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Gehalt und Bildungspolitik

Österreichs Unis streiken und zahlen die höchsten Gehälter des Landes

Veröffentlicht:  28. Mai 2026, 11:55
2 min
Vorlesung mit Studierenden in einem Hörsaal, Fokus auf Zuhörende und Dozent im Vordergrund.

Österreichische Universitäten rufen zum Protest gegen geplante Budgetkürzungen ab 2028 auf – allein in Wien waren es 28.000 Demonstrierende. Die Ironie: Laut aktuellen kununu-Daten ist Professor:in der bestbezahlte Beruf in Österreich.

Warum österreichische Unis gerade auf die Straße gehen

Die österreichische Bundesregierung plant, das Universitätsbudget ab 2028 um 190 Millionen Euro zu kürzen. Hinzu kommt: Die Universitäten müssen künftig die Gehälter der Ärzt:innen an den Medizinunis selbst tragen, bisher war das anders geregelt.

Die endgültige Entscheidung soll laut Plan am 31. Oktober fallen. Bis dahin wollen Rektorat, Studierende und Lehrende Druck machen.

Arzt erklärt Informationen vor einem Whiteboard im Unterrichtsraum
Die geplanten Kürzungen würden Lehre, Personal und Infrastruktur stark treffen.

Was Professor:innen in Österreich verdienen

Während über Budgetkürzungen gestritten wird, zeigen aktuelle kununu-Gehaltsdaten ein klares Bild: Professor:in ist der bestbezahlte Beruf in Österreich, mit einem Durchschnittsgehalt von 88.500 € brutto pro Jahr.

Das entspricht rund 7.375 € brutto im Monat. Das maximale Gehalt kann aber auch mal bei 153.900 € liegen.

Dekan:innen verdienen angeblich mehr als der Bundeskanzler

Das Bild ist widersprüchlich: Professuren gehören zu den bestbezahlten Stellen in Österreich – doch gleichzeitig kämpfen die Institutionen, die diese Stellen tragen, gegen Mittelkürzungen. Die höchsten Gehälter beziehen die Personen mit der höchsten Verantwortung: Universitätsrektoren.

Laut Kronen Zeitung bekämen diese sogar mehr als der österreichische Bundeskanzler bezahlt. Von bis zu knapp 400.000 Euro ist die Rede.

Entscheidung im Herbst – der Widerspruch bleibt

Ob die Kürzungen kommen, entscheidet sich laut Plan am 31. Oktober. Was bleibt, ist ein struktureller Widerspruch: Österreichs Universitäten kämpfen um Mittel für Lehre und Forschung, in einem System, das die dort tätigen Spitzenverdiener:innen des Landes beschäftigt.

Für Arbeitnehmer:innen, die Gehaltstransparenz und Investitionen in Bildung gleichzeitig einfordern, ist dieser Konflikt noch lange nicht aufgelöst.