Glück ist teuer: Wie viel Geld Arbeitnehmer:innen gern hätten
Schon im alten Rom wusste man: Geld stinkt nicht. Im Jahr 2025 ist dieses Zitat in Zeiten von Inflation und Teuerung genauso relevant wie damals. Laut kununu Happiness Index, einer repräsentativen forsa-Umfrage, brauchen Arbeitnehmer:innen in Deutschland ein bestimmtes Gehalt, um wirklich glücklich zu sein. Wie hoch dieser ist und warum Glück im Job schon vorher beginnt, erfährst du in diesem Artikel.
kununu Happiness Index: Was braucht es, um glücklich zu sein?
Eine erfreuliche Nachricht zu Beginn: Trotz wirtschaftlicher Unsicherheit, steigender Lebenshaltungskosten und gesellschaftlicher Spannungen bezeichnen sich 69 Prozent der Deutschen aktuell als glücklich. Das zeigt die neue repräsentative forsa-Umfrage im Auftrag von kununu.
Aber was trägt eigentlich zu ihrem Lebensglück bei? Die Teilnehmer:innen der Umfrage gaben unter anderem die folgenden Glückstreiber an:
- Freundschaften: 61 Prozent
- Partnerschaft: 61 Prozent
- Job: 45 Prozent
Ein angenehmer Job und ein positives Berufsleben ist damit für fast die Hälfte der Menschen für ihr persönliches Lebensglück relevant. Erfreulicherweise können immerhin 58 Prozent der Deutschen sagen, dass sie mit ihrer Arbeit glücklich sind. 16 Prozent geben sogar an, dass sie sehr glücklich damit sind.
Deutschland: Wie viel Geld macht glücklich?
Das Gehalt ist ausschlaggebend für das eigene Glücksempfinden. Aber wie viel muss es eigentlich sein? Der kununu Happiness Index zeigt, dass die Jobzufriedenheit ab einem Nettoeinkommen von mindestens 3.000 Euro spürbar ansteigt. Dann bezeichnen sich 66 Prozent der Beschäftigten als glücklich im Arbeitsleben. Liegt das Einkommen unter 2.000 Euro, sinkt der Anteil auf gerade einmal 24 Prozent.
Im Durchschnitt verdienen die Deutschen gemäß kununu Gehaltscheck 2.713 Euro netto im Monat. Doch um sich maximal glücklich zu fühlen, wünschen sie sich ganze 3.266 Euro mehr Monatsgehalt. Männer setzen den persönlichen Glücksgrenzwert dabei mit 3.440 Euro mehr etwas höher an als Frauen mit 3.072 Euro mehr.
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Neben Reichtum und Sicherheit spielt auch dein subjektives Glücksempfinden eine wichtige Rolle bei der Beantwortung der Frage, wie viel Geld eigentlich glücklich macht. Insgesamt sind laut kununu Happiness-Index 2025 immerhin 69 Prozent der Deutschen mit ihrem Leben glücklich. 58 Prozent sind zugleich zufrieden mit ihrem Beruf.
Beim Gehalt zeigt sich ein klarer Zusammenhang mit dem Glücksempfinden: Ab einem monatlichen Nettoeinkommen von mindestens 3.000 Euro steigt die berufliche Zufriedenheit deutlich. Dann bezeichnen sich 66 Prozent der Beschäftigten als glücklich im Job.
Maximales Einkommen: Realität vs. Wunsch
forsa beziffert das durchschnittliche Nettoeinkommen in Deutschland wie erwähnt aktuell mit 2.713 Euro. Der Glücksgrenzwert für „maximales Glück“ wäre also erst bei rund 6.000 Euro netto im Monat erreicht.
Diese Zahlen zeigen, dass dein Einkommen zwar nicht alles ist, aber Geld für Stabilität, Sicherheit und Handlungsspielraum sorgen kann. Und genau das wirkt sich direkt auf unser Wohlbefinden aus.
Geld steht im Job für Wertschätzung
Du kennst vielleicht die Situation: Seit Wochen und Monaten leistest du für deinen Arbeitgeber sehr gute Arbeit. Dennoch wirst du nicht mit einer Gehaltserhöhung belohnt. Die Folge? Du fühlst dich im Job mit deiner Leistung nicht gesehen. Geld ist mehr als ein Mittel zum Leben. Es ist auch ein Symbol für Wertschätzung.
In der forsa-Umfrage empfinden 93 Prozent der Befragten eine Gehaltserhöhung als Zeichen, dass ihre Arbeit geschätzt wird. Weitere 69 Prozent berichten, dass sie dadurch motivierter sind. Und für jede:n Zweite:n (50 Prozent) steht fest: Ein höheres Gehalt steigert das Selbstwertgefühl.
Frauen vs. Männer: Die Geschlechter interpretieren Glück teils unterschiedlich
Was Glück bedeutet, interpretieren Frauen und Männer häufig unterschiedlich. Auch wenn die durchschnittliche Glücksgrenze bei Männern höher liegt, wirken auf das Glück von Frauen breitere Faktoren. Sie ordnen emotionale Aspekte wie Beziehungen, soziale Unterstützung oder Work-Life-Balance stärker ein als rein finanzielle.
Trotzdem leiden Frauen stärker unter finanzieller Unzufriedenheit. Der Gender Pay Gap hat also nicht nur ökonomische, sondern auch emotionale Folgen.
Während Männer tendenziell stärker auf monetäre Anerkennung reagieren, sehen Frauen ihr Gehalt oft als Teil eines größeren Zufriedenheitsbildes. Gerade bei ihnen können Arbeitgeber – natürlich nur zusätzlich zum Verdienst – auch mit flexiblen Arbeitsmodellen, klarer Kommunikation und Gleichstellungsinitiativen punkten.
Dir persönlich ist Geld trotzdem am wichtigsten? Durchaus nachvollziehbar. Für dich haben wir hier die bestbezahlten Berufe für Frauen zusammengestellt.
Du hast dein Glück in der Hand
Wer das Gefühl hat, gerecht entlohnt und respektiert zu werden, ist nicht nur glücklicher, sondern im Job auch motivierter.
Deshalb lohnt sich der Blick auf dein eigenes Einkommen und auf Arbeitgeber, die das Thema Gehalt und Zufriedenheit wirklich ernst nehmen. Denn Unternehmen, die neben einer fairen Bezahlung auch wertschätzend mit ihren Mitarbeiter:innen umgehen, schneiden auf kununu am besten ab.
Wir haben ein Siegel entwickelt, das die Unternehmen erhalten, deren Mitarbeiter:innen zufrieden mit ihrem Gehalt sind. Achte auf das Siegel bei deiner Arbeitgebersuche!