Fußball WM 2026
19. Juli wurde als Feiertag vorerst widerrufen
Mit dem 0:3 im Sechzehntelfinale gegen Spanien ist Österreichs WM-Traum 2026 geplatzt. Damit platzt auch die Hoffnung auf den 19. Juli als neuen Nationalfeiertag. Zumindest vorerst. Denn Van der Bellen hat sich bereits gemeldet und das Versprechen nicht zurückgezogen. Nur verschoben.
Wie alles mit einer Forderung im ORF begann
Der Ausgangspunkt war der 18. November 2025. Österreich hatte gerade nach 28 Jahren wieder eine WM-Qualifikation geschafft, das 1:1 gegen Bosnien reichte für das direkte Ticket. Arnautovic, ÖFB-Rekordspieler und emotionaler Anführer der Mannschaft, nutzte das ORF-Mikrofon für eine klare Forderung: „Eine Ansage an die Regierung. Bundeskanzler. Bundespräsident. Dass heute, der 18. November, ein Feiertag für jeden ist.“
Bundeskanzler Stocker lehnte sachlich ab. Van der Bellen antwortete mit mehr Charme: Er zeigte in einem Instagram-Video ein Bild des WM-Pokals und erklärte, wenn dieser Ende Juli nach Wien zurückgebracht werde, könne man vielleicht noch einmal darüber reden.

In der Hofburg wurde „alles geklärt“
Als der WM-Pokal im Jänner im Rahmen der FIFA World Cup Trophy Tour in Wien Station machte, entfachte Arnautovic die Diskussion neu. Er richtete Van der Bellen aus, er komme gern in die Hofburg. Van der Bellen nahm ihn beim Wort.
Ende März besuchte Arnautovic den Bundespräsidenten in der Wiener Hofburg. Die genauen Gesprächsinhalte blieben geheim. Nach außen drang nur ein Satz und ein Grinsen. „Alles geklärt“, sagte Arnautovic beim Gang durch die berühmte Tapetentür in das Maria-Theresien-Zimmer. Was genau geklärt wurde? Offen. Van der Bellen schrieb auf Instagram, man habe die Voraussetzungen für den Feiertag besprochen. Mehr dazu gab es nicht.
Spanien macht den Traum zunichte. Van der Bellen reagiert trotzdem
Das 0:3 gegen Spanien im Sechzehntelfinale hat die Bedingung klar verfehlt. Der WM-Pokal kommt nicht nach Wien, und damit ist der Feiertag vorerst Geschichte.
Van der Bellen meldete sich dennoch zu Wort, dem Vernehmen nach mit Humor und ohne Bitterkeit. Der Tenor: Der Feiertag ist nicht gestorben, er ist nur verschoben. Geht es nach dem Bundespräsidenten, ist 2030 der nächste mögliche Termin. Österreich spielt dann wieder bei einer WM, zumindest wenn die Qualifikation klappt.
Der 19. Juli 2026 bleibt ein ganz normaler Sonntag. Aber die Geschichte dahinter, die Forderung, das Treffen in der Hofburg, das Versprechen mit Augenzwinkern, ist längst größer als ein einzelner Spieltag. Sie zeigt, was dieser WM-Auftritt dem Land bedeutet hat. Und dass Österreich trotz dem frühen Aus noch nicht aufgehört hat zu träumen.