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Klingt verlockend

Fast 20.000 Euro weniger: So teuer ist Teilzeit vor der Rente

Letztes Update:  8. April 2026, 12:13
2 min
Arbeiter mit Schutzhelm und Handschuhen steht in einer Werkhalle und hält ein Holzbauteil

Teilzeit vor der Rente? Kann teuer werden! Wer kurz vor dem Ruhestand die Arbeitszeit reduziert, verzichtet auf wertvolle Rentenpunkte. Das kann dich im schlimmsten Fall fast 20.000 Euro kosten! Aber keine Panik: Altersteilzeit mit Aufstockung vom Arbeitgeber, freiwillige Ausgleichszahlungen oder die Kombination aus Vollrente und Weiterarbeit können den Verlust minimieren. Wichtig: Unbedingt vorher durchrechnen und beraten lassen, damit der Traum vom entspannten Ausklang des Berufslebens nicht zum finanziellen Albtraum wird!

Nach Jahrzehnten im Job endlich die Arbeitszeit reduzieren und entspannter in die Rente gleiten? Klingt verlockend: Doch wer in den letzten Jahren vor dem Ruhestand in Teilzeit geht, zahlt dafür oft einen hohen Preis. Wir sagen dir, wie viel Geld du in Deutschland verlierst, wenn du kurz vor der Rente in Teilzeit arbeitest.

Altersteilzeit kann teuer werden

Die letzten Arbeitsjahre fallen oft in die Phase, in der du am besten verdienst. Wenn du genau in dieser lukrativen Phase deine Arbeitszeit kürzt, verzichtest du auf wertvolle Rentenpunkte. Jeder Euro, den du heute nicht verdienst, fehlt also morgen auf deinem Konto.

Beispiel 1: Du arbeitest 40 Stunde und verdienst 52.000 Euro brutto im Jahr. Fünf Jahre vor der Rente reduzierst du auf 32 Stunden, dein Gehalt sinkt auf 41.600 Euro. Bei Vollzeit sammelst du pro Jahr einen Rentenpunkt (40,79 Euro Rente pro Monat). Bei 32 Stunden sind es nur 0,8 Rentenpunkte, also 32,63 Euro monatlich. Statt 204 Euro zusätzlicher Rente bekommst du nur 163 Euro. Das sind 41 Euro weniger pro Monat. Auf 20 Jahre Ruhestand gerechnet verlierst du so knapp 10.000 Euro.

Beispiel 2: Reduzierst du schon zehn Jahre vor der Rente auf 32 Stunden, entgehen dir 82 Euro Rente pro Monat (408 Euro bei Vollzeit minus 326 Euro bei Teilzeit). Über 20 Jahre Ruhestand summiert sich das auf satte 19.700 Euro.

Diese 3 Alternativen mindern den Schaden

  1. Altersteilzeit nutzen: Dein Arbeitgeber stockt dein halbiertes Gehalt um mindestens 20 Prozent auf und zahlt weiterhin mindestens 80 Prozent der bisherigen Rentenbeiträge. Das reduziert die Rentenverluste erheblich. Voraussetzung: Du bist mindestens 55 Jahre alt und warst in den letzten fünf Jahren mindestens 1.080 Tage sozialversicherungspflichtig beschäftigt.
  2. Freiwillige Ausgleichszahlungen: Du kannst zusätzliche Beiträge direkt an die Rentenversicherung zahlen, um die entgangenen Rentenpunkte auszugleichen.
  3. Vollrente plus Weiterarbeit: Seit 2023 gibt es keine Hinzuverdienstgrenzen mehr bei
    Altersrenten. Du kannst also deine volle Rente beziehen und gleichzeitig weiterarbeiten: So sammelst du sogar noch weitere Rentenpunkte. Und dank der neuen Aktivrente sind bis zu 2.000 pro Monat steuerfrei.

Was du tun solltest, wenn du über Altersteilzeit nachdenkst

Rechne genau durch, was dich die Teilzeit vor der Rente kosten würde. Die Deutsche Rentenversicherung bietet Online-Rechner an, mit denen du deine persönliche Situation durchspielen kannst. Hol dir deine aktuelle Renteninformation und lass dich unbedingt beraten: Am besten mindestens ein Jahr, bevor du deine Arbeitszeit reduzieren möchtest.

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