6 Dinge, die du vor der Kündigung bedenken solltest

Should I stay or should I go? – vor dieser Frage stehen wir alle früher oder später im Laufe unseres Berufslebens. Und die Antwort darauf ist gar nicht so einfach. Denn auch wenn der Job aus Überzeugung gekündigt wird, kommen nicht selten hinterher Zweifel auf. Und was gibt es Schlimmeres, als sich im Nachhinein zu fragen – Hätte ich ein paar Dinge vielleicht doch anders machen sollen? Damit die Unzufriedenheit nachher nicht größer ist als zuvor: Hier sind 6 Dinge, die du vor einer Kündigung bedenken solltest.

#1 Löse Konflikte

In jedem Unternehmen entstehen hier und da Konflikte im Team. Doch egal ob mit Kollegen oder gar Vorgesetzten, man sollte zumindest immer versuchen diese zu klären. Vor allem bevor ein Arbeitsverhältnis beendet wird. Oft sind es Kleinigkeiten, die das Arbeitsverhältnis belasten. Also such das Gespräch! Denn eine klärende Aussprache schafft die besten Voraussetzungen für einen „sauberen“ Abschluss.

#2 Kenne die Ursachen

Es gibt viele Gründe für eine Kündigung. Umso wichtiger ist es deshalb, sich im Klaren zu sein, wieso man ein Arbeitsverhältnis beenden möchte. Woran ist es gescheitert? Meist ist es eine große Unzufriedenheit, die im Laufe der Zeit aus vielen kleinen Dingen entsteht. Deswegen ist es wichtig sich ganz ehrlich die Frage zu stellen: Machen mich eine Kündigung und ein neuer Job wirklich glücklicher? Nur wer genau weiß, wo die Probleme liegen, kann diese auch in Zukunft ändern und so den richtigen Arbeitgeber für sich finden.

#3 Sprich deine Wünsche aus

Es ist ärgerlich, wenn man einen Job in dem Bewusstsein hinter sich lässt, dass man viele der kleinen Probleme einfach hätte ansprechen und angehen müssen, anstatt darauf zu warten, dass sich alles von alleine ändert. Habe ich wirklich deutlich eingefordert, was mir wichtig ist? Zum Beispiel regelmäßig im Home Office zu arbeiten, Stunden zu reduzieren oder aufzustocken? Habe ich ganz klar gesagt, dass ich aufsteigen möchte oder eine Gehaltserhöhung verdiene? Oder denke ich nur, dass das allen klar sein sollte? Unser Tipp: Versuche Wünsche immer direkt auszusprechen! Denn viele bereuen nach ihrer Kündigung, diese Möglichkeit nicht genutzt zu haben.

#4 Verschwende nicht deine Zeit

Oft fällt einem erst zu spät auf, wie viel Spielraum man eigentlich gehabt hätte, mehr aus der eigenen Position zu machen. Gab es spannende Projekte oder interessante Kunden, die mir neue Möglichkeiten eröffnet oder meine schon vorhandenen Aufgaben gut ergänzt hätten? Doch statt dieses Sprungbrett zu nutzen, hast du deine Zeit frustriert und gelangweilt abgegessen und so Chancen vergeudet? Um diesen Fehler zu vermeiden, stell dir vor der Kündigung einige Fragen zu deiner aktuellen Situation und wie du diese verbessern könntest – ohne gleich davon zu laufen.

#5 Wähle den richtigen Zeitpunkt

Manchmal geht man zu früh, und manchmal hat man den Schritt endlich gewagt und bereut nur mehr, dass man das nicht schon viel früher gemacht hat. Das Leben ist definitiv zu kurz für einen Job, der dich unglücklich macht! Hast du dir deine Entscheidung lange genug durch den Kopf gehen lassen? Dann wird es Zeit, sich selbst mehr Vertrauen entgegen zu bringen und den Schritt zu wagen. Doch bewahre dich selbst auch davor impulsiv und überstürzt eine Entscheidung zu treffen. Eine Kündigung sollte weder zu kurzfristig und unüberlegt, noch nach zu langer Zeit der Unzufriedenheit erfolgen.

#6 Prüfe das neue Jobangebot genau

Wer mit der Aussicht auf ein neues Jobangebot den alten Arbeitsplatz hinter sich lässt, sollte sich trotzdem gut mit der potenziellen neuen Stelle auseinandersetzten. Denn auch hier stellt sich die Frage: Ist das wirklich, was ich will? Ist das eine Position oder ein Unternehmen, mit dem ich den nächsten Schritt in die richtige Richtung mache? Oder ist die Kündigung nur Mittel zum Zweck, um den Absprung machen zu können? Beides kann natürlich ein Argument für einen neuen Job sein, nur sollte man sich ehrlich damit auseinandersetzen, um hinterher nicht unglücklicher zu sein als zuvor.

 

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