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2025: In dieser deutschen Stadt kassierten Arbeitnehmer:innen am meisten

Stuttgart führt das Ranking der Städte mit den höchsten Durchschnittsgehältern (59.189 Euro) an, gefolgt von Frankfurt und München. Leipzig und Dresden bilden das Schlusslicht. Duisburg überrascht mit dem größten Gehaltsanstieg (6,3%). Faktoren wie Wirtschaftsdynamik und Lebenshaltungskosten beeinflussen die Gehaltsentwicklung. Bielefeld punktet mit der höchsten Gehaltszufriedenheit, während Arbeitnehmer in Wuppertal und Berlin unzufriedener sind. Trotz hoher Gehälter können steigende Mieten die gefühlte Kaufkraft schmälern. Egal wo du lebst, dein Gehalt ist verhandelbar!

Zieht es dich beruflich in den Norden, Süden, Westen oder Osten? Deine Entscheidung sollte wohl überlegt sein. Denn dein Verdienst hängt nicht allein von deinem Job oder deiner Branche, sondern auch stark von der Stadt ab, in der du arbeitest.

Der kununu Gehaltscheck 2026 zeigt, dass manche Städte im letzten Jahr einen starken Gehaltsanstieg hinlegten und andere wiederum beim durchschnittlichen Einkommen kaum zulegen konnten. Wir sehen uns nun mit dir an, in welcher deutschen Stadt du am meisten verdienst, wer beim Gehaltswachstum vorne liegt und checken, wo Arbeitnehmer:innen am zufriedensten mit ihren Gehältern sind.

In diesen Städten verdienst du in Deutschland am meisten

Der erste Blick auf die Durchschnittsgehälter in deutschen Städten liefert ein wenig verwunderliches Ergebnis. In wirtschaftlich starken Städten verdienen die Beschäftigten im Schnitt am besten. Das sind die Top 20 im Überblick:

StadtDurchschnittsgehalt 2025Durchschnittsgehalt 2024EntwicklungGehaltszufriedenheit
Stuttgart59.189 €56.986 €3,9%61,6%
Frankfurt am Main59.150 €58.285 €1,5%58,3%
München58.973 €58.540 €0,7%60,2%
Bonn56.810 €55.123 €3,1 %62,7%
Düsseldorf55.522 €54.147 €2,5%60,0%
Hamburg54.333 €52.901 €2,7%58,5%
Köln53.410 €52.498 €1,7%58,8%
Hannover52.989 €50.790 €4,3%61,3%
Essen52.594 €51.801 €1,5%57,1%
Münster52.295 €50.215 €4,1%60,1%
Nürnberg51.979 €51.085 €1,7%57,9%
Berlin51.634 €50.094 €3,1%56,1%
Dortmund50.879€50.265 €1,2%56,8%
Wuppertal50.718 €49.533 €2,4%54.1%
Bielefeld50.397 €48.552 €3,8%63,6%
Duisburg50.295 €47.324 €6,3%56,8%
Bremen49.935 €48.617 €2,7%58,1%
Bochum49.579 €47.728 €3,9%56,1%
Dresden46.743 €45.912 €1.8%58,0%
Leipzig45.127 €44.359 €1,7%59,1%

An der Spitze liegt Stuttgart mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 59.189 Euro. Die baden-württembergische Landeshauptstadt und ihre Umgebung gehören fest zum industriellen Herz Deutschlands. Große Automobilunternehmen wie die Mercedes-Benz Group oder Porsche sorgen genauso wie die Bosch Gruppe für eine hohe Nachfrage nach Fachkräften und zugleich auch für entsprechend hohe Gehälter in vielen Berufsfeldern.

Nur knapp dahinter folgen Frankfurt am Main (59.150 Euro) und München (58.973 Euro). In Frankfurt sind es Banken, Börsen, Versicherungen und Consulting-Firmen, die klassisch gut dotierte Jobs bieten. München dagegen vereint seine starke Elektronik- und Automobilindustrie mit einer stetig wachsenden Start-up-Szene. Allerdings sind die Lebenshaltungskosten in allen Top-3-Städten sehr hoch. Im oberen Mittelfeld platzieren sich des Weiteren große Städte wie BonnDüsseldorf und Hamburg, wo das Durchschnittsgehalt zwischen etwa 54.000 und knapp 57.000 Euro liegt.

Am anderen Ende der Skala stehen dagegen Städte wie Leipzig (45.127 Euro) und Dresden (46.743 Euro). Beide wachsen wirtschaftlich, ziehen Talente an und sind kulturell attraktiv. Trotzdem liegt der Verdienst im bundesweiten Vergleich deutlich unter dem Durchschnitt. Die Spannweite zwischen dem Spitzenreiter Stuttgart und Leipzig beträgt fast 14.000 Euro jährlich.

Warum steigen oder sinken die Gehälter in deutschen Städten?

Dass sich die Gehaltsentwicklung von Stadt zu Stadt teilweise stark unterscheidet, ist kein Zufall. Mehrere Faktoren beeinflussen, wie stark Einkommen wachsen:

Da wäre beispielsweise die allgemeine Wirtschaftsdynamik, die durch einen erhöhten Personalbedarf die Gehälter in die Höhe treiben kann. Das betrifft beispielsweise Branchen wie IT, Ingenieurwesen oder Medizin und Gesundheit. Hinzu kommen gewisse Standortfaktoren wie die Lebenshaltungskosten, die Arbeitnehmer:innen durch ihre Gehälter ausgleichen müssen. Diese sind in westdeutschen Städten gemäß der Hans-Böckler-Stiftung sechs Prozent höher als in ostdeutschen.

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In diesen Städten sind die Beschäftigten mit ihrem Gehalt zufrieden

Ja, hohe Gehälter können glücklich machen. Wann du ein bestimmtes Einkommen als hoch – oder immerhin ausreichend – wahrnimmst, hängt von deinen individuellen Lebensumständen und Kosten ab. Die allgemeine Gehaltszufriedenheit in den Städten lässt jedoch Rückschlüsse darauf zu, wo die Beschäftigten mit ihrem Geld gut zurechtkommen.

Die höchste Gehaltszufriedenheit in Deutschland weist Bielefeld auf. Trotz eines Durchschnittsgehalts von „nur“ rund 50.400 Euro liegt die Zufriedenheit bei ganzen 63,6 Prozent. Auch Bonn (62,7 Prozent)Stuttgart (61,6 Prozent) und Hannover (61,3 Prozent) schneiden hinsichtlich der Gehaltszufriedenheit sehr gut ab. Wer dort arbeitet, hat offenbar eher das Gefühl, dass sich Leistung und Bezahlung in einem angemessenen Verhältnis bewegen.

Deutlich unzufriedener zeigen sich Arbeitnehmer:innen hingegen in Wuppertal (54,1 Prozent)Essen (57,1 Prozent) oder auch in der deutschen Hauptstadt Berlin (56,1 Prozent). In Großstädten mit stark steigenden Mieten – darunter fällt Berlin – kannst du selbst ein solides Gehalt subjektiv schnell als unzureichend empfinden.

Einkommensentwicklung seit 2024: Diese Städte haben beim Gehalt aufgeholt – und diese kaum

Wo hat sich beim Gehalt eigentlich zuletzt am meisten getan? Den stärksten Gehaltsanstieg verzeichnet tatsächlich Duisburg. Mit einem Plus von 6,3 Prozent liegt die trotz seiner 500.000 Einwohner:innen eher unscheinbare Ruhrgebietsstadt deutlich vor allen anderen Städten im kununu Gehaltscheck. Statt 47.324 Euro im Jahr 2024 verdienst du dort nun 50.295 Euro brutto im Jahr. Die Steigerung ist durchaus bemerkenswert, denn Duisburg gehört eigentlich nicht zu den Standorten mit den höchsten Löhnen Deutschlands. Der starke Zuwachs deutet auf Veränderungen in der wirtschaftlichen Struktur der Stadt hin.

Ebenfalls überdurchschnittlich stark beim Gehalt gewachsen sind:

  • Hannover mit 4,3 Prozent
  • Münster mit 4,1 Prozent
  • Stuttgart und Bochum mit jeweils 3,9 Prozent
  • Bielefeld mit 3,8 Prozent

Hannover und Münster zeigen genauso wie Duisburg, dass auch Städte ohne klassische Spitzengehälter beim Wachstum vorne liegen können. Deutlich langsamer verlief die Entwicklung hingegen in München (0,7 Prozent), Dortmund (1,2 Prozent) und Frankfurt am Main (1,5 Prozent). Das bedeutet nicht, dass dort schlecht verdient wird. Stattdessen scheinen die Gehälter in diesen Städten bereits ein hohes Plateau erreicht zu haben, auf dem weiteres Wachstum langsamer verläuft. Doch es bleibt anzumerken, dass mit diesem geringen Gehaltsanstieg die Inflation von 2,1 Prozent (2025) nicht ausgeglichen werden kann.

Gehalt verhandeln? Klappt in jeder Stadt

Die kununu Daten zeigen klar, dass dein Standort für dein Gehalt ausschlaggebend sein kann. Bist du bei deinem Wohnort flexibel, kann sich das hinsichtlich deiner weiteren Gehaltsentwicklung finanziell lohnen. Egal, wo du nun wohnst oder zukünftig wohnen willst: Dein Gehalt ist unabhängig vom Standort immer verhandelbar. Auf kununu kannst du dein Einkommen mit Arbeitnehmer:innen in ähnlichen Positionen vergleichen und so realistisch einschätzen, wo du im Berufsleben stehst.

Dein so entstandener persönlicher Marktwert hilft dir bei der Argumentation in deiner nächsten Gehaltsverhandlung. Passende Tipps für das Gehaltsgespräch gibt es außerdem in diesem Artikel.