Führung: Diese Trends verändern die Unternehmenswelt

In der alltägliche Arbeitswelt sind immer wieder Trends spürbar, welche sich auf sämtliche Unternehmensbereiche auswirken können. Auch das Thema Führung bleibt hier nicht außen vor und ist von einer anhaltenden Entwicklung geprägt.

Dieser Beitrag handelt von sechs Führungstrends, die kürzlich in einem Artikel von t3n.de veröffentlicht wurden. Da diese die Berufswelt zukünftig radikal verändern werden und damit früher oder später die meisten von euch betreffen werden, möchten wir sie euch keineswegs vorenthalten.

Dezentralität und New Work

Die Gründerin und Geschäftsführerin von Openers, Carlon Lessoued, sieht einen klaren Trend, wenn es um die Themen Dezentralität und New Work geht. Laut ihr, ist die Implementierung eines Workflow-Managements das A und O, damit Mitarbeitende von überall aus verantwortungsbewusst und effizient arbeiten können.

Vor allem die letzten Monate haben sehr deutlich gezeigt, wo in diesen Bereichen noch Potenzial liegt und etablierte Prozesse müssen mit großer Anstrengung neu gedacht werden. Das lohnt sich allerdings, denn die richtigen Tools für alle und eine einwandfreie Technik sind essentiell für eine ausgereifte New-Work-Kultur. Es gilt, für alle Beteiligten ausnahmslos die gleiche Ausgangslage zu schaffen.

Frauen in der Führungsetage

Ein weiterer Trend, dem man in jedem Fall Beachtung schenken sollte, geht in Richtung Frauen und Führung, so Philip Meissner, Wirtschaftswissenschaftler und Professor der ESCP Europe.

Psychologische Forschung beweist, dass Frauen weniger zu Denkfehlern wie beispielweise Selbstüberschätzung neigen als Männer, was in Krisenzeiten helfen kann, bessere Entscheidungen zu treffen. Gemäß einer Umfrage von Stepstone und Handelsblatt, sind es außerdem 75 Prozent der Befragten, die diverse Führungsteams gerade während Krisen als wichtig empfinden.

Sieht man sich allerdings in der Realität um, wird schnell ersichtlich, dass dieser Trend nur langsam ins Rollen kommt. Die Coronakrise hat darüber hinaus gezeigt, wie schnell alte Rollenmuster wiederkehren können, denn in Krisen- und Strategiestäben der Unternehmen finden sich bedauerlicherweise oft nur Männer und Frauen bleiben die Ausnahme.

Gelebtes Vertrauen ohne Micro-Management

Die vergangenen Monate haben laut Inga Höltmann, Journalistin und Gründerin der Accelerate Academy, auch gezeigt, dass die Zeit der gemeinsam abgesessenen Arbeitsstunden im Büro vorbei ist. Arbeit ist zeit- und ortsflexibler geworden und Führungskräfte müssen jetzt beweisen, dass sie ihren Mitarbeitenden Vertrauen schenken.

Die neue Art des Managements ist von Selbstverantwortung, Transparenz und Digitalisierung geprägt und das durch Vorgesetzte und Angestellte gleichermaßen. Es braucht eine multidirektionale Führung und zwar auf Augenhöhe. Der Begriff Digital Leadership ist hier ein bedeutender und auch die einzige Art der Führung, mit der es möglich ist, erfolgreich in einer Welt, die von Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Mehrdeutig geprägt ist, zu bestehen.

Virtuelle Trainings als akzeptierte Weiterbildungsform

Auch das Bild im Bereich der digitalen Weiterbildung hat sich in letzter Zeit enorm gewandelt, weiß Katrin Grunwald, Führungskräfte-Trainerin bei The Globe Team.

Die Wertigkeit von Weiterbildungen lag früher darin, sie an einem gemeinsamen Ort und in einem Raum abzuhalten. Für die Trainerin hat sich allerdings das Gegenteil herausgestellt, denn die Erfahrungen in der virtuellen Arbeit waren durchaus positiv.

Diese Beobachtungen bestätigen sich, denn laut einem Whitepaper von LinkedIn, schätzen es Manager und Managerinnen und Personalabteilungen, dass Führungskräfte sich in „Virtual Instructor-Led-Trainings“ mit einem ähnlichen Mehrwert wie bei Trainings vor Ort weiterbilden können und das zu wesentlich niedrigeren Kosten.

Nachhaltigkeit in Sachen Mitarbeitende

Nachhaltige Unternehmensführung, welche mit ökonomischen sowie ökologischen Zielen verbunden ist, ist ein bereits bestehender Megatrend, so Andreas Lenz, Gründer und Geschäftsführer von t3n. Was aber zu einem nachhaltigen Wirken auch dazugehört, ist es, für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen und sich um deren Anliegen zu kümmern.

Es geht nicht nur darum, Ressourcen nicht im Übermaß zu verbrauchen sondern auch darum, darauf zu achten, dass es den Angestellten rundum gut geht. Wie das möglich ist? Nicht nur in Form eines hohen Gehalts sondern auch durch Ergänzungen oder Alternativen, wie beispielsweise einem vernünftigen Gesundheitsmanagement. Gesundes Essen, Yogakurse oder Achtsamkeits-Coachings sind nur einige Beispiele dafür, wie man sich als Arbeitgeber nachhaltig um seine Belegschaft kümmern kann.

Eigenverantwortung als Schlüssel zum Erfolg

Laut Birte Hackenjobs, CEO der Haufe Group, geht ein weiterer Trend dahin, dass gute Führungskräfte in dieser Arbeitswelt die Rolle als begleitende Coaches des gesamten Unternehmensorganismus einnehmen müssen. Ein flexibles Netzwerk, bestehend aus agilen und selbstorganisierten Teams führt zu Erfolg und zu einem guten Umgang mit der stetigen Veränderung, von der unsere Welt geprägt ist.

Es ist heutzutage wichtiger denn je, dass sich Unternehmen anpassen und zugleich auch den Wandel aktiv steuern können. Führung, welche gestaltet und nebenher Raum für dynamische Entwicklungen gibt, ist hierbei ein wesentlicher Faktor, wenn es darum geht, die Zukunft zu gestalten. Es braucht menschliche Vielfalt und eine Unternehmenskultur, die Individualität und Eigenverantwortung zulässt und fördert.

Hannah Reumann

Hannah ist seit März 2020 Mitglied der kununu Redaktion und schreibt Artikel über verschiedene Themen rund um die Arbeitswelt. Sie wohnt in Wien und studiert derzeit berufsbegleitend Marketing- und Salesmanagement im Masterstudiengang.

 

Zum gesamten Artikel von t3n geht’s hier:

Diese Führungstrends verändern die Unternehmenswelt radikal