Vermögen in Österreich
Neue Zahlen: Österreichs Superreiche besitzen 39 Prozent des Geldes
Rund 500 Superreiche vereinen 39 Prozent des gesamten Finanzvermögens in Österreich auf sich, wie der aktuelle „Global Wealth Report“ der Boston Consulting Group zeigt. Ihr weltweites Gesamtnettovermögen wuchs 2025 um 15,8 Prozent auf 2,9 Billionen US-Dollar. Wer ganz oben steht, hat seinen Reichtum aber meist nicht allein erarbeitet.
Wenige oben, viele unten
Die Zahlen klingen nach einem guten Jahr für alle: Angetrieben von starken Börsen legte das Nettovermögen der Österreicher:innen 2025 kräftig zu. Doch der Zuwachs verteilt sich ungleich: Laut BCG halten rund 500 „Ultra High Net Worth Individuals“ allein 39 Prozent der finanziellen Mittel im Land.
Zusammen mit den rund 60.000 Hochvermögenden, die jeweils zwischen 1 und 100 Millionen Dollar besitzen, kommt diese Spitzengruppe auf 61 Prozent des österreichischen Finanzvermögens. Am unteren Ende teilen sich rund 7,3 Millionen Menschen mit jeweils weniger als 250.000 Dollar die verbleibenden 30 Prozent. Neun Prozent entfallen auf etwa 200.000 Personen im sogenannten Affluent-Segment, einer kaufkräftigen gehobenen Mittelschicht.

Auch wer am besten verdient, landet selten ganz oben
Wer glaubt, an die Spitze führe vor allem ein gut bezahlter Job, irrt in den meisten Fällen. Große Vermögen entstehen selten allein durch Erwerbsarbeit, Erbschaften, Unternehmensbeteiligungen und Kapitalerträge spielen eine weit größere Rolle. Mit dem Generationenwechsel steht zudem der größte Vermögenstransfer seit Jahrzehnten bevor: Wer erbt, wächst beim Vermögen oft schneller, als jede:r Spitzenverdiener:in es je könnte.
Trotzdem lohnt der Blick auf die Berufe, mit denen sich hierzulande am meisten verdienen lässt. Aktuelle kununu-Gehaltsdaten zeigen die bestbezahlten Jobs Österreichs 2026:
- Professor:in: Ø 88.500 € Jahresbruttogehalt
- Ärztin / Arzt: Ø 86.600 € Jahresbruttogehalt
- IT Architekt:in: Ø 83.400 € Jahresbruttogehalt
Auffällig: Selbst der Spitzenreiter liegt mit 88.500 Euro im Jahr meilenweit von jener 100-Millionen-Dollar-Schwelle entfernt, ab der die BCG von Superreichen spricht. Wer ein Erwerbseinkommen bezieht, kann gut bis sehr gut verdienen – in die Sphäre der reichsten 500 führt dieser Weg jedoch praktisch nie.
Während das Vermögen im Land insgesamt wächst, zieht die Spitze davon. Für die meisten Beschäftigten bleibt der Aufstieg eine Frage des Gehalts – für die wirklich Reichen ist er längst eine Frage des Erbes.