Raus aus Deutschland
Arbeiten unter Palmen: Diese Trauminseln gehören zur EU und machen die Workation deutlich einfacher
Wer bei einer Workation zuerst an Bali oder Thailand denkt, übersieht eine entscheidende Chance. Einige tropische Inseln mit Palmen, Vulkanen und Karibikstränden gehören tatsächlich zur Europäischen Union. Für Arbeitnehmende kann das die Planung deutlich einfacher machen, denn innerhalb der EU sind Einreise und viele Fragen rund um die Workation oft unkomplizierter als bei Fernreisen.
Warum eine Workation innerhalb der EU oft einfacher ist
Wer für die Workation innerhalb der EU bleibt, profitiert in vielen Fällen von einfacheren Rahmenbedingungen als in Ländern wie Thailand, Indonesien oder Mexiko. Für deutsche Staatsangehörige sind dann weder Visum noch Einreisegenehmigung erforderlich. Auch Roaming-Gebühren entfallen in vielen EU-Gebieten, die Flugverbindungen sind gut und Arbeitgeber stimmen einer Workation innerhalb Europas eventuell eher zu als einem Aufenthalt am anderen Ende der Welt.
Trotzdem gilt: Eine Workation ist kein Anspruch. Arbeitnehmer sollten den Aufenthalt immer vorab mit ihrem Arbeitgeber abstimmen. Je nach Dauer des Aufenthalts können außerdem arbeits-, steuer- oder sozialversicherungsrechtliche Regelungen eine Rolle spielen.
Angestellte sollten diese Inseln auf dem Radar haben
Viele der Inseln wurden bereits im 15. und 17. Jahrhundert von Portugal, Spanien oder Frankreich besiedelt beziehungsweise kolonisiert. Während Madeira, die Azoren und die Kanaren bis heute zu Portugal beziehungsweise Spanien gehören, sind Réunion, Martinique und Guadeloupe französische Übersee-Départements. Deshalb gelten sie trotz ihrer oft tausende Kilometer entfernten Lage als Teil der Europäischen Union.
1. Réunion: Frankreichs Tropeninsel im Indischen Ozean
Réunion liegt östlich von Madagaskar und gehört als französisches Übersee-Département vollständig zur Europäischen Union. Regenwälder, aktive Vulkane und Wasserfälle sorgen für echtes Fernreisegefühl. Gleichzeitig gelten europäische Standards bei Infrastruktur und Verwaltung – ein Vorteil für längere Aufenthalte.
2. Martinique: Karibik mit EU-Status
Weiße Sandstrände, Palmen und türkisfarbenes Wasser – Martinique wirkt wie ein klassisches Fernreiseziel. Tatsächlich gehört die Insel zu Frankreich und damit zur Europäischen Union. Wer eine längere Workation plant und karibisches Flair sucht, findet hier europäische Rahmenbedingungen mit tropischem Ambiente.
3. Guadeloupe: Arbeiten zwischen Regenwald und Karibik
Auch Guadeloupe ist ein französisches Überseegebiet und Teil der Europäischen Union. Die Inselgruppe verbindet karibische Strände mit dichter Natur und französischer Infrastruktur. Besonders Arbeitnehmer, die Arbeit und Outdoor-Aktivitäten kombinieren möchten, finden hier attraktive Bedingungen.

4. Madeira: Europas bekannteste Workation-Insel
Madeira liegt rund 1.000 Kilometer südwestlich von Portugal mitten im Atlantik. Die Vulkaninsel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der bekanntesten Remote-Work-Hotspots Europas entwickelt. Das „Digital Nomad Village“, zahlreiche Coworking Spaces und schnelles Internet locken jedes Jahr Tausende Menschen an, die mehrere Wochen von der Insel aus arbeiten. Nach Feierabend warten spektakuläre Steilküsten, grüne Berge und Badestellen im Atlantik.
5. Azoren: Europas grüne Inselwelt mitten im Atlantik
Fast 1.500 Kilometer westlich von Lissabon liegen die Azoren. Kraterseen, heiße Quellen und üppige Vegetation erinnern eher an Island oder Neuseeland als an Europa. Gleichzeitig profitieren Arbeitnehmer von den Vorteilen eines EU-Gebiets. Wer Ruhe sucht und trotzdem zuverlässig arbeiten möchte, findet hier ideale Bedingungen.
6. Teneriffa: Ganzjährig mildes Klima und starke Infrastruktur
Teneriffa zählt zu den beliebtesten Kanareninseln für längere Aufenthalte. Moderne Apartments, schnelles Internet und zahlreiche Coworking Spaces treffen auf schwarze Vulkanstrände, Palmen und den höchsten Berg Spaniens. Die Mischung aus guter Infrastruktur und Urlaubsgefühl macht die Insel zu einem Klassiker für Workations.
7. Gran Canaria: Große Remote-Work-Community am Atlantik
Gran Canaria gehört ebenfalls zu Spanien und bietet besonders im Süden der Insel eine lebendige Community aus Remote Workern und digitalen Nomaden. Cafés mit WLAN, flexible Coworking-Angebote und kurze Wege erleichtern den Arbeitsalltag. Nach Feierabend warten Dünen, Strände und kleine Bergdörfer.
8. La Palma: Für alle, die Ruhe statt Massentourismus suchen
La Palma ist deutlich ruhiger als Teneriffa oder Gran Canaria. Dichte Kiefernwälder, spektakuläre Wanderwege und kleine Küstenorte schaffen ideale Bedingungen für alle, die konzentriert arbeiten und ihre Freizeit in der Natur verbringen möchten.
Vor der Buchung: Diese Punkte sollten Arbeitnehmer klären
Eine Workation beginnt nicht mit der Flugbuchung. Vor der Abreise sollten Arbeitnehmer einige organisatorische und rechtliche Fragen klären:
- Zustimmung des Arbeitgebers schriftlich einholen.
- Prüfen, ob am Zielort eine stabile Internetverbindung verfügbar ist.
- Arbeitszeiten, Erreichbarkeit und Meetings mit dem Team abstimmen.
- Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Auswirkungen bei längeren Aufenthalten prüfen.
- Datenschutzvorgaben des Unternehmens beachten und möglichst sichere Internetverbindungen nutzen.
- Unterkunft mit geeignetem Arbeitsplatz auswählen.
- Coworking Spaces in der Umgebung recherchieren.
- Auslandskrankenversicherung und weiteren Versicherungsschutz prüfen.
Fernreisegefühl ohne alle typische Hürden
Wer Arbeit und Urlaub verbinden möchte, muss dafür nicht zwangsläufig nach Südostasien oder Mittelamerika reisen. Die EU-Außengebiete bieten tropische Strände, Vulkanlandschaften und spektakuläre Natur.
Gleichzeitig profitieren Arbeitnehmer häufig von einfacheren Einreisebedingungen und einer vertrauten europäischen Infrastruktur. Mit der Zustimmung des Arbeitgebers und einer guten Vorbereitung kann eine Workation auf Madeira, den Azoren oder sogar in der Karibik zur perfekten Kombination aus Beruf und Auszeit werden.