Fast doppelt so viel wie der Durchschnitt Deutschlands: Die bestbezahlten Jobs 2025
Krass, was manche 2025 verdienen! Der Gehaltscheck 2026 zeigt: Wirtschaftsprüfer, Pilot:innen und Ärzt:innen liegen mit fast 100.000 Euro Jahresbrutto vorn. Aber auch Program Manager, Softwarearchitekt:innen und Legal Counsel sahnen ab.
Besonders spannend: Tech-Jobs zahlen schon beim Einstieg Top-Gehälter. Anwält:innen führen hier mit über 74.000 Euro. Softwarearchitekt:innen sind der einzige Beruf, der in beiden Top 15 auftaucht.
Klar ist: Verantwortung, Spezialwissen und Fachkräftemangel treiben die Gehälter. Standort und Unternehmensgröße spielen aber auch eine Rolle. Und wer sich weiterbildet, bleibt am Ball – auch in Zukunft.
Das Durchschnittsgehalt Deutschlands liegt 2025 bei 51.272 Euro – doch nicht bei diesen Berufen. Der kununu Gehaltscheck 2026 zeigt, welche Berufe in diesem Jahr die Nase vorn haben. Spoiler: Es sind nicht nur die üblichen Verdächtigen, die ganz oben mitspielen.
Die 15 bestbezahlten Jobs 2025
Je nachdem, in welchem Beruf du arbeitest, unterschieden sich die Gehälter in Deutschland teilweise extrem. Das durchschnittliche Bruttogehalt liegt bei 55.608 Euro: Viele Spitzenverdiener kriegen aber weit mehr als das Doppelte.
Der kununu Gehaltscheck 2026 zeigt: An der Spitze der bestbezahlten Berufe stehen nicht nur die klassischen Top-Jobs wie Ärzt:innen und Anwält:innen: Auch einige andere Berufsbilder haben es 2025 in die Top 15 geschafft.
| Jobtitel | Durchschnittsgehalt |
|---|---|
| Wirtschaftsprüfer:in | 97.462 € |
| Pilot:in | 96.919 € |
| Ärztin / Arzt | 93.738 € |
| Professor:in | 90.866 € |
| Program Manager:in | 88.942 € |
| Softwarearchitekt:in | 86.906 € |
| Legal Counsel | 86.391 € |
| Portfolio Manager:in | 84.970 € |
| Anwältin / Anwalt | 80.588 € |
| Service Delivery Manager | 80.089 € |
| Aktuar:in | 79.753 € |
| Anlageberater:in | 79.589 € |
| Agile Coach | 79.141 € |
| Trader | 78.565 € |
| Unternehmensberater:in | 78.330 € |
Wie kommt es zu den Spitzengehältern?
Dass Wirtschaftsprüfer:innen, Pilot:innen und Ärzt:innen zu den Spitzenverdienern gehören, überrascht dich wahrscheinlich kaum. Weniger bekannt, aber ebenso hochbezahlt:
Program Manager:innen koordinieren in Tech-Unternehmen mehrere Projekte gleichzeitig. Sie behalten Abhängigkeiten, Budgets und strategische Ziele im Blick und sorgen dafür, dass alles zusammenpasst.
Softwarearchitekt:innen entwerfen die technische Gesamtstruktur von Anwendungen und Systemen. Sie treffen Grundsatzentscheidungen, die Projekte über Jahre prägen, etwa zu Skalierbarkeit, Sicherheit und Schnittstellen.
Legal Counsel arbeiten als interne Unternehmensjurist:innen und beraten zu Verträgen, Haftungsfragen und Compliance. Sie minimieren rechtliche Risiken und sichern geschäftliche Entscheidungen ab.
Portfolio Manager:innen verwalten Geld, etwa Fonds oder größere Investmentportfolios, sie analysieren Märkte, bewerten Risiken und treffen Anlageentscheidungen.
Agile Coaches sorgen dafür, dass Teams wirklich effizient arbeiten. Sie führen agile Methoden wie Scrum oder Kanban ein, lösen Reibungen zwischen Rollen und tragen dazu bei, dass Projekte schneller und sauberer laufen.
Service Delivery Manager halten den Betrieb am Laufen. Sie stellen sicher, dass IT Services stabil, sicher und in der vereinbarten Qualität erbracht werden und sind die Schnittstelle zwischen Kund:innen, Technik und Management.
Diese Berufe zahlen schon beim Einstieg top
Das Durchschnittsgehalt erzählt ja immer nur die halbe Geschichte. Noch spannender wird es, wenn man sich anschaut, was die Berufseinsteiger:innen in bestimmten Berufen verdienen.
Das durchschnittliche Einstiegsgehalt für Hochschulabsolventen liegt bei 45.395 Euro, nach einer Ausbildung sind es 25.000 bis 30.000 Euro. Unsere Daten zeigen aber: Manche Jobs zahlen schon am Anfang der Karriere deutlich mehr.
| Jobtitel | Durchschnittsgehalt |
|---|---|
| Anwältin / Anwalt | 74.492 € |
| Softwarearchitekt:in | 69.292 € |
| Steuerberater:in | 68.732 € |
| Product Owner:in | 65.793 € |
| Assistenzärztin / Assistenzarzt | 64.863 € |
| Unternehmensberater:in | 64.199 € |
| Data Scientist | 62.222 € |
| Area Sales Manager:in | 61.613 € |
| Entwicklungsingenieur:in | 61.189 € |
| Prozessingenieur:in | 60.676 € |
| Apotheker:in | 60.577 € |
| Risikomanager:in | 60.390 € |
| Key Account Manager:in | 60.114 € |
| Business Analyst:in | 59.973 € |
| Internet Security Expert | 59.331 € |
Bei diesen Berufen ist die Bezahlung durchgehend top
Neben Anwält:innen und Unternehmensberater:innen sind Softwarearchitekt:innen sind der einzige Beruf, der in beiden Top 15 auftaucht. Mit 69.292 Euro Einstiegsgehalt und 86.906 Euro im Durchschnitt zeigt sich hier der massive IT-Fachkräftemangel. Unternehmen zahlen bereits Berufseinsteiger:innen Spitzengehälter, um die dringend benötigte Expert:innen frühzeitig zu gewinnen.
Jurist:innen dominieren den Einstieg
Mit 74.492 Euro führen Anwält:innen das Ranking der Einstiegsgehälter an. Neben der langen Ausbildung mit zwei Staatsexamen liegt das auch am hohen Wettbewerb und der Verantwortung im Job. Interessant ist, dass Jurist:innen im Gesamt-Ranking „nur“ auf Platz neun landen. Wer als Anwält:in so richtig viel verdienen will, muss also in größere Kanzleien wechseln oder eine Führungsposition übernehmen.
Auch die Medizin zahlt sich aus
Assistenzärzt:innen verdienen schon im ersten Jahr 64.863 Euro. Das nennen wir mal ein solides Einstiegsgehalt. Der Karriereweg zeigt sich deutlich: Als Fachärzt:in sind später 97.000 Euro drin, als Oberärzt:in sogar 130.750 Euro. Die lange Ausbildung zahlt sich also definitiv aus, auch wenn das Gehalt bei den oft extremen Arbeitszeiten wahrscheinlich manchmal Schmerzensgeld ist.
Tech-Jobs: Durchweg stark vertreten
Data Scientists, Entwicklungsingenieur:innen, Prozessingenieur:innen und Internet Security Experts: Die Tech-Branche dominiert die Einstiegsgehälter. Der Grund ist klar: Deutschland sucht händeringend IT-Spezialist:innen. Die Digitalisierung schreitet voran, KI revolutioniert die Arbeitswelt und Unternehmen sind bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.
Warum bezahlen manche Berufe so viel mehr?
Wer versteht, warum bestimmte Jobs besser bezahlt werden, kann seine Karriere strategischer planen. Was all diese Jobs verbindet: Große Verantwortung, viel Spezialwissen und oft Entscheidungen mit direktem finanziellen Einfluss.
In IT, Medizin und Ingenieurwesen fehlen Fachkräfte: Dann greift das Prinzip von Angebot und Nachfrage. Unternehmen, die dringend Expert:innen brauchen, müssen einfach mehr zahlen.
Dazu kommt in vielen Fällen die Zeit der Ausbildung: Ärzt:innen studieren mindestens sechs Jahre und absolvieren dann die Facharztausbildung. Jurist:innen brauchen zwei Staatsexamen, Wirtschaftsprüfer durchlaufen nach dem Studium nochmal drei Jahre Zusatzausbildung. Wer viele Jahre in seine Qualifikation investiert, verdient später oft entsprechend mehr.
Auch irgendwie logisch: Pilot:innen tragen Verantwortung für hunderte Menschenleben, Ärzt:innen treffen Entscheidungen über Leben und Tod. Wirtschaftsprüfer:innen müssen immerhin Milliarden-Bilanzen korrekt bewerten. Diese Verantwortung spiegelt sich eben auch im Gehalt wider.
Paradox: IT-Jobs zahlen oft Spitzengehälter, gleichzeitig ersetzt die KI viele Junior-Positionen. Berufseinsteiger:innen haben es in manchen Bereichen schwerer – wer aber spezialisierte Kenntnisse mitbringt, wird umso dringender gebraucht.
Derselbe Beruf zahlt nicht immer dasselbe Gehalt
Nicht nur der Beruf allein entscheidet über das Gehalt, auch Faktoren wie der Standort spielen natürlich eine große Rolle. In Baden-Württemberg verdienen Berufseinsteigende zum Beispiel durchschnittlich 7,5 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt. Die neuen Bundesländer liegen dagegen oft deutlich zurück.
Auch die Unternehmensgröße macht einen Unterschied: In Konzernen mit mehr als 5.000 Mitarbeitenden liegt das Mediangehalt bei 57.750 Euro. In kleinen Betrieben mit unter 50 Beschäftigten sind es nur 40.500 Euro, also fast 30 Prozent weniger. Drum prüfe, wer sich an einen Arbeitgeber bindet, wo sich vielleicht was Besseres findet.
So kommst du an die Top-Jobs
Unsere Zahlen zeigen es: Mit der richtigen Strategie sind auch für Berufseinsteiger:innen Spitzengehälter möglich.Viele MINT-Fächer bieten mal wieder die besten Aussichten, besonders alles rund um IT, Datenanalyse und Softwareentwicklung.
Medizin und Jura bleiben klassische Wege zu hohen Gehältern, du brauchst aber einen langen Atem. Wer sich für diese Richtung entscheidet, sollte die Jahre des Studiums und der Weiterbildung einkalkulieren.
Quereinsteiger:innen haben es übrigens in der Tech-Branche besonders gut: Die Branche ist generell offen für Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen. IT-Bootcamps und Weiterbildungen erleichtern den Umstieg.
Ausblick: Was bringt 2026?
Der deutsche Arbeitsmarkt bleibt spannend: Einerseits bremst die wirtschaftliche Lage die Gehaltsentwicklung, viele Unternehmen planen sogar einen Personalabbau. Andererseits bleibt der Fachkräftemangel ein Dauerthema: Das stärkt die Verhandlungsposition von gut ausgebildeten Fachkräften.
Klar, KI wird die Arbeitswelt weiter verändern. Einfache, repetitive Tätigkeiten könnten wegfallen. Jobs, die kreatives Denken, Strategie und menschliche Interaktion erfordern, werden dafür immer wichtiger – und wahrscheinlich auch besser bezahlt. Wer sich weiterbildet, flexibel bleibt und die richtige Branche wählt, hat auch in Zukunft gute Chancen auf ein Spitzengehalt.