Freundschaft mit dem Chef

Darum sollte dein Chef dein BFF sein

Die Freundschaftsanfrage deines Chefs ignorierst du schon seit Monaten und die Mittagspause verbringst du am liebsten mit deinen Kollegen. Dein Chef trinkt seinen täglichen Eiweißshake dagegen immer einsam und allein im Pausenraum. Nutz die Gunst der Stunde! Wir sagen dir jetzt, warum du dringend den Chef zu deinem neuen BFF – dem best friend forever – befördern solltest. Denn das hat definitiv Vorteile!

# Du bekommst Informationen aus erster Hand

Dein Unternehmen will umziehen. Wohin es gehen soll? Niemand hat eine Ahnung! Niemand? Falsch. Dein Chef weiß von Beginn der Überlegungen an, dass ihr im Juli in ein neues Office in Berlin-Charlottenburg ziehen werdet. Und weil Charlottenburg eine Stunde von eurem bisherigen Standort weg ist, hält er lieber mal die Klappe und fährt die Vermeidungsstrategie. Beim After-Work-Drink versorgt er dich aber sofort mit Informationen – weil du nunmal sein Kumpel Nummer 1 bist. Auch über die anstehende Kündigung deiner Kollegin weißt du direkt Bescheid.

# Beste Freunde mit dem Chef, das klingt super?

Office-Gossip aus erster Hand – das klingt schon einmal traumhaft. Aber welches Unternehmen hat jetzt wirklich den tollsten Chef? kununu, das größte Arbeitgeber-Bewertungsportal in Europa, kürte Gambit Consulting zur Firma mit dem besten Vorgesetztenverhalten. Jetzt nachlesen, was die Mitarbeiter des Beratungsunternehmen zu sagen haben.

# Dein Urlaub wird immer genehmigt

Du kannst deinen Urlaub quasi schon ein Jahr im Voraus buchen, weil dein gewünschter Zeitraum sowieso genehmigt wird. Ihr habt euch ja letztens erst wieder über die schönen, weißen Strände in Thailand unterhalten. Und natürlich kennt sich der Chef dort bestens aus und weiß, dass dort die beste Reisezeit zwischen November und Februar liegt und man echt, echt früh buchen sollte. Deinen zweiwöchigen Urlaub hat er deshalb noch direkt am Mittagstisch genehmigt. Vielleicht seid du und dein Boss sogar solche BFFs, dass ihr gemeinsam in den Urlaub fahrt. Aber keine Sorge, das ist bestimmt nicht Pflicht.

# Dein Job ist sicherer

Du und dein Kollege habt denselben Job. Die Firma schreibt rote Zahlen und will eine eurer Stellen abbauen und sie durch einen Roboter ersetzen. Tja, wenn der Chef ganz rational an die Sache herangeht, dann wird er die schlechtere Stelle streichen. Und der Kollege hat in letzter Zeit eigentlich verdammt gute Arbeit geleistet. Du hattest eher einen Durchhänger. Als bester Freund vom Chef hast du trotzdem gute Chancen. Denn wieso sollte er euer tolles Vertrauensverhältnis aufs Spiel setzen und dich kündigen? Die andere Seite der Medaille: Dein Kollege müsste in diesem Fall seinen Platz im Unternehmen räumen. Um den Kollegenmob mit brennenden Fackeln zu vermeiden, solltest du ein gutes Wort für ihn beim Chef einlegen. Möglicherweise kann er ja an anderer Stelle im Unternehmen gebraucht werden.

# Die langweiligen Aufgaben bekommen deine Kollegen

Dein Chef schätzt deine Anwesenheit. Und weil er sich selbst natürlich die Rosinen aus dem Kuchen pickt, darfst du bei wichtigen Projekten oft dabei sein. Dein Chef ist – vermutlich jedenfalls – nicht umsonst dein Chef geworden und kann dir für dein Arbeitsleben noch viel beibringen. Auch hier wird bei deinen Kollegen die Bevorzugung nicht so gut ankommen wie bei dir und deine Beliebtheit wird deutlich absinken. Schließlich müssen sie jetzt die übrig gebliebenen, stinkend faden Aufgaben erledigen.

# Deine Chancen am Arbeitsmarkt steigen

Ja, richtig gelesen. Deine Chancen am Arbeitsmarkt steigen durch die Freundschaft mit dem Chef. Was erstmal komisch klingt, ist eigentlich ganz leicht erklärt. Freunde helfen Freunden. Und noch viel wichtiger: Freunde unterhalten sich mit Freunden. Bei einem Meeting mit der Direktorin einer bekannten Firma erwähnt der Chef dich. Stichworte wie treuester Mitarbeiter, top Leistung und absolute Führungsqualitäten fallen im Sekundentakt. Dem Chef ist klar, dass du in seinem Unternehmen am oberen Ende der Karriereleiter angekommen bist. Weiter geht es nicht. Als Freund weiß er deine Fähigkeiten aber nochmal mehr zu schätzen. Er gönnt dir den Aufstieg und schwärmt von dir in höchsten Tönen. Bei wichtigen Projekten konntest du immer mehr Erfahrung sammeln – das alles in Kombination und die anderen Unternehmen werden sich um dich reißen.

Einem guten Chef sollte es aber egal sein, ob du mit ihm befreundet bist oder nicht: Er wird dich trotzdem fair behandeln und an das Wohl aller Mitarbeiter denken.