9 Dinge, die du an deinen letzten Arbeitstagen tun solltest

Die Tatsache, dass du das Unternehmen verlassen wirst, steht bereits seit einiger Zeit fest und die letzte Arbeitswoche naht. Wir haben für dich eine To-Do-Liste zusammengestellt, damit du auch keine wichtige Aufgabe vergisst. Was du in deinen letzten Arbeitstagen noch erledigen solltest, erfährst du hier.

1. Erledige letzte Aufgaben

Auch die letzte Arbeitswoche fordert deine Aufmerksamkeit wie gewohnt, denn du solltest diese Tage nutzen, um noch anstehende Aufgaben zu erledigen und alles, was zeitlich noch machbar ist, abschließen.

Selbstverständlich sollst du dir aber auch Zeit nehmen, um dich ordentlich zu verabschieden und nicht nur deine täglich anfallenden Tasks durchführen. Versuche hier die Balance zu finden, indem du in einem angemessenen Ausmaß die noch anfälligen Arbeiten machst, aber auch außerordentliche Tätigkeiten, die sich auf deiner To-Do-Liste befinden, erledigst.

2. Übergib deine Projekte

Projekte, die noch offen sind, solltest du an deine Kollegin, deinen Kollegen oder an deine Nachfolge weitergeben. Projektbeschreibungen, Zugangsdaten, wichtige Kontaktdaten sollten gesammelt bei dieser Person landen. Auch letzte Briefings sind hier hilfreich, um auf Rückfragen eingehen zu können.

So sorgst einerseits dafür, dass die Projekte, die mal in deiner Verantwortung waren, auch gut weitergeführt werden können und es bleiben im Endeffekt keine Fragen offen. Du kannst das Unternehmen also zeitnahe beruhigt verlassen.

3. Verfasse eine Abschiedsmail

Um dich offiziell zu verabschieden, ist es auch ratsam, eine schön formulierte Abschiedsmail zu verfassen und diese an die schon bald ehemaligen Kollegen und Kolleginnen zu versenden.

Du kannst dich für die schöne Zeit bedanken, die erlebten Erfolge nochmals unterstreichen, das ein oder andere Teammitglied lobend erwähnen und wenn du möchtest auch erzählen, wo es für dich in Zukunft hingeht. Um den Kontakt aufrechtzuerhalten, gibt es auch die Möglichkeit, am Ende deine Kontaktdaten angeben. Diese Nachricht wird dir helfen zu realisieren, dass es nun tatsächlich an der Zeit ist, Abschied zu nehmen.

4. Fordere dein Arbeitszeugnis ein

In den letzten Tagen solltest du auch dein Arbeitszeugnis einfordern. Darauf hast du sogar einen gesetzlichen Anspruch, wobei im Angestelltengesetz nur von einem Arbeitszeugnis mit einer Dienstzeitbestätigung die Rede ist. Sofern es für dich und dein Arbeitsleben von Bedeutung ist, solltest du jedoch auf eine ausführlichere Leistungsbeurteilung pochen.

Solltest du dich zukünftig bei einem internationalen Unternehmen bewerben wollen, ist es ebenfalls sinnvoll, wenn du das Zeugnis in der Unternehmenssprache, beispielsweise Englisch, anforderst. Informiere dich dafür bei deinem Arbeitgeber, ob das möglich ist.

5. Mache finanzielle Ansprüche geltend

In den letzten Arbeitstagen sollte es dich auch in die Buchhaltung oder Personalabteilung verschlagen. Dort fragst du, wann dir die aliquoten Sonderzahlungen (zum Beispiel Urlaubsgeld oder Weihnachtsgeld) überwiesen werden.

Du hast noch Urlaubsanspruch, den du nicht mehr abbauen konntest? Frage auch in diesem Fall nach, ob das berücksichtigt wurde. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Für das Verhandeln einer Abfindung dürfte es mittlerweile zu spät sein – warte hier besser nicht bis zu deinem letzten Arbeitstag.

6. Retourniere Firmeneigentum

Arrangiere einen Termin, um Laptop, Firmenhandy und Co. an deinen Arbeitgeber zu retournieren. Vergiss davor nicht, deine persönlichen Dateien zu abzuspeichern, damit auch nichts verloren geht. Möglicherweise musst du hierfür einen Termin ausmachen, kümmere dich also früh genug darum, damit du am Ende nicht noch unter Zeitdruck gerätst, weil du nicht weißt, wo du die Dinge, die eigentlich deinem Arbeitgeber gehören, hingeben sollst.

7. Verabschiede dich gebührend von deinen Lieblingskollegen

Eine gebührende Verabschiedung von deinen Lieblingskollegen darfst du dir keineswegs entgehen lassen – egal, ob du nun in der Firma vor Ort arbeitest oder im Remote-Setting. Plaudert nochmal über die schöne Zeit und trinkt gemeinsam einen Kaffee und nutze die letzten Momente, um das Zusammensein zu genießen.

Schließlich werden dir deine Lieblingskollegen bestimmt fehlen und du wirst in den ersten Wochen nach dem Verlassen des Unternehmens noch des öfteren an sie denken und wer weiß, vielleicht kreuzen sich die beruflichen Wege doch noch einmal.

8. Stelle dich mental auf den Abschied ein

Nachdem du nun schon einige To-Do’s abhaken kannst, ist es an der Zeit, dich auch mental auf deinen Abschied einzustellen. Nimm dir ruhig ein paar Minuten, um zu realisieren, dass das deine letzten Tage im Unternehmen sind.

Nimm all das Gute, das du erleben durftest, auf deine weitere Reise mit und lasse all den Ballast bei deinem alten Arbeitgeber. Auf dich warten in nächster Zeit so viele neue Herausforderungen. Du kannst aus alten Fehlern lernen und weißt jetzt, was du auf gar keinen Fall mehr im Job erleben willst. Dir stehen wieder alle Türen offen und dein Traumjob könnte bereits in greifbarer Nähe sein.

9. Verfasse eine Bewertung auf kununu

Das Ende eines Arbeitsverhältnisses ist eine gute Gelegenheit die vergangene Zeit im Unternehmen noch einmal Revue passieren zu lassen. Viele Arbeitgeber führen mit ihren ausscheidenden Mitarbeitendn planmäßig abschließende Gespräche und fordern aktiv Feedback ein. Doch unabhängig davon, ob solch ein Gespräch stattfindet, solltest du dir persönlich die Frage stellen, was gut gelaufen ist und wo es noch Luft nach oben gibt.

Auf kununu kannst du ganz anonym eine Bewertung zu deinem (Ex-)Unternehmen abgeben, um mehr Transparenz in der Arbeitswelt schaffen. Du wärst beispielsweise gerne in deiner Firma geblieben, hattest aber keine Aufstiegschancen? Dein Arbeitgeber hat sich immer fair verhalten und du hast viel gelernt, aber die Aufgabenbereiche haben ab einem gewissen Zeitpunkt nicht zu deinen Vorstellungen gepasst? Dann thematisiere dies auch in deiner Bewertung.