbeitet, erzielt laut kununu durchschnittlich 51.700 Euro brutto pro Jahr.

Diese Ausbildungsberufe gehören zu den Gehaltsgewinnern
Neben den klassischen Handwerksberufen gibt es Ausbildungsberufe, die bereits mit einer besonders hohen Ausbildungsvergütung starten und später attraktive Durchschnittsgehälter bieten.
| Beruf | Ø Tarifliche monatliche Ausbildungsvergütung | Ø Bruttogehalt Vollzeit jährlich als Fachkraft |
|---|---|---|
| Rohrleitungsbauer:in | 1.362 € | 42.900 € |
| Brauer:in und Mälzer:in | 1.355 € | 55.300 € |
| Zimmerer:in | 1.343 € | 39.700 € |
| Maurer:in | 1.332 € | 40.200 € |
| Fliesen-, Platten- und Mosaikleger:in | 1.325 € | 39.400 € |
Auffällig ist, dass viele dieser Berufe aus dem Bau- und Ausbaugewerbe stammen. Dort sind qualifizierte Fachkräfte seit Jahren gefragt. Gleichzeitig übernehmen Beschäftigte häufig schon früh Verantwortung auf Baustellen oder bei anspruchsvollen Projekten – Faktoren, die sich langfristig auch im Gehalt widerspiegeln.
Mit Meistertitel oder Weiterbildung steigt das Gehalt häufig weiter
Die Gesellenprüfung ist für viele Beschäftigte nicht das Ende der Karriere. Wer sich zum Meister oder zur Meisterin weiterbildet oder eine Qualifikation als staatlich geprüfte:r Techniker:in erwirbt, übernimmt häufig mehr Verantwortung – etwa in der Projektleitung, Personalführung oder im eigenen Betrieb.
Frühere kununu-Auswertungen zeigen, dass sich höhere Bildungsabschlüsse im Handwerk häufig auch finanziell auszahlen. Neben besseren Karrierechancen eröffnen sie den Weg in Führungspositionen oder in die Selbstständigkeit.
Handwerk bietet langfristige Karrierechancen
Wer sich für eine Ausbildung entscheidet, profitiert nicht nur von einer soliden Ausbildungsvergütung, sondern kann sein Einkommen durch Berufserfahrung und Weiterbildungen Schritt für Schritt steigern. Damit ist das Handwerk für viele eine attraktive Alternative zum Studium – mit guten Karriere- und Verdienstperspektiven.