So gehst du die Jobsuche richtig an

So gehst du die Jobsuche richtig an

Egal ob zum ersten oder zum fünften Mal: Steht die Jobsuche an werden die meisten von uns nervös. Dabei gibt es einige Tipps und Tricks, mit denen die Suche nach einem Job kein Krampf wird. Stattdessen helfen Organisation und der richtige Überblick dabei, dich als Marke auf dem Arbeitsmarkt perfekt zu positionieren. Wie du dich als Marke etablierst, erfährst du übrigens hier.

Das sind die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Jobsuche

1. Organisieren

Warum die meisten die Jobsuche ewig aufschieben? Vermutlich wegen dem damit verbundenen Aufwand und der Organisation. Das beginnt bei der Frage: Wo suche ich nach Jobs? Und endet mit: Wie organisiere ich meine Anschreiben und komme nicht durcheinander? Folgende Herangehensweise kann den Dschungel etwas lichten:

Aktualisiere deine Unterlagen

Der Worst Case: Du hast gerade dein Traumstelle gefunden, es gibt eine Bewerbungsdeadline und du willst deine Unterlagen so schnell wie möglich einreichen. Das Problem: Sie sind nicht aktuell. Die Lösung: Aktualisiere deine Unterlagen bevor du mit der Jobsuche beginnst. Dazu gehört es nicht nur deinen Lebenslauf auf Vordermann und den neusten Stand zu bringen, sondern auch ein Verzeichnis über Arbeitsproben anzulegen. Inkludiere unbedingt deine letzten Erfolge und Zielerreichungen, sowie mögliche Beförderungen und Weiterbildungen. Vergiss dabei nicht deine Social Media Profile. Aktualisiere XING, LinkedIN und setze eine Sichtbarkeit auf Facebook und Instagram auf privat. Außer du möchtest, dass das dein zukünftiger Arbeitgeber weiß, was du am letzten Wochenende gemacht hast. Wie du ansprechende Lebensläufe und Bewerbungsunterlagen gestaltest, erfährst du hier. Du solltest bei der Erstellung deiner Bewerbungsunterlagen übrigens deine Branche berücksichtigen. Suchst du in der Kreativbranche, sollten deine Bewerbungsunterlagen entsprechend aussehen. Das kann zum Beispiel ein Video sein oder eine extra angelegte Website, falls du in der IT – oder Grafikbranche tätig bist.

Lege fest, wie viel Zeit du in die Jobsuche investieren möchtest.

Wenn du gleich in der ersten Runde deinen Traumjob findest – hell yeah! Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass du über einen gewissen Zeitraum immer wieder und wieder Stellenanzeigen durchforsten musst. Ein Ablaufplan kann helfen, dass du bei der Jobsuche nicht untergehst:

Jeden Samstagvormittag (oder jeden zweiten) nimmst du dir Zeit und durchsuchst den Stellenmarkt. Dabei durchsuchst du erst deine favorisierten Jobbörsen. Anschließend Branchenwebsites, die häufig auch spezifische Stellenanzeigen beinhalten. Hilfreich kann es außerdem sein, alte Kollegen oder Freunde zu kontaktieren, die bei Unternehmen arbeiten, die für dich interessant sind. Am Sonntagvormittag listest du die Stellenanzeigen akribisch auf, ergänzt deine Ansprechpartner und die Kontaktdaten des Unternehmens und fügst den Link zur Anzeige an. Außerdem vermerkst du dir, ob das Unternehmen spezielle Anforderungen hat. Wie etwa Arbeitsproben oder bereits fertige Gestaltungen.In der Folgewoche kümmerst du dich schließlich um die Anschreiben. Ob du nun jeden Tag eines machst, oder fünf bleibt dabei dir und dem Angebot überlassen, dass du vorfindest.

Überblick behalten

Gerade wer wirklich aktiv sucht, verliert bei der Vielzahl der Bewerbungen schnell den Überblick. Das ist total normal, allerdings vermeidbar. Lege dir dazu eine Excel Tabelle mit folgenden Spalten an:

  • Firma
  • Ansprechpartner
  • Bewerbung
  • Link zur Stellenanzeige
  • Erste Runde
  • Zweite Runde
  • Status

So siehst du auf den ersten Blick welche Bewerbungen noch ausstehen, bei wem du dich schon beworben hast, wer deine Ansprechpersonen sind und wie deine Antwortquote allgemein aussieht. Sinnvoll ist es außerdem, die individuellen Anschreiben gesondert in einem Ordner mit dem Unternehmensnamen zu speichern.
Wenn du nämlich die Mail mit deinen Bewerbungsunterlagen abschickst, passiert es sonst einfach viel zu schnell, dass du nicht die aktuellste Version deines Anschreibens anhängst.

Nicht aufgeben

Die Jobsuche kann lange dauern und das ist auch okay! Wichtig ist deshalb, dass du nicht aufgibst. Wie mit einem guten Partner, kann es auch bei der Jobsuche dauern, bis das passende dabei ist. Damit du allerdings nicht im Nebel stocherst, sondern gegebenenfalls weißt worauf du wartest, hilft es, wenn du dir deine Ansprüche realistisch vor Augen führst.

2. Bei der Jobsuche realistisch bleiben

Zur realistischen Vorbereitung gehört es auch sich selbst zu hinterfragen. Das hilft nicht nur, tatsächlich die richtigen Stellen auszuwählen und damit die Einstellungschancen zu erhöhen, sondern sorgt für Souveränität. Und die ist nämlich als innere Ruhe und Selbstbewusstsein beim potentiellen Arbeitgeber spürbar. Hier kann es helfen, wenn du dir engste Vertraute zu Rat ziehst und sie fragst, was sie denken, dass dich ausmacht. Das kann im ersten Moment schmerzhaft sein, hilft dir aber garantiert mögliche Blindspots auszumachen und deine Stärken zu fokussieren.

Stelle dir folgende Fragen:

  • Was stört mich gerade an meiner Arbeit? An meinem Arbeitgeber an meiner Position?
  • Wohin möchte ich mich entwickeln und welche Schwächen möchte ich stärken? Welche Stärken weiter ausbauen?
  • Wie viel Geld möchte ich verdienen und welche Benefits sind mir wichtig?
  • Bin ich bereit zu pendeln?
  • Wie muss ein Arbeitgeber sein, damit ich mich für die Position entscheide?
  • Welches Gefühl muss das Unternehmen mir vermitteln? Möchte ich es familiär oder sind mir klare Strukturen wichtig? Gibt es einen Arbeitgeber in dem ich beides bekomme?
  • Was ist mir an einem Team wichtig? Wie muss das Umfeld sein, damit ich mich richtig wohlfühle und produktiv bin? Was hat mir bisher gefehlt und worauf möchte ich nicht verzichten?

Der Kulturkompass bei kununu verrät dir, ob die Firma bei der du dich beworben hast, auch deinen Ansprüchen und Vorstellungen entspricht und du einen Cultural Fit landest. Es hilft dir nämlich wenig, wenn du zwar eine gute Position hast, aber die Unternehmenswerte nicht teilst. Sonst folgt auf die Euphorie des Wechsels allzu schnell Frust. Bei der Beantwortung all dieser Fragen geht es letztlich nicht darum einen ultimativen Traumjob zu imaginieren, sondern vielmehr darum, die eigenen Wünsche, Fähigkeiten und Bedürfnisse zu erkennen und mit der aktuellen Marktsituation zu vergleichen.

Um sich schlussendlich erfolgsversprechend zu bewerben bedarf es auch einer realistischen Einschätzung deines Marktwerts. Welches Gehalt bekommst du aktuell? Ist es Marktkonform oder bist du unterbezahlt? Das erfährst du hier im kununu Gehaltscheck. Die Wahrscheinlichkeit eine Gehaltserhöhung erst durch einen Jobwechsel zu erreichen liegt einer Studie zufolge bei etwa 18 %.[1] Diese Chance solltest du also wahrnehmen und fordern, was dir zusteht. Werde dabei nicht überheblich, aber versuche das Gehalt zu verlangen, dass du deiner Ansicht nach verdient hast. Wie ist das Durchschnittsgehalt in deiner Branche? Dafür hilft ein Blick in das Gehaltsband, dass du auf den Unternehmensprofilen bei kununu findest. Da erfährst du übrigens auch, wie zufrieden die bestehenden Mitarbeiter mit ihrer Bezahlung im Unternehmen sind. Nicht das schlechteste zu wissen, oder?  Ist das Gehalt nicht der Knaller, verraten dir die Reviews aber wie es um die zusätzlichen Benefits steht. Vielleicht ist da etwas dabei, dass für dich wichtiger ist, als eine Überbezahlung?

Zu wissen wie viel potentielle Arbeitgeber zahlen (wollen) und wie die allgemeine Vergütung aussieht hilft dir schließlich bei der Entscheidung, falls du zwischen zwei Stellen schwankst.

Jetzt liegt es an dir, dich auf die Suche nach deinem nächsten Traumjob zu begeben.

 Good Luck!

 

Quellen:

[1] Gründe für fehlende Gehaltserhöhung, kununu