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10 Karrieretipps, die auch als Lebensweisheiten durchgehen

Eine erfolgreiche Karriere aufzubauen, ist harte Arbeit. Schuften für den Aufstieg auf der Karriereleiter und trotzdem eine ausgewogene Work-Life-Balance? So überstehst du den alltäglichen Arbeitswahnsinn: Triff intelligente Entscheidung, die sich sowohl auf dein Arbeitsleben als auch dein Privatleben positiv auswirken. Hier gibt’s 10 Karrieretipps, die auch als inspirierende Lebensweisheiten durchgehen.

#1 Lass das Igel-Prinzip deine Entscheidungen leiten.

Was ist die eine Sache, die du besonders gut kannst? Um dich in deiner Karriere und (im Leben!) weiterzuentwickeln, musst du das für dich herausfinden und zu deiner Stärke machen. Genau das besagt das Igel-Prinzip, das auf Jim Collins zurückgeht. Stell dir einen Igel und einen Fuchs vor. Der schlaue Fuchs ist in so gut wie jeder Hinsicht überlegener als der Igel. Dennoch kann der Fuchs dem Igel eigentlich nichts anhaben, denn kaum wittert der Igel Gefahr, rollt er sich ein. Der Punkt ist: Während der Fuchs viele Dinge nur durchschnittlich gut kann, kann der Igel nur eine Sache richtig gut – und genau das ist der Schlüssel zu seiner Stärke. Um das Igel-Prinzip für deine Karriere und dein Privatleben zu nutzen, denke an die eine Sache als Schnittpunkt dieser drei Punkte:

  • Worin kannst du der Beste sein?
  • Wofür schlägt dein Herz?
  • Was ist dein wirtschaftlicher Motor?

Wäge jede berufliche Gelegenheit gegen diese Mission ab, indem du dich fragst: „Führt mich das näher zu meine Endziel oder zieht es mich weg?“ So solltest du auch in deinen persönlichen Leben diese eine Leidenschaft haben, damit du eine bleibende Spur in der Welt hinterlässt.

#2 Folge der 24 Stunden-Regel.

Dein E-Mail-Postfach quillt über, du verlierst den Verstand und weißt nicht, wo vorne und wo hinten ist? Keep cool. Egal, wie dringend die Anfrage auch sein mag, lass dir Zeit mit deiner Reaktion. Die Enter-Taste ist oftmals zu früh gedrückt. Warte lieber 24 Stunden lang, bevor du eine Antwort abschickst. Mit dieser Methode gibst du dir selbst etwas Zeit zum Nachdenken und kommst möglicherweise auch zu einem produktiveren Weg, um das Problem zu lösen. So oder so: Du bist in jedem Fall  besser für die Diskussion vorbereitet.

(PS: Das funktioniert auch in der Beziehung.)

#3 Zeige authentisches Interesse an anderen.

Dale Carnegie – einer der einflussreichsten Menschen der Welt – beherrscht das Beeinflussen perfekt. Und was ist die wichtigste Komponente des Einflusses nach Mr. Carnegie selbst? Ganz einfach: Echtes Interesse an anderen zeigen. Durch ein aufrichtiges Einfühlungsvermögen, können sich für dich zahlreiche Türen öffnen. Du wirst eher befördert, bist anfälliger für wachsende Freundschaften und Beziehungen, hast ein besseres Händchen in puncto Verkauf und vieles mehr.

Interesse kann nicht gefaked werden: Um authentisch und echt rüberzukommen, muss man auch authentisch und echt sein. Stelle Fragen über das Wohlbefinden der Anderen in deiner Umgebung, bevor du Informationen über dich oder deine eigenen Erfahrungen preisgibst.

#4 Gib dir selbst die Erlaubnis zu scheitern.

Ja, du darfst versagen. Denn der einzige Weg ein Risiko einzugehen, ist, wenn du dir erlaubst zu scheitern. Wenn du immer denkst: “ Ich muss es schaffen“ oder „Versagen ist keine Option“, baust du dir selbst so viel Druck auf. Wer Angst hat, strahlt diese Anspannung auch nach außen aus. Räume dir sowohl in beruflichen als auch privaten Situationen die Option ein, scheitern zu dürfen. So nimmst du ganz viel Druck raus. Sprich: Du darfst falsch liegen. Du darfst etwas versauen und du darfst von Zeit zu Zeit versagen. So öffnest du den Kopf für neue Perspektiven und ermöglichst dir, berufliche oder lebensverändernde Risiken einzugehen.

#5 Denke das Beste über andere.

Während man im Privatleben über weite Strecken selbst entscheidet, mit wem man seine Zeit verbringt, gilt das im Arbeitsleben partout nicht. Die Kollegen sind einfach da, ob man sie sympathisch findet oder nicht. Wichtig ist, wie du mit deinem Team umgehst. Denke stets, dass deine Kollegen die besten Absichten verfolgen. Du wirst sehen, deine Karriere wird von produktiven Arbeitsbeziehungen und bemerkenswerte Ergebnissen geprägt sein.

#6 Sei der Herr über deine eigenen Fehler.

Irren ist menschlich. Ja, lieber Perfektionist – sogar du machst ab und zu mal einen Fehler und das ist unvermeidbar. Versuche nicht, die Schuld jemand anderen in die Schuh zu schieben, sondern stehe dazu. Fehler bringen wertvolle Lektionen mit sich und können dich dazu bringen, neue Dinge auszuprobieren und deinen Horizont zu erweitern. Außerdem zeigst du deinen Mitmenschen, dass du auch nur ein Mensch bist und bereit bist zuzugeben, wenn du falsch liegst. Das gilt sowohl im beruflichen als auch im privaten Umfeld.

#7 Iss den Frosch!

Wenn du noch nie von der Phrase „Eat the frog first“ gehört hast, hier gibt’s die Erklärung: Die wichtigste, anspruchsvollste und eventuell unliebsamste Aufgabe immer ganz am Anfang des Tages abhaken, denn dann wirkt der Rest des Tages wie ein Spaziergang auf einer Blumenwiese. Trotz individueller Vorlieben beim Arbeitsrhythmus können wir unsere biologische Uhr nicht austricksen. Konzentrationsleistung und Fokus sind bekanntlich am Vormittag am höchsten. So hast du das Wichtigste gleich in der Früh vom Tisch. Das motiviert nicht nur für den Rest des Tages, sondern hilft auch den Kopf für andere Aufgaben frei zu kriegen. Wenn du das am meist gefürchtete To-Do bis zum Ende des Tages aufschiebst, wird das Grauen wie eine dunkle Wolke über dir hängen und dich daran hindern, andere Projekte mit der Begeisterung und Kreativität anzugehen, die sie verdienen.

Weitere Tipps, um deine Produktivität zu steigern, findest du hier.

#8 Schalte ab, wenn du gehst.

Sorgen lösen Probleme nicht. Bevor du die Tür des Büros schließt, wirf einen kurzen Blick auf den Kalendar für morgen und entscheide, welche Schritte du jetzt machen kannst, um dich besser auf den nächsten Tag vorzubereiten. Schau dir deine To-Do-Liste an und frag dich, was du noch erledigen musst, bevor du gehst. So stellst du sicher, dass du sowohl körperlich als auch geistig auscheckst. Das gilt auch für zuhause. Berücksichtige jedes Problem, mit dem du konfrontiert bist und stelle dir die Frage: Welchen kleinen Schritt kann ich in diesem Moment machen, um in Richtung Lösung zu gehen? Setze um, was du dir vornimmst! Denn eins ist klar: Sorgen erzielen auch keine Ergebnisse.

#9 Wachse über dich hinaus.

Egal, was du tust – hol das Beste aus dir raus, egal ob in der Arbeit oder im Privaten. Das verbessert nicht nur deine Chancen befördert zu werden, sondern es macht noch so viel mehr. Wenn du immer 100 Prozent gibst, formt das auch deine Charaktereigenschaften. Ob ein größeres Selbstbewusstsein oder mehr Selbstsicherheit: Wer immer versucht, das Beste aus sich rauszuholen, wirkt auch sicherer auf andere.

#10 Lerne klare Grenzen zu ziehen.

Stress, Termindruck und andere Belastungen zehren an deinen Kräften. Wenn du bei der Arbeit überfordert bist, müssen deine Kollegen oder sogar deine Kunden die Konsequenzen tragen, z.B. durch nicht eingehaltene Deadlines. Dabei ist es so einfach: Wenn’s zu viel ist, ist’s zu viel. Deine Persönlichkeit leidet darunter, wenn du für eine lange Zeit überstrapaziert bist. Wenn du weißt, dass du einem Projekt nicht gerecht werden kannst, dann sei ehrlich. Trau dich auch mal Nein zu sagen. Wenn dir das zu schwer fällt, dann versuche es auf einem anderen Weg: „Ja, ich kann das Projekt übernehmen, aber muss dafür eine andere Initiative aufschieben. Wie klingt Oktober für das Projekt?“ Sowohl dein persönliches als auch berufliches Leben profitieren davon, wenn du dich auf kontinuierliche Verbesserung und ein zielgerichtetes Leben konzentrierst.

 

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