Frau auf Balkon

5 Anzeichen, dass dich dein Chef nicht mag

Du hast deinen Traumjob ergattert, aber leider ziehen in deinem kleinen Paradies dunkle Wolken auf: Dein Chef schafft es mit seiner Ausstrahlung, eine wahre Eiszeit in deiner heilen Welt auszulösen. Langsam formt sich der Gedanke in deinem Kopf, dass dich dein Vorgesetzter so ganz und gar nicht leiden kann. Wenn du diese 5 Anzeichen erkennst, solltest du auf dein Bauchgefühl hören und aktiv werden.

1. Alles und nichts.

Eigentlich weißt du genau, für welche Aufgaben du in der Firma eingestellt wurdest und welche Zuständigkeiten in deinen Bereich fallen. Doch plötzlich scheint sich dein Verantwortungsbereich in eine undurchsichtige Blase mit wabbeligen Grenzen verwandelt zu haben, aus der dein Chef nach Belieben Aufgaben hineinschieben und wieder herausreißen kann. Unterfordernde To-Dos halten dich von eigentlich wichtigen Projekten ab, für die dir dein Boss grundlos die Leitung entzieht. Und du verstehst die Welt nicht mehr. [1]

2. Hallo, ist da jemand?

Und als wäre das nicht schon schlimm genug, scheint dein Vorgesetzter mir nichts dir nichts aus deinem Arbeitsuniversum verschwunden zu sein. Was im ersten Moment vielleicht gut klingt – wer will schon einen Helikopter-Chef? – wird für dich aber zu einem ernsten Problem: Auf Antworten seitens des Chefs kannst du ewig warten, Mails werden trotz Lesebestätigung ignoriert und bei Terminabsprachen wirst du immer und immer wieder versetzt.

So schlimm hast du dich noch nicht mal bei deinem letzten Tinder-Dating-Versuch gefühlt. Chef-Ghosting ist nämlich doppelt gemein: Es demütigt dich nicht nur in deinem Selbstwertgefühl und verringert die Motivation, sondern sorgt auch dafür, dass wichtige Projekte ins Stocken geraten und deine Erfolge ausbleiben. [1]

3. Tschüss Bonus, es war schön mit dir.

Auch wenn folgender Move deines Chefs bei Weitem nicht der schlimmste ist, knabbert er ganz schon an deinem Ego und zeigt dir auf indirekte Weise, was du deinem Chef wert bist – und was nicht. Natürlich kann es durch geänderte Umstände im Job immer dazu kommen, dass Dienstreisen oder Boni wegfallen. Auffällig ist jedoch, wenn dein Chef diese Streichung nicht wirklich begründen kann und bei deinen Kollegen interessanterweise gar nicht erst in Betracht zieht. [1]

4. Welches Meeting?

Dass dein Chef dich außen vorlässt, zeigt sich auch in Anzeichen Nummer Vier. Dein Vorgesetzter trifft wichtige Entscheidungen, die dich und deine Projekte (meist negativ) stark beeinflussen, erzählt dir aber gar nichts davon. Denn da er dich grundsätzlich ignoriert, erfährst du die News erst über Dritte und zwar meistens erst dann, wenn es schon zu spät bist und du dem entstandenen Schaden nicht mehr ausweichen kannst. Getoppt wird dieses Verhalten deines Bosses noch dadurch, dass er dich sowieso von jedem Meeting ausschließt und wichtige Einladungen an dich ‘vergisst‘. [1]

5. Servus, Captain Obvious.

Waren die Anzeichen zuvor eher indirekt (was nicht weniger schlimm ist, da Ignoranz dem sozialen Menschen meist mehr weh tut, als aktive Beleidigungen) kommt hier das Anzeichen, dass wohl am offensichtlichsten ist: Dein Chef macht kein Geheimnis daraus, dass er dich nicht mag. Stattdessen nutzt er jede Gelegenheit, um dich – gerne vor anderen Kollegen oder Vorgesetzten ­– zu demütigen und als inkompetent darzustellen. [1]

Bossing: Was ist das?

Schon klar: Es gibt Menschen, deren Chemie passt einfach nicht zusammen. Aber sollte dein Chef wirklich so ein unprofessionelles Verhalten an den Tag legen, und deinem Selbstwertgefühl und deiner Karriere schaden, ist das Mobbing. Erfolgt dieses Verhalten durch den Vorgesetzten spricht man von Bossing.­ [2]

Diesen Begriff verwendet man allerdings nur, wenn es sich nicht um einmalige Ereignisse handelt, sondern um immer wieder neue seelische Verletzungen. Laut klassischer Definition ereignen sich diese Kränkungen mindestens einmal in der Woche und mindestens ein halbes Jahr lang an. [2] Dass uns ein solches Fehlverhalten seitens des Chefs sogar krank machen kann, ist dabei keine Überraschung.

Das kannst du tun!

Zu allererst: Du bist nicht allein. Fast 70 Prozent der Arbeitnehmer haben bereits Mobbing am Arbeitsplatz erfahren. Um so wichtiger ist es aber daher, dass du dein Bauchgefühl ernst nimmst und deine Situation nicht verschweigst. Dein Arbeitgeber hat dir gegenüber die Verpflichtung zu handeln. Dies geht aber nur dann, wenn du deinen Fall publik machst. [3]

Wichtig ist, dass du die speziellen Situationen festhältst und diese bestenfalls mit Mails oder Aussagen beteiligter Personen protokollierst, denn nur aufgrund bloßer Behauptungen fehlt deinem Arbeitgeber die Grundlage. Da jeder Fall spezifisch ist, hole dir am besten Rat bei Experten ein: Hier findest du Hilfetelefone und Informationen für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

 

Quellen
[1] forbes.de
[2] welt.de
[3] wok.at