Arbeitswelt im Wandel
Gen Z will wieder werkeln: 66 Prozent wünschen sich Arbeit mit den Händen
Frag junge Menschen heute nach ihrem Traumjob, und die Antwort wird überraschen: Immer öfter ist es kein Job mit Laptop, sondern einer mit Werkzeug. Eine neue Studie aus den USA liefert dafür eine einleuchtende Erklärung, KI macht reine Bildschirmarbeit unsicherer, während Berufe mit den Händen an Ansehen gewinnen.
Was die Autodesk-Studie zeigt
Für den „AI Jobs Report 2026“ hat Autodesk in den USA rund 1.000 Schüler:innen und Studierende sowie 500 Berufstätige befragt.
Die Kernzahlen dazu hier auf einen Blick:
- 82 % fühlen sich sicher im Umgang mit KI-Tools wie ChatGPT
- 66 % der jungen Generation wollen trotzdem etwas mit den Händen machen
- 61 % der älteren Berufstätigen wünschen sich das Gleiche, Tendenz steigend
- 2 von 3 jungen Menschen bevorzugen körperliche Arbeit gegenüber digitaler
- 4 von 5 Berufstätigen geht es genauso, sogar noch deutlicher
Eine Wissenslücke bremst den Trend noch
Spannend ist der blinde Fleck, den die Studie aufdeckt: 60 Prozent der Befragten verbinden Handwerk, Bauwesen und Fertigung vor allem mit reiner Handarbeit, nur 24 Prozent denken dabei an moderne, digitale Technik.
Dabei zeigt sich gerade hier ein Wandel: KI-bezogene Jobangebote in Design und Fertigung sind laut Autodesk binnen eines Jahres um 32 Prozent gestiegen.
Auch in Deutschland zeichnet sich der Trend ab
Der Wunsch nach Werkzeug statt Laptop ist kein rein amerikanisches Phänomen. Laut dem Handwerksbarometer 2026 sehen rund zwei Drittel der Deutschen Handwerksberufe inzwischen als sicherer an als klassische Bürojobs, ein deutlicher Stimmungswandel gegenüber noch vor wenigen Jahren.
Was Fachkräfte im Handwerk hierzulande verdienen
Dass sich Handwerk und gutes Gehalt nicht ausschließen, zeigen aktuelle kununu-Gehaltsdaten.
- Elektrotechniker:innen kommen im Schnitt auf 56.000 Euro brutto im Jahr,
- bei Liftmonteur:innen sind es 52.200 Euro,
- und wer als Mechatroniker:in arbeitet, verdient durchschnittlich 41.900 Euro.
Also auch bei klassischen Ausbildungsberufen zeigt sich: Wer sich für die Werkstatt statt das Büro entscheidet, muss finanziell keine Abstriche machen.