Hello Mr. Robot, klaust du meinen Job?

Mächtiger, intelligenter, fehlerfrei: In düsteren Zukunftsvisionen à la Blade Runner und Terminator ist der Kampf zwischen Mensch und Maschine längst im vollen Gange. Doch auch abseits von Kinoleinwänden rückt das Machtspiel von Technologie und Homo sapiens immer mehr in den Fokus. Aber wie sieht denn nun unsere Zukunft aus?

Hello Mr. Robot.

Schon klar: Für Arbeitgeber klingt die Option nach einer schnelleren, effizienteren und vor allem günstigeren Alternative verlockend. Doch für Arbeitnehmer bedeutet die digitale Entwicklung nicht nur Innovation, sondern auch eine Bedrohung für den eigenen Arbeitsplatz. Dass diese Angst durchaus berechtigt ist, zeigen Studienergebnisse der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklungen (OECD). Über 5000 Menschen aus unterschiedlichen Ländern wurden über ihr Berufsfeld und die dazugehörigen Tätigkeiten befragt.

Auffällig hierbei: Besonders in Deutschland müssen die Arbeitnehmer um ihren Job bangen – schätzungsweise muss in 15 oder 20 Jahren jeder Fünfte seinen Arbeitsplatz an einen Roboter oder Algorithmus abtreten. Denn gerade in der Industriebranche ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass automatisierte Tätigkeiten in der Zukunft von Maschinen statt Menschen ausgeführt werden. Die OECD stellt die These auf:  Je geringer die Qualifikationen, die für den Job benötigt werden, desto höher das Risiko durch Technologien ersetzt zu werden.

Dies bedeutet aber auch, dass es besonders für junge Menschen ohne Expertise und Erfahrung am Anfang ihrer Karriere schlecht aussieht. Jobs und Tätigkeiten, die von Jobeinsteigern ausgeführt werden, könnten demnach nämlich von einer Maschine umgesetzt werden – und dafür ist nicht mal eine hochkomplexe künstliche Intelligenz nötig. [1,2] Also, klauen uns die Maschinen die Jobs?  Nicht unbedingt. Keine Sorge, die Zukunft muss nicht so schwarz werden, wie sie gerade ausgemalt wird!

We’ll be back.

Denn nicht alle Prognosen prophezeien Hor­ror­sze­na­rien und auch die Realität befindet sich aktuell noch auf einem anderen Weg: Denn trotz voranschreitender Digitalisierung hat die Zahl der Beschäftigten beispielsweise 2017 in Deutschland ein Rekordhoch erreicht. Erklärungen dafür haben Forscher des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung zusammengetragen. Ihre Ergebnisse zeigen: Obwohl Modernisierungen in der Produktion tatsächlich innerhalb von 5 Jahren 5 Prozent der Beschäftigten ersetzt haben, bedeutet dies keinen Untergang der Arbeitnehmer.

Denn die Innovationen haben auch positive Folgen für unsere Jobs. Laut den Forschern ist die Zahl der Arbeitsplätze in den Jahren von 2011 bis 2016 um ein Prozent angestiegen. Eine pauschale Zukunftsvision für die gesamte Berufswelt lässt sich aber natürlich nicht geben, denn je nach Branche kann sich diese ganz anders entwickeln. Beispielsweise erlebt die Elektronikbranche einen enormen Beschäftigungszuwachs, im Gesundheitswesen und Baugewerbe dagegen fallen durch technische Erneuerungen Beschäftigungsstellen weg. Wie die Arbeitswelt also in 20 Jahren aussehen wird, muss also nicht mit einem Schwarz-Weiß-Denken beantwortetet werden.[3]

 

Wie steht es um deine Karriere?

Quellen
[1] welt.de
[2] berliner-zeitung.de
[3] spiegel.de