Drucker, Desktop, Dopamin: Macht dein Job dich glücklich?

Ein schlecht laufendes Projekt, zu viele Überstunden und ausbleibende Erfolge. Die Montagslaune zieht sich plötzlich über die ganze Woche, dein Gesicht hat weniger Lachfalten, als ein Botoxjunkie. Damit geht es dir wie der Hälfte aller Arbeitnehmer – denn die sind laut dem deutschen Bundesarbeitsministerium nicht glücklich in ihrem Job.[1] Warum bleibt manchmal von der Anfangseuphorie am Arbeitsplatz, nur ein Smiley auf einem alten Post-It? Und was kannst du 2018 anders machen? Wir verraten es dir!

Geld macht nicht glücklich? Stimmt nicht ganz.

Das hat zumindest ein Forscherteam der London School of Economics herausgefunden. [2,3]  Eine Befragung von mehr als 20.000 Menschen aus ganz Europa hat gezeigt: Wer mehr verdient, wird im Durchschnitt glücklicher! Und laut dieser Erhebung gibt es dafür auch keine Obergrenze. Allerdings ist hier auch alles eine Frage der Perspektive, denn US-Forscher gehen davon aus: Mehr Geld macht nicht glücklicher, sondern einfach weniger traurig.

Der deutlichste Glücksboost ist die Work-Life-Balance, dicht gefolgt von einem guten Arbeitsklima und abwechslungsreicher Arbeit. Denn wer neben dem Job noch Zeit für Familie und Freunde hat und sich mit seinen Kollegen versteht, der ist nicht nur mit seinem Arbeitsplatz zufriedener. Die positive Laune wirkt sich auf das gesamte Leben aus. Außerdem ist laut den britischen Forschern das Glück umso größer, je abwechslungsreicher die Arbeit ist. [2,3]

Aller guten Dinge sind sechs.

Eine ähnliche Aussage trifft auch der globale Personaldienstleister Robert Half. In seiner Studie befragte er 23.000 Arbeitnehmer aus acht Ländern und erkannte sechs Faktoren, die für Dopamin am Arbeitsplatz sorgen. Neben dem positiven Arbeitsklima sieht er den Sinn in einer Arbeit als ausschlaggebend. Wer etwas Wichtiges leistet, einer sichtliche Veränderung schafft, der ist glücklicher! [4]

Daher kaum überraschend: Fairness, Respekt, Entfaltungsmöglichkeiten und Wertschätzung steigern das Glücksgefühl, insbesondere letzteres sorgt für ein langanhaltendes Dauergrinsen. Ein weiterer Faktor – und ja, er klingt banal ist aber erwähnenswert – ist, dass du zu Unternehmen und Stellenanzeige passt. Wer sich selber einen Job schönredet, oder sich falsche Qualifikationen andichtet, kann lange auf den Glücksregen warten. Übrigens: Wenn Arbeitnehmer stolz auf ihr Unternehmen sind, sind sie bis zu drei Mal glücklicher. [4]

Du bist schuld an deinem Glück!

Ausgangspunkt für unsere Misere kann aber auch unsere Einstellung zu Arbeit sein: Immerhin haben wir schon als kleine Kinder gelernt, dass Arbeiten anstrengend ist, keinen Spaß macht und man sie – Prokrastination sei Dank – um jeden Preis verhindern muss. Dass wir für unser Glück allein die Verantwortung tragen, meint auch Psychologe und Businesscoach Manuel Tusch. Ganz egal welchen Job wir haben, wenn wir unglücklich sind, nehmen wir diese Einstellung mit an den nächsten Arbeitsplatz. [5]

Seiner Meinung nach sind unrealistische Erwartungen die Ursache: Wir wollen Wertschätzung, Spaß und Geld dafür. Wechseln wir allerdings die Rollen und stehen selber auf der Seite des Dienstnehmers,  fallen Lobpreisungen und Anerkennung an beispielsweise Kassierer oder Kellner auch nicht gerade üppig aus – da wollen wir nur, dass es reibungslos funktioniert. [5]  Was können wir also tun, damit wir 2018 glücklicher werden? In einer Umfrage von FOCUS Online klingt die Lösung ganz einfach: Weniger nachdenken! [6]  Denn wer sich sorgt, der quält sich zwei Mal – und ist dabei nicht ganz so glücklich.

Aber auch wenn jeder seine Laune selbst steuern kann, bei manchen Arbeitsbedingungen würde sich jeder Glücksbär in einen Trauerklos verwandeln. Bei dir ist das auch so? Dann bewerte jetzt dein Unternehmen und schau dir an, wie die Stimmung bei deinem Traumarbeitgeber aussieht! 

Quellen

[1] welt.de 
[2] cep.ise.ac.uk
[3] fatz.net
[4] diepresse.com
[5] focus.de
[6] focus.de