Ausbildung & Förderung
Gehalt knapp: Diese Hilfen können Azubis mit wenig Verdienst beantragen
Tarif-Auszubildende erhielten 2025 im Schnitt 1.209 Euro brutto im Monat – 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch Miete, Umzug und Heimfahrten können das Budget belasten. Diese Hilfen solltest du kennen.
Duale Ausbildung: BAB für die Miete
Musst du für deinen Ausbildungsplatz aus dem Elternhaus ausziehen, kann Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) helfen. Die Agentur für Arbeit berücksichtigt deine Ausbildungsvergütung und das Einkommen deiner Eltern. BAB musst du nicht zurückzahlen. Beantrage sie früh: Gezahlt wird frühestens ab dem Monat der Antragstellung.

Schulische Ausbildung: Schüler-BAföG prüfen
Für schulische Ausbildungen gibt es grundsätzlich keine BAB. Bei bestimmten Bildungsgängen kann Schüler-BAföG infrage kommen – etwa bei einer förderfähigen Berufsfachschulausbildung ohne Vergütung. Ob du Anspruch hast, hängt von Ausbildung und persönlicher Situation ab.
Wohngeld und Kindergeld im Blick
Wenn du keine BAB oder kein BAföG erhältst, kannst du Wohngeld prüfen. Die Wohngeldstelle entscheidet im Einzelfall; BAB und Wohngeld gibt es nicht automatisch gleichzeitig.
Eltern können während deiner ersten Ausbildung grundsätzlich bis zu deinem 25. Geburtstag Kindergeld erhalten. Wohnst du nicht mehr zu Hause, wird es nicht automatisch an dich ausgezahlt. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du bei der Familienkasse eine direkte Auszahlung beantragen.
Umzug und Heimfahrten: vorher beraten lassen
Ziehst du für die Ausbildung in eine andere Region, kann der Mobilitätszuschuss im ersten Ausbildungsjahr zwei Familienheimfahrten pro Monat fördern. Voraussetzung sind eine Beratung vorab und ein erforderlicher Umzug. Den Antrag musst du spätestens am Tag vor Ausbildungsbeginn stellen. Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht.
Notwendige Umzugskosten bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz können unter Umständen über das Vermittlungsbudget gefördert werden. Lass dich beraten und beantrage die Hilfe, bevor Kosten entstehen.
Welche Förderung passt, klärst du mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter oder dem zuständigen Amt.